Wie kann ich als Mutter noch helfen?

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6 Antworten

Dein Sohn ist gelähmt. Aus sich selbst heraus wird bei ihm nichts mehr passieren. Dass Du Dich um ihn kümmerst, ist schön, wird aber an seiner Gesamtmisere nichts ändern. Erwerbsloseninitiaven, Schuldner- und sonstige Beratungen setzen einen Grad an Selbstorganisation voraus, den er nicht mehr mitbringt, wenn er ihn überhaupt jemals gehabt hat, womit wir bei den psychischen Problemen sind, die Teil des Problems, aber auch der Lösung sind.

Hierbei ist es unerheblich, ob das Kindchen Depression heißt, obwohl ich in diese Richtung gehen würde.

http://www.psychiatrie.de/bapk/

Ausgangspunkt sollte Deine Stabiltität und Deine Fähigkeit zur Abgrenzung sein. Hier sind Selbsthilfegruppen und die Beratungsangebote für Angehörige hilfreich. Das gilt vor allem dann, wenn es keine unvorbelasteten Freunde und Angehörige gibt, die Euch unterstützen, begleiten und orientieren können. Andererseits gibt es vielleicht einen Onkel, der ihn mal auf den Pott setzen könnte und ihn in die Klinik fährt.

Wenn Du das psychosoziale Beratungsangebot einer Stadt wie Hannover studierst, gibt es zahlreiche Optionen.

http://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Gesundheit/Beratungsstellen/Sozialpsychiatrischer-Dienst-in-der-Region-Hannover

In einer vergleichbaren Situation würde ich mich auch bei einem volljährigen Kind an die Elternambulanz der Psychosomatik der medizinischen Hochschule wenden und mich an deren Ratschlägen orientieren.

https://www.mh-hannover.de/fileadmin/kliniken/psychosomatik_psychotherapie/download/Krankenversorgung/FlyerElternambulanz.pdf

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So lange Dein Sohn nicht selbst etwas macht / unternimmt, sind Dir die Hände gebunden. Ist er selbst der Auffassung, dass er um sein Leben in den Griff zu bekommen, Hilfe benötigt kann er Unterstützung einfordern. Aber dies muß er !! sagen / machen.

Vielleicht kann hier der sozial-psychiatrische Dienst des Gesundheitsamtes beratend zur Seite stehen. Ihm könnte dann möglicherweise ein Betreuer an die Seite gestellt werden.

Aber es liegt immer wieder an ihm, dies zu bejahen oder zu verneinen. Wenn es nicht anders geht, musst Du ihn - auch wenn dies schwer ist - erst einmal untergehen lassen.

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Kommentar von giega
02.08.2016, 09:06

Es ist wie ein Kreislauf, es fängt immer wieder von vorne an und endet katastrophal. Danke für den Tip mit dem Gesundheitsamt!

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Natürlich ist eine Mutter immer für Ihre Kinder da, aber nach dem 18. Lebensjahr des Sohnes ist es mit dem Einfluss normalerweise zum größten Teil vorbei und er muß für sein Handeln selbst geradestehen.

Natürlich kann und soll eine Mutter helfen, jedoch geht das nicht gegen seinen Willen. Aber den Kontakt abzubrechen ist die schlechteste Lösung, auch dann, wenn der Sohn reihenweise Fehler macht.

In einem solchen Fall hilft zunächst eine Schuldenberatung, um diese böse Falle zu beseitigen.

Eine psychologische Beratung / Behandlung ist aber auch nur mit seiner Unterstützung möglich, denn Ärzte können nur mit dem Patienten gemeinsam eine Strategie entwickeln b.z.w. handeln.

Und so ist das auch mit der Schuldenberatung....ohne Ihren Sohn geht leider nichts.

Optimal wäre, beides gleichzeitig zu beginnen......

Hoffentlich ist Ihr Sohn einsichtig.....

Beratungsstellen gibt es sicherlich in Ihrer Nähe....sie finden sie im Internet.

Mit freundlichen Grüßen,

fraschi

P.S.: Viel Glück.....und die Hoffnung nicht aufgeben !

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Kommentar von giega
02.08.2016, 09:09

Vielen Dank für Ihre Tips, den Kontakt werde ich natürlich nicht abbrechen, es war aus reiner Verzweiflung geschrieben.

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Sicher gibt es Institutionen, an die man sich wenden kann, aber DEIN SOHN muss das auch wollen ER muss den Weg gehen und aus diesem "Teufelskreis" selbst herauswollen. Du kannst ihn dabei unterstützen und ihn auf dem Weg begleiten. Aber wenn er selbst nicht dahintersteht, wird er bei der nächsten Gelegenheit die Flucht ergreifen. Ich habe einen Link gefunden, der vielleicht passen könnte, versuche einmal in deiner Stadt ähnliche Stellen zu finden:

http://www.diakonie-leipziger-land.de/pskb/psychosoziale-beratung-fuer-menschen-mit-seelischen-schwierigkeiten-und-erkrankungen-sowie-fuer-deren-angehoerige/

Alles Gute.

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Kommentar von Seanna
01.08.2016, 23:21

Das geht aber nur wenn DER SOHN das will und NUR wenn er ein psychiatrisches Problem hat. Psychosoziale Beratung ist nicht für reine Schuldenproblematik gedacht oder geeignet.

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Sofern er TATSÄCHLICH ein psychiatrisches Problem hat, kann er sich bzw ihr euch gemeinsam an den sozialpsychiatrischen Dienst der Stadt wenden.

Wenn er nicht will oder kein psychiatrisches Problem vorliegt, sind die aber nicht zuständig.

Die helfen weder bei reinen Schulden, noch entgegen dem Willen der Betroffenen, sofern keine Eigen- oder Fremdgefährdung vorliegt.

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Du musst dich vor ihn setzen und ein ernstes Gespräch mit ihm führen ! Du musst ihm sagen das du ihn liebst und das er dir alles anvertrauen kann! Und das es dich sehr verletzt wenn er sich so benimmt beziehungsweise niemanden an sich ranlasst.

Kontakt abbrechen ? Geht's noch ? Er ist dein Sohn und du willst Kontakt abbrechen. Es ist Sch*iß egal was er macht, du musst versuchen es wieder hinzubekommen und nicht sofort euren Kontakt abbrechen! Was wärst du bitte für eine Mutter, wenn du es wirklich getan hättest ? Wie soll dein Sohn dir dann noch in die Augen schauen ?

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Kommentar von giega
02.08.2016, 09:21

Solche Gespräche hatten wir gefühlt schon tausende. Ich breche den Kontakt natürlich nicht ab, es ist und bleibt immer mein Kind.

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Kommentar von Kokosnuss1314
07.08.2016, 11:40

Gut das du den Kontakt nicht abbrichst!

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