Wie kann es sein, dass in Deutschland viele Rentner in Armut leben müssen?

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10 Antworten

Jeder ist für die Höhe seiner Rente selber verantwortlich.

Die Rentenhöhe bemisst sich an der Anzahl und Höhe der Beiträge. Meine Schwiegermutter hat z.B. ihr Leben lang gearbeitet. Sie hat es nur versäumt, auch für die Arbeit Rentenversicherungsbeiträge zu zahlen. Heute jammert sie über ihre Rente...

Du musst dir nur mal die Rentner mit niedriger Rente ansehen. Die meisten haben sehr, sehr viele Lücken in ihrem Versicherungsleben. Durch Nichtarbeit oder einer missglückten Selbständigkeit, bei der auf eine private Altersvorsorge verzichtet wurde.

Kein Versicherter, der nicht nur einen Minijob gemacht hat, und mind. 45 Jahre gearbeitet hat, bekommt eine Minirente.

Und sorry, wer 45 Jahrelang nicht mehr als Mindestlohn verdient, der kann auch im Alter keine 3000 Euro Rente erwarten.

Natürlich könnte man pauschal alle Renten anheben, nur müsste das von den jetzigen Beitragszahlern finanziert werden. Man kann von der jüngeren Generation nicht erwarten, dass ein Arbeiter 3 Rentner ausreichend versorgt...

Dröseln wir das auf.
Die Rentanwartschaften binden sich an die Nettolöhne und Beitragsjahre.

Wundersames Ergebnis, in den 1950er/1960er Jahren waren die Löhne gering, aber die Steigerungsraten hoch.
Mit steigenden Löhnen stiegen die Renten, auf 64% vom netto.

Der break kam mit der Agenda 2010, der SPD.
z.Zt. sind es nur noch 46% vom netto was als Rente übrigbleibt, weiter fallend.

Abzulesen am Mindestlohn, diese soziale "Großtat"...
8,84€ x 172 x 0,6 x 0,46 = Rente von 419,65€ brutto

Diese auch nur, falls man in prekären Arbeitsverhältnisssen 45 Beitragsjahre einzahlt.
Sozial ist das nicht.

Es gibt noch eine Reihe weiterer Einflußfaktoren die die Rente drastisch schmälern.

barfussjim 08.08.2017, 06:44

"Es gibt noch eine Reihe weiterer Einflußfaktoren die die Rente drastisch schmälern".

Tja, vielleicht die Tatsache, dass es von Jahr zu Jahr immer mehr Rentner und immer weniger Beitragzahler gibt? Schon mal daran gedacht?

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soissesPDF 08.08.2017, 20:25
@barfussjim

Wenn man darauf abstellt, muss man auch sehen, dass die Geburtenrate schon seit Jahrzehnten heillos zu gering ist.
Darauf hätte man vor Jahrzehnten bereist reagieren müssen, statt seit der Mitte der 1970er Jahre, mit jeder Legislaturperiode, fortgesetzt die Sozialpolitik, wozu die Renten gehören, zu vernachlässigen und schließlich zu ruinieren.

Bei gegebenem Trend wird man nach 2040 die Rentenversicherung auflösen können und auf GruSi (HartzIV im Alter) umstellen.

Das zu Grunde liegende Problem ist, aus Rekordgewinnen für die Wirtschaft und Niedriglöhnen für die Bürger, ensteht kein Wohlstand, sondern breite Verarmung.

Der Konflikt der bereits heute besteht ist, dass die Jahrgänge bis 1960 noch höhere Rentenanwartschaften haben, als die jüngere Generation.
Zum Kalkült der Politik gehört auch, dass die jüngere Generation recht hohe Vermögen erben werden.
Jene Vermögen, die die Politik liebend gern in die private Altersvorsorge umwidmen will.
Nichts weniger als Kapitalverbrauch, statt Kapitalerhalt.

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MarkusJaja 08.08.2017, 22:35
@soissesPDF

Der Vergleich Beitragszahler mit Rentnern ist in der Einfacheit Quatsch. Entscheidend ist der Gesamtwohlstand, den eine Gesellschaft berechnet als Sozialprodukt produziert. Dabei gibt es in einer Gesellschaft immer einen Anteil an Menschen, der produziert und einen Anteil, der davon etwas abbekommt (Kinder, Rentner, Kranke,...). Wieviel das ist ist eine reine Verteilungsfrage - sprich eine politische Frage.
Das Sozialprodukt der BRD steigt jährlich an (der zu verteilende Kuchen wird größer), zugleich steigt die Produktivität. Wenn früher ein Bauer 4 Menschen ernährt hat, kann einer heute 8000 Menschen ernähren. Das Propagandagewäsch von der Demografie lenkt nur von diesen einfachen Erkenntnissen ab.

