wie kann ich als leihe zuhause einen extrakt aus kräutern herstellen?

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4 Antworten

Die Vorbereitung der Pflanzendrogen entsprechen denen des wässrig-alkoholischen Auszugs: die Pflanzenteile müssen sauber, frei von abgestorbenen, bräunlichen, welken Stellen sein. Sie sollten sie zerkleinern, um mehr Ansatzfläche für das Öl zu bieten. Frische Pflanzen können auch angemörsert oder im kurz (!) im Blitzhacker zerkleinert werden, um die Zellwände aufzubrechen. Die bekanntesten Rezepturen erfordern frische Pflanzenteile (z. B. Calendula - oder Arnikablütenblätter für Salben oder Johanniskrautblüten für das bekannte Rotöl; auch kulinarisch verwendete Öle mit Rosmarin, Thymian oder Basilikum werden bevorzugt mit frischen Pflanzen angesetzt), manche Rührer(innen) verwenden auch getrocknete Drogen. Fakt ist, dass die Schimmelgefahr bei frischen Pflanzenteilen steigt und du den Ölauszug gut beobachten musst. Tipp: Frisches Pflanzenmaterial einige Stunden bis zu einem Tag anwelken lassen und dann zerkleinern und ansetzen; dies mindert die Schimmelgefahr. Die verlesenen und zerkleinerten Pflanzenteile werden mit nativem, fettem Öl übergossen und 10–14 Tage stehen gelassen. Achte bitte darauf, dass alle Pflanzenteile gut bedeckt sind – hier entwickelt sich Schimmel rasend schnell. Nimm hochwertiges naturbelassenes, nicht raffiniertes und vor allem oxidativ stabiles Öl: Olivenöl, Sesamöl, Jojobaöl sind Klassiker. In Öl laufen Zersetzungsprozesse schneller ab als in alkoholischen Tinkturen, daher müssen wir einen Kompromiss finden zwischen ausreichender Extraktion der Inhaltsstoffe und einem möglichst geringen Grad an Zersetzung. Je stabiler das Öl, desto geringer der Abbau an wertvollen Carotinoiden im fertigen Ölauszug im Laufe der Lagerung – daher die Empfehlung der oben genannten Öle. Durch die Extraktion entsteht nach einiger Zeit ein Konzentrationsgleichgewicht an Wirkstoffen in der Droge und im Öl; es macht also keinen Sinn, den Ansatz wochenlang stehen zu lassen. Die vielerorts angegebenen langen Auszugszeiten von mehreren Wochen kann ich nach meinem heutigen Wissensstand nicht unterstreichen. Auch hier gibt es zwei methodische Varianten: einige schwören darauf, das Öl in die Sonne zu stellen. Wesentlich für die Extraktion sind jedoch die Temperaturen, nicht das Licht als solches; sie fördern enzymatische Prozesse. Für den Ansatz von Johanniskrautblüten wird der Einfluss der Sonne regelmäßig betont, dies hat aber eher traditionelle Gründe. Wie bereits oben notiert: Wärme fördert enzymatische Prozesse, die z. B. bei Johanniskrautöl unabdingbar sind, aber sie muss kontrolliert wirken. Nach spätestens 2 Wochen wird das Öl abgeseiht. Ein Leinentuch eignet sich sehr gut dafür. Fülle anschließend den Auszug in eine dunkle Flasche und beschriften sie.

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Viel Kräuter in wenig aber hochprozentigen Alkohol geben und nach einigen Wochen mit destiliertem Wasser verdünnen oder erst bei Anwendung.

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entweder mit Alkohol oder mit hochwertigem Öl extrahieren.

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Kommentar von mahmut91
13.10.2010, 12:27

wie geht des mit öl, habst du ne Anleitung dafür? klingt intersant

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Und ob Du das kannst .

Lege es in Öl oder Essig ein... Vornehmlich Olivenöl.

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