Wie kann ich am besten Hartz VI oder VIII Beantragen?

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5 Antworten

Wenn du jetzt erst einen ALG - 2 Antrag gestellt hast,musst du erst einmal vom Jobcenter schriftlich zur Kostensenkung aufgefordert werden,bevor du die Differenz von angemessenen Kosten bis zu deinen tatsächlichen Kosten selber tragen müsstest !

Diese Übergangsfrist beträgt in der Regel 6 Monate und so lange muss das Jobcenter auch deine unangemessenen Kosten für die Wohnung zahlen und wegen 3 qm mehr würde da nichts passieren,lediglich sind die angemessenen Kosten mit 100 € im Monat über der Angemessenheit deutlich zu hoch.

Also entweder liegt dein gerade eben gestellter ALG - 2 Antrag bereiz mehrere Monate zurück und die Übergangsfrist ist somit bereiz abgelaufen oder das Jobcenter handelt hier nicht korrekt,dann müsstest du einen Widerspruch einlegen.

Was ist denn das fuer ein Unsinn, die Leistungen heissen Hartz IV bzw. eigentlich Alg2, ein Upgrade auf Hartz 6 oder Hartz gibt es nicht, hat es nie gegeben und wird es auch nie geben. Von daher kann man das auch nicht beantragen. Schulden interessiert das Jobcenter nicht, das ist privatsache, das muesste man versuchen zu stunden. Und die Buskarte ist bereits in den Leistungen mit drin.

Die Miete selbst vom Satz zu übernehmen ist eine Möglichkeit, aber halt verdammt schwierig. Aber wenn sie dich jetzt dazu aufgefordert haben, dir was anderes zu suchen, dann hast du ja erst mal 6 Monate Zeit, wo sie die Miete weiter zahlen, um eine andere Wohnung zu finden. Sollte sich nichts finden, müsstest du das nachweisen können. Das verschafft dir ja auch noch mal etwas Zeit, wenn du denkst, es ist nur für ein paar Monate und du hast bald was neues.

Den Umzug übernimmt ja auch komplett das Amt, wenn diese es angeordnet hat, von daher ist das deren Sache. 1500 kostet ein Umzug aber sicher nicht, ein Auto mieten kann man für 200 und wenn einem ein paar Freunde helfen, dann geht das schon.

Wenn deine Miete billiger wäre, auch wenn du wieder Arbeit hast, dann wäre das doch auch nicht verkehrt, denn du weisst ja nicht, ob du noch mal annähernd so viel verdienst, wie vorher. Hast du aber keinen Bock auf das alles, dann musst du halt sehen, wie du klar kommst.

Was du beantragen kannst, das sind Erstattung von Bewerbungskosten, das muss man denen nachweisen und dann gibt es Geld pro Bewerbung. Ebenso für Vorstellungsgespräeche evtl.

petrapetra64 08.06.2014, 19:12

Einen Nebenjob suchen wäre ja auch nicht verkehrt, dann hast du mindestens 100 Euro mehr im Monat und kannst davon die Miete zahlen.

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Geh zum Amt und lass die Wohnungen zu diesem Preis genehmigen. Die Miete, die vom Amt nicht übernommen wird, die wirst du von deinem monatlichen Lebensmittelgeld bestreiten müssen. Dann brauchst du auch keine andere Wohnung suchen. Natürlich ist das Geld dann noch ein wenig knapper, aber es ist die einzige Lösung.

Weil Du in Hamburg wohnst, hast Du das Glück, Dir Rat bei der guten behördenunabhängigen (!!!) Beratungsstelle Arbeitslosen Telefonhilfe

0800 111 0 444

holen zu können. Dort ist man zum Thema Arbeitslosigkeit sehr erfahren. - Ruf da unbedingt an.

Was die Wohnungsgröße angeht, brauchst Du Dir hoffentlich keine Sorgen machen. Ich kenne Hamburger, die Hartz IV und Grundsicherung im Alter bekommen, und deren Wohnung ist 50 qm groß.

Zu den Wohnunterkunftskosten gehört auch die Heizung - naja, besprichst Du ja mit der Beratungsstelle.

Brauchst Du wirklich das HVV-Abo für 90 Euronen? Schau doch mal, ob Du mit der City-Karte hinkommst. Ist deutlich günstiger, darfst dann von Mo - Fr nur nicht zwischen 16 und 18 Uhr fahren und morgens erst am 9 Uhr. Darauf kann man sich aber einrichten, und das wird schnell zur Gewohnheit. am Samstag, Sonntag und an Feiertagen während der ganzen Fahrzeit. - Und lass Dir vom Jobcenter die Bescheinigung für die HVV-Ermäßigung geben.

Auch für GEZ / Rundfuhkgebühr kriegst Du die Befreiungsunterlagen vom Jobcenter.

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Vorsorglich auch diese Hinweise von mir:

Umgang mit Sozialbehörden

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen). Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum und Unterschrift“).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird. - Wiederum dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten). - Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß allgemein die Sache sogar zügiger bearbeitet.

Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit jobcenter unterlagen verloren.

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Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein. Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos im Vertrauen landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“ (wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden.

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Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand als Begleitung mitzunehmen. Dieser muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Die Begleitung kann aber auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google mit 13 sgb 10):

  • (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.

Für einen ehrenamtliche Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

Ämterlotsen

Behördenlotsen

Behördenbegleiter

Hartz IV Mitläufer

Hartz IV Gegenwind e.V.

Wir gehen mit org

Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und (die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus.

Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft): Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

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Und google mit

legitimation eines beistands pdf

und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu lassen.

Auch erfährst Du so, dass wenn Dein Beistand für Dich etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es gesagt.

cyracus 10.06.2014, 04:06

Falls Du eine (neue) Eingliederungsvereinbarung (EGV) unterschreiben sollst, nimm sie mit nach Hause - unterschreibe sie keinesfalls dort!!!

Hör Dir auf YouTube die hervorragende Information zu Eingliederungsvereinbarungen von einer Fachfrau an:

Eingliederungsvereinbarung 1

Es sind sieben kleine Teile. Ist ein Teil zu Ende, kannst Du den Folgeteil direkt auf Youtube oben rechts neben dem Video anklicken.

http://www.youtube.com/watch?v=msOcuQYUGQM

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Habt Ihr Tipps wie das geht

Gar nicht.

So etwas ist rechtlich NICHT vorgesehen.

Es gibt zwar Mehrbedarfe, aber diedienen nicht dazu, eine unangemessen hohe Miete aufzufangen, denn das würde die Angemessenheitsregelung ad absurdum führen (kann man auch selbst drauf kommen).

Bei (Bestands)wohnungen spielt die Wohnungsgröße zumindest in Hamburg im Grundsatz keine Rolle - außer im sozialen Wohungsbau, wo es auch um Fehlbelegungen u.ä. geht -, sondern nur die Miete.

Du kannst versuchen, von deinem SB den Nachweis der notwendigen Wirtschaftlichkeitsberprüfung zu erhalten, aber bei monatlich 100€ zuviel wird der Umzug aus fachlicher Hinsicht auf jeden Fall wirtschaftlich sein, denn der bloße Glaube an einen Arbeitsplatz wird statistisch nicht bewertet und findet in der Wirtschaftlichkeitsberechnung keinen Niederschlag.

Diese Sachen lassen sich ja auch nicht von Heute auf Morgen kündigen.

Muss ja auch nicht. Zur Kostensenkung ird man dir sicher ausreichend Zeit gegeben haben (i.d.R. sind es sechs Monate); kannst aber auch untervermieten bis du einenneuen Job hast, derdich ausdem Alg2-Bezug bringt.

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