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soissesPDF 08.08.2017, 22:56
@MarkusJaja

DenQuatsch leiert die Politik rauf und runter, als Begründung, warum die Renten sinken müssen.
BIP wie BSP steigen seit Jahren, aber eben auch die ungleiche Verteilung.
Die neoliberale Politik betätigt ich als Steigbügelhalter der Wirtschaft, gleich ob CDU oder SPD.
Sie ignoriert fleißig die Ergebnisse der zunehmenden Verarmung, trotz steigendem BIP.
Stattdessen gefällt man sich darin rekordhohe Steuereinnahmen zu feiern.

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Deutschland ist nicht mehr sozial, dafür sorgten sPD und Grüne. Wenn die Regierenden nur an das Kapital denken, besonders am Wohl der Konzerne interessiert wsind, dann ist die Armutsrente eine der Folgen.

Wenn auf der einen Seite viel Licht ist, dann auf der anderen viel Schatten. Auch die Wippe bietet sich als Vergleich an.

Nun ja. Du vermischst da tatsächlich verschiedene Themen. Und tatsächlich gehören sie zusammen. Wenn es auch die meisten Menschen nicht wahrhaben wollen. 

Begründet wird die niedrigere Berechnungsgrundlage mit der höheren Lebenserwartung der Menschen heute gegenüber früher. Was als Begründung tatsächlich hirnfrei ist. Denn die Produktivitätsrate ist tatsächlich stark angestiegen im gleichen Zeitraum. Würden wir also gerechterweise diese Produktivitätsrate mit einberechnen, ergäbe sich zwangsläufig eine höhere Berechnungsgrundlage für die Rente. 

Dass wir Geld zum Fenster hinaus werfen ist auch eine schlichte Tatsache. Einen Teil der Nachweise findest Du hier

https://www.bundesrechnungshof.de/de/veroeffentlichungen/bemerkungen-jahresberichte

Einen Teil. 

Die meisten Menschen in diesem unserem Land wissen nicht und wollen nicht verstehen, dass in diesem unserem Staat das Volk die Macht inne hat. 

Wenn ich Etwas besitze, dann muss ich mich drum kümmern. Kümmere ich mich nicht um mein Auto, dann kann es gestohlen werden, es verrostet und so weiter und so fort. Gleich funktioniert es in diesem Staat. 

Die Menschen kümmern sich nicht. Sie gehen allerhöchstens mal zur Wahl und bilden sich dann noch großartig ein, das wäre Demokratie. 

Tatsächlich aber suchen sie sich nur ihre Angestellten heraus. Welche ihnen von irgendwelchen Interessenvertretungen vorgesetzt wurden. 

Dass sie sich selbst nach Angestellten umsehen können wollen sie nicht wissen. Denn das würde ja bedeuten, sie müssen sich kümmern. Sie müssen sich umsehen. So viel Mühe ist ihnen ihr eigenes Vaterland nicht wert. Also werden ihnen arbeitsunfähige, machtgiieirige und herrschsüchtige Nichtsnutze vorgesetzt. Austauschbar. 

Und tatsächlich spielt es unter dem Strich keine große Rolle, wer gewählt wird. Denn zwischen den Wahlen haben diese Angestellten die Arbeit umzusetzen, die die Mehrheit des Volkes ihnen gibt. 

Gibt das Volk ihnen keine Arbeit, dann machen sie, Was sie wollen. 

Ja. Ich schreibe von Angestellten. Denn was Anderes sind sie tatsächlich nicht. Sie werden von uns ausgewählt, sie werden von uns bezahlt, laut unserem Grundgesetz sind sie dazu verpflichtet, unseren Willen umzusetzen. Diese Beschreibung passt genau auf Angestellte. 

Wir nennen sie Politiker. Der Begriff Volksvertreter ist aus der Mode gekommen. Denn es gibt kein Volk. Ein Volk bildet sich eine Meinung. Ein Volk beteiligt sich. 

Die Mehrheit in diesem Staat will sich aber keine eigene Meinung bilden. Die Mehrheit des Volkes will sich nicht um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern. Der reicht es aus, sich regelmäßig zu überfressen, so viel totes Zeug anzuhäufen wie sie nur können und sich dann auf möglichst als fremd indentifizierbare andere Menschen hetzen zu lassen. 

Mehr schafft die Mehrheit der Menschen in diesem Staat nicht. 

Und darum sind die Renten gesunken. 

Denn wenn die Mehrheit in diesem Staat will, dass unsere Steuergelder nicht mehr zum Fenster heraus geworfen werden, dann muss die Mehrheit es nur öffentlich kund tun. Aber eben nicht als Plattitüde, sondern als konkrete Forderungen. 

Natürlich gibt es rund um diese schlichte Wahrheit massenweise Wörter. 

