Wie kann ich am besten mit meinen Eltern reden?

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15 Antworten

Du bist 24. Du kannst doch tun, was du willst. Oder hast du Angst, dass sie dich dann rauswerfen werden. Du solltest dir auf jeden Fall ausrechnen, ob du im Falle des Auszugs von zu Hause das Pferd auch noch halten kannst. Wenn nicht, bist du nämlich immer erpressbar.

Ansonsten haben deine Eltern das Recht, da nicht begeistert von zu sein. Sie müssen es nicht mal billigen. Aber was soll´s. Wenn du das Pferd selbst finanzieren kannst, musst du dich davon nicht beeinflussen lassen.

Du bist volljährig und hast das Recht auf eigene Entscheidungen. Ob es deinen Eltern passt oder nicht. Teile es ihnen also einfach mit. Und nimm deine Eltern dann ruhig mit in den Stall und stelle ihnen das Pferd vor.

Meine Eltern waren auch besorgt, als ich mein erstes Pferd kaufte. Ich war die Erste in der Familie, die so ein teures Hobby hatte. Meine Mutter hatte immer Angst, dass ich irgendwann unter den Rheinbrücken schlafen würde. Aber es war meine Entscheidung, mein Geld und ich habe es durchgezogen. Nach vielen Unkenrufen und Warnungen "Kind, Kind, das kannst du dir doch bestimmt nicht leisten", haben sich meine Eltern damit abgefunden.

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Ich gehe mal davon aus, dass Du dich sehr großzügig an den Kosten und vor allem an der Arbeit im gemeinsamen Haushalt beteiligst? Dass deine Mutter nie an den Müll denken mus,, dass Du den Großteil der Wäsche machst, immer bereitwilig putzt und Ordnung hälst, vor allem niemals mit Dreck und Geruch aus dem Stall läsrig bist, und  für jede Gefälligkeit ern zu haben bist...? Dass es sicher nicht an Dir liegt, dass  Euer Verhältnis wenig Tiefe hat, weil Du ja immer bereit bist, dir Zeit  zu nehmen, mit ihnen zusammen die Malzeiten einzunehmen, die überwiegend Du  zubereitest, und für Euch einkaufen fährst?

Nun, dann brauchst Du ihnen doch nur zu erklären, dass Du von alledem sicher keinerlei  Abstriche machen wirst, wenn Du ein eigenes Pferd hast, obwohl Du ja nur in der Regel mindestens 2-3 Stunden jeden(!) Tag dafür  brauchst. 

Die Reitbeteiligungen  haben Dich ja bisher mindestens genau so gefordert, und Du warst Deinen Eltern trotzdem immer eine gute Tochter und eine angenehmen Mitbewohnerin...

Falls Du das so nicht unterschreiben kannst, würde ich an Stelle Deiner Eltern ehrlich auch sagen: " So schön es auch ist, unser geliebtes Kind bei uns zu haben: Es wird Zeit, dass Du Dich auf eigene Beine stellst. Deine Wohnung, Dein Haushalt, und wenn Du dann noch so im Geld schwimmst und/ oder genügend Zeit fur ein eigenes Pferd hast, dann bitte! 

Und daher ist vermutlich das einzige Argument, mit dem Du die Eltern überzeugen kannst, ein unterschriebener Mietvertag.

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Kommentar von schokololily
02.02.2017, 11:48

Danke für die antwort, jaein so kann ich das nicht  ganz unterschreiben, bis auf mit der Wäsche und dem einkaufen helfe ich und bin immer da wen not am Mann ist.

Das mit der Miete ist eine gute Idee, das werde ich mal anprechen. Das finde ich als gute Zwischenlösung. Ich zahle mein Zimmer und auch einen Teil der Unkosten und zeige das ich es mir leisten kann auf eigenen Beinen zu stehen.

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Wenn du tatsächlich finanziell von deinen Eltern unabhängig bist, dann sag es ihnen doch einfach. Finanziell unabhängig würde für mich aber bedeuten, dass du dir das Pferd dann auch immer noch leisten könntest, wenn du nicht mehr zu Hause wohnst.

Wenn du finanziell unabhängig bist, kannst du ja eigentlich all ihre "Sorgen", sie hätte damit eine finanzielle Belastung entkräften.

Haben sie Angst, du hättest weniger Zeit für deine anderweitigen Verpflichtungen, dann wäre es ein gutes Argument, dass du eben dadurch, dass du noch bei ihnen wohnst, eben noch ausreichend Zeit für andere Dinge - und speziell deine Eltern hast - weil du dich eben nicht noch um deinen eigenen Haushalt kümmern musst oder zwischen Stall, deiner Wohnung und deinen Eltern hin und her pendeln musst.

