Wie kann ich anfangen nicht mehr so zu sein?

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6 Antworten

Hi erstmal :)

Als erstes möchte ich dir direkt sagen, dass das hier zwar kein "Kummerkasten" ist, aber ein Ort wo man Fragen loswerden kann. Tu dir also keinen Zwang an und frage was immer dich bewegt. Wer es nicht beantworten will/kann wird einfach weiterblättern. Die anderen sind für dich da.

Ich kenne das Gefühl gut wenn man Teil einer Gruppe ist, aber doch nicht so wirklich dazugehört. Die Gruppe selbst gab es ja schon länger und man selbst ist ja nur "dazugekommen". Aber du musst dir vor Augen halten, dass jede einzelne Person am Anfang fremd ist. Manche Dinge brauchen hier Zeit. Du musst für dich erst einmal beantworten, ob du überhaupt ein Teil dieser Gruppe sein willst. Wenn du dich nicht wohl fühlst, dann ist es ja auch nicht falsch sich andere Leute zu suchen. Man kann ja nicht mit jedem gut auskommen :)

Um ein Teil einer Gruppe zu sein braucht es eigentlich immer ein "gemeinsames Ziel" oder einen "gemeinsamen Feind". Das klingt zwar echt primitiv ... aber Menschen fühlen sich einander näher, wenn sie Gemeinsamkeiten in diesen Gebieten haben. (https://de.wikipedia.org/wiki/Theorie_der_sozialen_Identit%C3%A4t [Falls du dich in die Materie mal reinlesen möchtest]) Aus diesem Grund ist es am einfachsten, wenn du dich fragst "Was finden die meisten Personen in dieser Gruppe gut/schlecht?" und dich in diesen Themen integrierst. Ansonsten ist es wie du beschrieben hast und du selbst wirst mit deinem Verhalten (Nähe zu deinem Freund aber nicht zur Gruppe) zu einem Thema dem sie geschlossen gegenüberstehen. Menschen sind dort recht einfach.

Das zweite was du angesprochen hast ist die Frage nach deiner Einstellung (Eifersucht und Wut). In dem Thema darfst du dich selbst etwas entspannter sehen. Jeder Mensch hat Phasen in denen er mal lauter ist oder sich daneben benimmt. Dein Freund steht ja bis jetzt trotzdem noch zu dir - du hast also Zeit dich mit dir zu beschäftigen und eventuell an dir zu arbeiten. Hierfür musst du dir als erstes die Frage stellen: "Welchen Vorteil hat dieses Verhalten eigentlich für mich?". Denn wenn man ein Verhalten ändern möchte, muss man sich als erstes darüber im Klaren sein, weswegen man das Verhalten eigentlich zeigt. Viele Menschen die eine Drohung aussprechen ("Ich mache mit dir Schluss, wenn du so weitermachst!") erleben z.B. dass sie eine gewisse Macht oder Angst gegenüber dem Partner erzeugen können. Sie können Wünsche oder Bedürfnisse hierdurch zeigen und den Ernst vermitteln. Die Ziele die verfolgt werden sind also nicht "schlecht" ... aber die Art der Vermittlung ist ungünstig gewählt. Wenn du nun aber herausgefunden hast, welchen Vorteil dein Verhalten eigentlich für dich hat (und "warum" du es also zeigst), dann kannst du dir überlegen wie du das gleiche Ziel anders erreichen kannst.

Kommunikation ist hier der Schlüssel. Dein Freund steht zu dir - also setze dich mit ihm zusammen und spreche offen über deine Gefühle und diesen Zwiespalt in dir. Auch das Thema mit der Gruppe kannst du gerne mit ihm besprechen, verlange aber bitte nicht von ihm sich zu "entscheiden". Das ist nicht dein Recht (sondern seins) und hätte egal wie er sich entscheidet immer eine negative Auswirkung auf eure Partnerschaft.

Zu guter letzt noch ein paar Tipps für dich, falls du deine Beziehung zu der Gruppe verbessern willst.

