Wie kann ich am besten zwischen Dur und Moll unterscheiden? (hören-erkennen-wie?)

5 Antworten

Einfach öfters Beispiele anhören, das geht dann schon ins Ohr. Dur klingt "hart", moll klingt "weich". Wenn Du den Dreiklang zerlegt (die Töne hintereinander) anhörst, dann ist bei Dur das erste Intervall größer (große Terz) und das zweite kleiner (kleine Terz), bei moll ist es umgekehrt.

(so, zweiter Versuch, hatte alles geschrieben und dann wohl ne falsche Taste gedrückt und alles war weg!)

Manchmal klingt Dur wirklich traurig und Moll fröhlich. Es kommt zB. auf den harmonischen Zusammenhang an, auf die Tonstärke (laut/leise, zart gespielt oder kräftig), auf die Tonhöhe, auf die Tonart, auf die Stellung des Akkords (Grundstellung, Umkehrung...).

Du kannst es aber üben. Versuch die Töne so sicher zu hören, dass du sie innerlich (oder laut?) singen kannst, dann singe/denke sie dir tiefer oder höher, in normaler Lage eben, hast du die Töne noch? Dann "spiel" mit ihnen, dreh den Klang um, stell die Töne in eine andere Reihenfolge, bis du einen Klang in "normaler" Lage hast, der nur aus Terzen besteht (Grundstellung). Den kannst du dann ganz leicht "analysieren": große Terz unten = Dur (groß trägt klein mit Leichtigkeit, wirkt froh, leicht, stark, heller, aktiver), kleine Terz unten = moll (wirkt schwer, trauriger, dunkler, inniger, weicher).

Ich weiß, es ist nicht einfach, und wenn es nur für die Musikarbeit morgen ist, wär's wohl ein bisschen spät, aber sonst lohnt es sich: Wenn du hast, üb am Klavier, oder einem anderen Instrument aber Klavier hat den Vorteil dass man die Halbtöne leicht zählen kann. Spiel einen Akkord, den du gut erkennst als Dur oder Moll. Dann lass ihn "Purzelbäume" schlagen: laut, leise, kurz, lang, hoch, tief, in anderer Reihenfolge, vor- und rückwärts... aber immer die selben Töne! So wirst du mit der Zeit sicherer.

Viel Erfolg!

PS: große Terz: vier Halbtonschritte vom Grundton weg, kleine Terz: drei.

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Also, im Prinzip alles wie bei sakura09, habe nur noch ein paar Ideen:
Konkret: Am Klavier ist es recht klar: C-Dur (Dreiklang) ist c-e-g , die große Terz zuerst (wie bei "alle meine Entchen" z.B.), c-moll ist dann c-es-g , die kleine "dunkle" Terz unten.
Das Helle und Dunkle kann man auch gut spüren, weenn man die gr- und kl. Terz singt, (oder auch nur vorstellt) dann fühlt man die moll-Terz mehr "innen", in sich, melancholisch und die Dur-Terz eher außen, "außer sich", offen... Wie wenn man die Arme verschränkt (moll) oder ausbreitet (Dur).. Hoffe, das hillft etwas.

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