Ansonsten denke ich mal, dass mal als "Kind" tatsächlich oft, egal wie die Wohnsituation ist, seinen Eltern den Pferdekauf erstmal "positiv verklickern" muss. Aus irgendwelchen Gründen löst das Thema "eigene Pferd" bei vielen Eltern, selbst wenn sie überhaupt nichts damit zu tun haben, erstmal "Ablehnung" o.Ä. Gefühle hervor... Da hilft wirklich nur Augen zu und durch. Es ist natürlich leichter, sich den elterlichen Gefühlen zu "widersetzen", wenn man nicht zu Hause wohnt :-)

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Kommentar von Urlewas
02.02.2017, 12:48

Ich finde es sehr richtig und eherenwert, dass sich die FS nicht einfach über die Einwände der Eltern hinwegsetzt, solange sie " die Füße unter ihren Tisch stellt".

Ich würde meinen Kindern Beine machen, wenn sie sich im Hotel Mama versorgen lassen, ohne ernsthaftes Interesse an harmonischem Zusammenleben zu zeigen.

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Die Frage ist: könntest Du Dir das Pferd auch leisten, wenn Du nicht bei Deinen Eltern wohnen würdest? Oder zahlst Du Deinen Eltern die Ortsübliche Miete plus Deinen Anteil der Nebenkosten und der Lebensmittel?

Wenn Du diese Fragen guten Gewissens mit "ja" beantworten kannst, dann brauchst den Kauf eines Pferdes nicht vor Deinen Eltern rechtfertigen.

Wenn nicht, dann solltest Du Dir den Kauf des Pferdes nochmal gut überlegen beziehungsweise VOR Vertragsabschluss mit Deinen Eltern klären, ob sie bereit sind dieses Pferd indirekt über die oben genannten Vergünstigungen mitfinanziert wollen. Und Du solltest Dir Gedanken machen, was ist, wenn Du -aus welchen Gründen auch immer- mal nicht mehr bei Deinen Eltern leben kannst, oder willst. Vielleicht möchtest Du ja mal mit einem Partner zusammenziehen, dann solltest du ja auch Deinen Anteil der Lebenshaltungskosten zusteuern können.

Ich an Deiner Stelle würde auf jeden Fall verhindern, dass Du Dich durch ein Pferd von anderen finanziell abhängig machst.

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Kommentar von MissPommeroy
02.02.2017, 13:45

Nach meiner Erfahrung sind die, die ein Tier erstmal strikt ablehnen, später diejenigen, die es nie mehr hergeben und missen möchten...:)

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erwachsen werden und eigene entscheidungen treffen. du bist seit 6 jahren volljährig.

du solltest dir lediglich vorher gedanken machen, wie du deine satteldecken sauberkriegst. wenn man drauf angewiesen ist, eine gemeinsame waschmaschine zu benutzen, die einem noch dazu nicht gehört, sollte man da eine alternative an der hand haben.

bezüglich der anschaffung eines pferdes brauchst du dich ansonsten nicht zu rechtfertigen. es wird wohl kaum in der garage bei euch zu hause wohnen.

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Es ist immer schwierig einen Pferdekauf vor jemandem zu rechtfertigen, der unsere Leidenschaft nicht teilt. Ich denke es gibt hier zwei Punkte, die du deinen Eltern klar machen solltest:

1. Du bist alt und reif genug für diesen Schritt und verfügst wirklich über die finanziellen Mittel. Du hast dich außerdem bereits gründlich informiert, welche Kosten und Mühen ein eigenes Pferd mit sich bringen. Es kann nicht schaden, die Kosten einmal niederzuschreiben und deinen Eltern vorzulegen. Zeig deinen Eltern, dass du ganz objektiv betrachtet ein Pferd finanzieren kannst. Überlege dir vernünftige Antworten auf die typischen "was passiert wenn"-Fragen. Z.B. Was passiert, wenn dein Pferd krank wird? Ich finde, du musst nicht auf jede Frage eine Antwort haben. Wenn du z.B. deinen Job verlierst, kannst du auch ganz einfach sagen: Wenn alles schief geht, kann man ein Pferd auch verkaufen. Das wäre ja aber der Worst-Case!

