Wie kann ich Bettler helfen?

10 Antworten

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Schwere Kost.

  1. Wir haben ein super soziales Netz - immer noch, aber es gibt Lücken. "Ohne Wohnung keine Arbeit- ohne Arbeit keine Wohnung" ist der erste Teufelskreis. Sobald einer durch eine Lücke gerutscht ist, gehts durch die nächste noch leichter. Das ist ein übler Teufelskreis - und da soll keiner verurteilen. Das geht bannig schnell. Keiner ist wirklich scharf drauf, auf der Strasse zu sitzen. Wenn einer sagt, es wär so, denke, das sagt der aus Zorn und Trotz und weil er auch seinen Stolz hat.

  2. Ja, es gibt eine Bettelmafia. Überall da, wo Leute an die Türen kommen, mit laminierten Zetteln oder in der Fussgängerzone auf Knien sitzen wie in der Kirche -denke ich, steckt diese besch°°° "Bettelmafia" dahinter. Besonders sauer werde ich mittlerweile, wenn sie dann beginnen mit "um Christi willen" und mir eins vorbeten -da wird mir echt übel und ich fühle mich manipuliert. Ich gebe da nichts. (Wie kann ich das einem Kind erklären???)

Dennoch gibt es echte Obdachlose. Wer mit wachem Auge durch die Stadt geht, kann sie recht bald erkennen. Ich kann das nicht erklären, ich sehe es an ihren Zügen, an ihrer inneren Würde und an ihrer Scham und ihrem Stolz.Ich habe Respekt vor ihnen. Sie betteln keinen an, sie rasten.

Mach kein Geschi°° - hol diskret was aus der Tasche und gib diskret und geh weiter. Im Winter geb ich eher Geld -denn manchmal ist es besser besoffen zu sein, um die Kälte zu ertragen. Wenn einer arg elend aussieht, kann es auch passieren, dass ich ihm was zu essen hole oder wenn er ein Viech hat, was fürs Viech...

Ansonsten -guck dich um in der Gemeinde, check ab, es gibt Wärmestuben oder Volksküchen oder Obdachlosenhilfe, es gibt immer mehr Strassenkinder - mach Dich schlau über Projekte, wenn du wirklich was tun willst -das geht. Aber denk dran, manchmal kann man -auch wenn es einen zerreißt -privat nur eine Decke geben, oder ein Wort oder nen €. das mit der Angel ist verdammt schwer, meistens geht erstmal der Fisch... Aber man sagt ja -

wenn kleine Leute an kleinen Orten kleine Dinge tun, verändern sie die Welt.

Liebe Grüsse

Suuuuuuper, ganz toll begründet mir ist es selbst schon passiert, daß einer mir die klappernde Büchse unter die Nase gehalten hat, das hat mich genervt. Ich wollte antworten, daß ich selbst 6 Enkel habe u. keine große Rente, ehe ich beendet hatte, sagte der mir wörtlich: "Das ist mir scheißegal". Ich hätte ihm am liebsten eine runtergehauen, so böse war ich, er war wahrscheinlich auch von der "Bettlermafia". Habe mich dann bei der Stadt beschwert u. gefragt, ob sowas gestattet ist, da wurde mir geantwortet : Nein, sie dürfen an der Seite sitzen, aber die Leute nicht "massiv anbetteln". Gut ist ja immer, wenn sie gleich die Alk-Flasche neben sich stehen haben, für Alkohol geb ich kein Geld. Aber, seit dem ist der an dieser Stelle auch nicht mehr zu sehen !

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Ich glaube, Du solltest die Begriffe "Rechtsstaat" und "Wohlfahrtsstaat" trennen, da ein Rechtsstaat noch nicht grundsätzlich den Anspruch erhebt, bedürftige Individuen grundsätzlich in einem Mindestmaß zu versorgen.

Zum Thema. Viele Obdachlose haben einen Berg an Problemen, den man ihnen von außen nicht ansehen kann. Traumatische Erlebnisse, vielleicht bereits seit der Kindheit, Schicksalsschläge usw., die sie zu denjenigen machten, die in diese Situation gerieten. Dazu kann dann auch eine Ablehnung von Hilfen, eine fatalistische Desillusionierung dem Leben, der bürgerlichen "Normalität" und deren Werten gehören. Dazu kommen nicht selten erhebliche psychische Hemmnisse, die natürlich in der erlittenen Biografie wurzeln.

Erst mal: du kannst nicht die ganze Welt retten. Es gibt Bettler, die sind organisiert (in einer Bande). Die müssen dann ihr Erbetteltes auch bloß wieder abgeben. Die richtigen Bettler, die tatsächlich für sich alleine betteln, haben sich irgendwann mal zu diesem Schritt entschlossen. Denn wenn sie es unbedingt gewollt hätten, wäre sicher immer eine Möglichkeit da gewesen. Viele Bettler bzw. auch Obdachlose wollen gar nicht mehr in ein anderes Leben zurück. Wenn man das wollte, könnte man z.B. in Berlin, ständig Geld geben. Das geht nicht, denn es gibt auch Grenzen. Und soziale Hilfen können doch die Obdachlosen erhalten, denk ich mal. Es gibt die Obdachlosenasyle, dort werden sie auch mit Essen und Trinken versorgt. Obdachlose erhalten auch so etwas wie Grundsicherung, ich glaube aber, die müssen da täglich hingehen. Es ist jedem freigestellt, wie er leben will. Der Staat kann keine Bettler zu einem Leben zwingen, dass sie nicht wollen. Und wer tatsächlich den Willen aufbringt, der wird sicherlich auch unterstützt. Das Beste, das du für die Armen tun kannst, nicht zu ihnen zu gehören. Ich hoffe, du hast meinen letzten Satz gut verstanden.

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