1) Sprich die Leute in der Gruppe immer mit Vornamen an. Auf diese Weise baust du automatisch eine nähere Bindung auf.

2) Wenn sich eine Person mit dir unterhält versuche gut zuzuhören. Meistens wartet man immer nur auf eine Pause um selbst reden zu können, aber es ist genau dieses zuhören, was einen selbst angenehm erscheinen lässt.

3) Orientiere dich an den grundsätzlichen Einstellungen der Gruppe und erkenne hierdurch die Dynamik. Du solltest dich selbst nicht verbiegen um dazuzugehören (das ist nicht der Plan), aber oftmals macht einen schon das Interesse sympathisch.

Solltest du noch Fragen haben :) du kannst dich jederzeit melden.

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Hi.

Du erkennst zumindest, was du tust, ich habe das damals nicht und mein damaliger Freund war dann aber auch beim Schluss machen nicht so fair und hat mir meine Fehler gesagt. Deswegen bin ich da noch so oft reingeschlittert, dass es schon weh tat.

Nun zu dir: Du siehst deine Fehler und ändern kann man sich nicht von einer Sekunde auf die andere. Am besten fängst du einfach klein an.

Zum Beispiel: Du sagst nicht, dass du mit ihm Schluss machst, wenn du wütend auf ihn bist. Wenn das klappt, vermeidest du das nächste und so weiter und manchmal dann einen Rückfall zu haben, weil es einem einfach schlecht geht, da sind die Jungs meistens nicht lange böse bzw. eingeschnappt.

Dadurch, dass ich das nach und nach verbessert habe, bin ich nun schon über 4 Jahre mit meinen Freund glücklich zusammen, aber auch nur weil wir über solche Dinge geredet haben. Daher solltest du auch mit deinem Freund über das, was du uns erzählt hast, reden, denn vielleicht hilft er dir sogar dabei.

Liebe Grüße, CarolaA.

P.S.: Melde dich einfach, falls du noch Fragen hast.

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Einsicht ist der erste Schritt zu Besserung. Und einsichtig scheinst du ja zu sein. Du zählst ja eine ganze Latte an Eigenschaften auf, die du an dir ändern möchtest. Tue es einfach.

Und genau da dürfte das Problem lieben. Einsicht ist nur der erste Schritt, aber die alleine bringt dich nicht ans Ziel. Dafür würde ich dir professionelle Hilfe empfehlen.

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Rede mit deinem Freund über die Situation und deine Gefühle die du hast. Wenn er dich so sehr liebt dann wird er dir sicher helfen und dich auch danach besser verstehen :)

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Du scheinst einen Hang zu borderline zu haben. Deswegen würde ich Dir raten eine Therapie zu beginnen.

Zum einen fehlt es Dir an Selbstbewusstsein, aber auch Deine Beziehung ist eher schwierig.

Hast Du Dich mal wirklich selbst verletzt? Warst Du mal in Therapie deswegen? Wäre dringend nötig.

Dann findest Du auch die besseren Freunde. Dein Freund scheint Dich ja zu lieben, hat aber auch nicht die richtigen Freunde.

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Kommentar von SeriousMatter
13.10.2016, 15:46

Mit Verlaub ^^ Aber von einem Text wie diesem auf Borderline zu schließen ist weit gefehlt. Das ist das Selbe als würde ich sagen "Oh du hast Bauchschmerzen? Lass dich besser mal auf AIDS oder Krebs testen! Anscheinend hast du das!"

Natürlich sollte man erst nehmen, was eine Person hier schreibt (und ich werde auch nicht anfangen es zu bagatellisieren). Aber allein schon an den Anzeichen für Borderline (DSM-5 Klassifizierung) lässt sich hier erkennen, dass du weit über das Ziel hinausgehst.

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Deine Probleme kennste ja, fang an dich zu ändern.Helfen kann dir dabei keiner, das musste schon selbst tun.

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