2. Lasse deine Eltern spüren, wie glücklich dich ein eigenes Pferd machen würde. Zeige Begeisterung (Passion!) für dein Vorhaben. Zeige ihnen das Pferd am Besten Live. Lass sie es mal streicheln. Das wirkt meistens Wunder. Viele können das einfach nicht so nachempfinden, was wir Reiter für eine große Leidenschaft haben. Ich meine ein Tennisspieler schmust ja auch nicht mit seinem Schläger und gibt ihm Kosenamen ;-)

Und zum Schluss:

Denke daran, du bist alt genug und finanziell unabhängig. Also darfst du das auch ohne Zustimmung deiner Eltern machen. Dann beweist du es ihnen eben einfach, dass du die richtige Entscheidung getroffen hast.

Alles Gute mit dem eigenem Pferd!

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Kommentar von MissPommeroy
02.02.2017, 13:53

Schöne Antwort, die ich voll unterschreiben kann - danke ! :)

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Bei meinen Eltern war es damals genauso. Als das Pferd dann meins war und sie gesehen haben, wie viel Enthusiasmus und Liebe ich da reingesteckt habe, sahen sie ein, dass es das Richtige war. Du bist 24 und finanziell unabhängig, Du musst Dich nicht vor Deinen Eltern rechtfertigen!

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Meine Freundin war fast haargenau in der selben Situation. Tipps kann ich dir allerdings nicht viele geben, sagen musst du es ihnen schließlich sowieso. Vielleicht zuerst mit dem einen Elternteil reden, das der Sache weniger abgeneigt ist und danach mit dem anderen. Wenn du es beiden gleichzeitig sagst und sie dir Widerworte geben, kann es sonst sein, dass sie sich gegenseitig hochschaukeln. LG

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Jetzt stellt sich mir die Frage, wenn du es dir selber leisten kannst, ohne Geld von deinen Eltern zu bekommen, warum willst du dann überhaupt mit ihnen darüber reden?

Ich bin zu meinen Eltern gegangen und habe gesagt "Ich habe mein Pferd gefunden und kaufe es". Damit war das Thema gegessen. Du bist volljährig, es ist deine Entscheidung und deine Verantwortung. Argumente musst du Eltern nicht bringen, denn wenn sie dagegen sind, dann sind sie dagegen. So wie mein Vater damals. Mittlerweile hat er sich damit abgefunden, da ich auch über 20 bin und niemals, selbst wenn ich es brauchen würde, bei ihm ankommen würde.

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Was ist das Problem? Du bezahlst alles selbst und deine Eltern haben mit dem Pferd ja nichts weiter zu tun, wenn ich das richtig verstehe.

Sag ihnen einfach was und wie du das machen willst. Du bist volljährig und ihnen kann es doch egal sein was du mit deinem Geld machst.

Meine Eltern waren auch von vielen Dingen, die ich gemacht habe nicht begeistert und ich stehe dem einen oder anderen was mein Sohn machen will auch skeptisch gegenüber. Es würde mir aber nicht einfallen ein Verbot auszusprechen, solange es nicht illegal oder lebensgefährlich ist und ich es nicht bezahlen muss.

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Kommentar von skjonii
02.02.2017, 11:19

Das Ding ist aber, dass die Eltern es indirekt bezahlen, dadurch dass sie ja bei ihnen wohnt. 

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ich sehe es so wie lycaa,  was heißt du bist finanziell nciht von ihnen abhängig , zahlst du deine nahrung selber zahlst du deinen Mietanteil selber, und die Nk die du vrenrauchst und den Strom, wenn nciht seh ich es so,das du doch durchaus ein gutes Stcük weit von ihnen abhängig bist.

Meine nichte hat ein eigenes pferd ( dadurch reitet meine Tochter auch) und reiten ist ein verdammt teures Hobby nicht umsonst kosten Reiststunden meist ca 15€ . Bevor meine Nichte das Pferd das erste pferd damals mit ca 14 bekam , musste sie eine Kostenaufstellung anfertigen udn genau das rate ich dir auch.  Und dann musste sie für das pferd auch arbeiten gehen ( hatte das Glück bei papa im Büro helfen zu können)

Ich würde überlegen wie ich evtl die Kosten senken kann, wie zb eine reitbeteiligung finden usw .

Dann noch wer kümmert sich ums pferd wenn du wegen urlaub, krankheit etc nicht kannst? Wenn du keinen hast, musst du hier evtl auch Geld einplanen.#

Wenndas alles steht und du dann immer noch meinst es passt dann würde ich mit den Eltern reden, dann sehen sie auchdas du dir wirklich n Kopf drum gemacht hast.

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Kommentar von Indivia
02.02.2017, 14:39

Und denk bitte auch an die hohen Arztkosten die so ein tier machen kann ( die kommen  immer dann wenn man es am wneigsten gebrauchen kann), nicht das du das Tier dann nachher einschläfern lässt oder so,weil du dir die Tierarztrechnung nciht leisten kannst. ( solche Menschen gibt es leider)

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Also nur um das jetzt mal kurz klarzustellen: 

Du bist "finanziell nicht von ihnen abhängig", wohnst aber bei denen? Zahlst du dafür?

Ich denke die Verantwortung etc. ist hier weniger das Problem, sondern eher, dass deine Eltern davon ausgehen, dass dir die Sache finanziell über den Kopf wachsen wird. 

Was, wenn du ausziehen willst/musst? Kannst du dir das Pferd dann immer noch locker leisten? Ich kann nämlich absolut verstehen, wenn deine Eltern argumentieren, dass du ja nicht die nächsten 20 Jahre dort wohnen bleiben kannst nur um dir das Pferd zu finanzieren. 

Klingt vielleicht blöd, aber meiner Ansicht nach steht man erst wirklich auf eigenen Beinen und ist wie du so schön sagst finanziell unabhängig wenn man sich auch sein Zuhause selbst finanziert. Das heißt nicht, dass du jetzt mMn ausziehen müsstest, aber du solltest finanziell definitiv mehr als die Möglichkeit dazu haben. 

Ich meine, ein Pferd mit allem drum und drann kann schon mal gerne 400€ im Monat kosten. Eine Wohnung noch mehr. Das wären also Mehrkosten von mindestens 1000€ im Monat. Kannst du dir das dann immer noch leisten?

Rechne ihnen das genau vor und beweise, dass du mehr als genug finanziellen Puffer hast. Der Rest sollte dann zweitrangig sein. 



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Kommentar von Panazee
02.02.2017, 11:12

Das kann den Eltern doch egal sein. Es ist ja dann das Pferd ihrer Tochter. Wenn sie es sich nicht mehr leisten kann, dann muss sie es halt verkaufen.

Ich als Elternteil würde halt ganz klar machen, dass ich durch das Pferd keine Mehrarbeit haben will und auch nicht leisten werde.

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Kommentar von schokololily
02.02.2017, 11:32

Danke für deine Antwort, in erster Linie hast du recht und ich stimmt dir zu. Ausziehen macht für mich persönlich keinen Sinn, auch wenn ich es mir leisten kann. Ich bin kein Freund davon abends allein in einer Wohnung zu sitzten nur um unabhängig zu sein, aber grundsätzlich hast du recht.

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ja!

meine Eltern dachten längere Zeit, ich hätte einfach eine neue RB....

(ich reite jetzt ein anderes/neues Pferd..., mehr habe ich nicht gesagt)

irgendwann hat es sich ergeben, aber da ahnten sie schon was( weil ich halt seeehr oft im Stall war) und haben sich auch nicht mehr reingehängt 

war eh nicht merh zu ändern... punkt, fertig

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Wenn ich an deiner Stelle wäre, würde ich sie vorher schick einladen zum Essen oder ins Cafe - danach würde ich ihnen das Pferd "live" zeigen = Überraschung...:)

Etwas in Natura zu sehen, zu erleben und auch anfassen zu können, kommt immer ganz anders rüber als graue Theorie - lass das Pferd in seiner Sprache reden, das überzeugt sie vielleicht am ehesten. Nur Mut !

Ich wünsch dir viel "Erfolg"  dabei und viele schöne Jahre mit deinem Pferd in Spe...:) 

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Kommentar von sukueh
03.02.2017, 10:25

Das kann tatsächlich ganz hilfreich sein. Meine Mutter war damals von meiner Idee, ein Pferd zu kaufen, auch nicht begeistert. Beim zweiten dann noch weniger :-) Aber als sie dass dann gesehen hat, fand sie ihn ganz interessant. Mehr als meine Stute. Einfach, weil mein Pony so ein an allem interessiertes Wesen ist und anfing, an ihr "herumzugrabbeln". Mag ich zwar persönlich nicht so, aber für meine Mutter war wohl diese "Interaktion" der "Schlüssel" zum Pferd.

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Deine Eltern bestimmen immer noch, was auf ihrem Hof kommt. Dein Pferd kannst du ja woanders unterbringen, dann kann es deinen Eltern egal sein. Wenn es auf dem Hof von deinen Eltern soll, hast du Pech gehabt, wenn die es nicht wollen

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