AalFred2 08.08.2017, 08:15

Mal abgesehen davon, dass deine gesamte Suada mit der Rentenhöhe eigentlich nichts zu tun hat, ist das hier

laut unserem Grundgesetz sind sie dazu verpflichtet, unseren Willen umzusetzen.

ziemlicher Unsinn.

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teafferman 08.08.2017, 19:22
@AalFred2

Ach AalFred, Du hast immer noch nicht unser Grundgesetz gelesen und bildest Dir auf diese Unkenntnis auch noch Was ein. 

Und Deine Unwissenheit über den Umgang unserer Politiker mit der Rentenversicherung nimmst Du als Grundlage, hier dumm rum zu machen?!? 

Ok. Deine Verantwortung, hier öffentlich Umwissenheit zur Schau zu stellen. Das macht Dich ja immer aus. Also Nichts Neues. 

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AalFred2 09.08.2017, 08:12
@teafferman

Und wieder ein Zitat aus dem GG, um mal eben zu zeigen, wie daneben ich liege. Toll.

Ach nee, warte. Doch wieder nur sinnfreies Gestammel, weil du ein solches Zitat eben nicht parat hast, deinen Irrtum aber auch nicht zugeben kannst. Öfter mal was neues.

Es bleibt schlichtweg dabei: Du laberst Unsinn.

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teafferman 09.08.2017, 17:15
@AalFred2

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Art 20 

(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.


In Zukunft stelle Dich für Selbstgespräche bitte vor den Spiegel. 



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AalFred2 09.08.2017, 19:46
@teafferman

Selbst solch simple Aussagen sind zu hoch für dich? Das tut mir wirklich leid. Da steht aber nunmal gar nichts vom Umsetzen deines Willens, sondern eben das das Ganze durch Wahlen stattfindet.

Versuchs doch mal mit Art. 38 Abs. 1

Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner,
unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. Sie sind
Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden
und nur ihrem Gewissen unterworfen.

Jetzt verstanden oder immer noch zu schwer?

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teafferman 10.08.2017, 13:51
@AalFred2

Wir haben als Gruppe auf allen politischen Ebenen manchen Wunsch von den jeweils zuständigen Politikern umsetzen lassen. Frage Dich mal, wieso uns das gelungen ist. 

Genau darauf ist das Bundesverfassungsgericht auch in seinen bisherigen Entscheidungen eingegangen. 

Denn es ist nicht so wie gerne verbreitet wird, dass wir nur alle paar Jahre wählen dürfen und dann haben wir keinen Einfluss mehr. Sondern genau das Gegenteil ist der Fall:

Wenn wir unseren Willen nicht verständlich und umsetzbar äußern, dann suchen sich die Abgeordneten eben selbst Arbeit. 

Unseren Willen verständlich und umsetzbar zu äußern bedeutet aber eben nicht, auf die Straße zu rennen und hirnfrei zu blöken:

Wir sind das Volk.

Das ist keine Forderung sondern die Feststellung einer Tatsache. 

Es bedeutet auch nicht, sich über einen wahrgenommenen Mangel beschweren. Im Höchstfall noch einzufordern, diesen zu beseitigen. 

Es bedeutet aufzuzeigen, wie dieser Mangel bitte beseitigt werden soll. 

Das hervorstechenste Thema dazu ist die Pressefreiheit. 

Die steht im Grundgesetz. Passte aber schon Adenauer überhaupt nicht in den Kram. Der wollte den Spiegel damals vom Militär stürmen und dem Erdboden gleich machen lassen. 

Es gab nicht nur Solidarität durch andere Verlage. Es gab damals auch reichlich Demonstrationen. Da knüppelten damals Polizisten auf Anweisung der Politik auf die Demonstranten ein. 

Worauf die Wahlberechtigten den gewählten Politikern erklärten, dass sie so nicht mal im Traum dran denken bräuchten wieder gewählt zu werden. 

Es wurde damals also nicht nur die Pressefreiheit als in diesem Staat hohes Gut erkämpft, es wurde auch manches Landes-Polizei-Gesetz auf den Boden des Grundgesetzes erkämpft. 

Das Leben ist eben auch diesbezüglich keine Einbahnstraße. 

Und unsere Parlamentarische Demokratie Nichts für Faulenze. 

Faulenze aber nutzen genau Deinen letzten Kommentar sehr gerne als Ausrede um sich nicht um die eigenen Angelegenheiten kümmern zu brauchen. 

Das betrifft vor allen Dingen die hier eingestellte Frage. Denn es kam in unserer westdeutschen Geschichte häufiger vor, dass der Rentenversicherungsanstalt Fremdleistungen zu leisten auferlegt wurde. Und tatsächlich bis heute wird. 

So lange aber das Volk nicht bereit ist, sich mit der Thematik in angemessener Weise auseinander zu setzen, sich dahinter versteckt, eh Nichts ändern zu können, wird unsere Rentenkasse weiterhin durch Übernahme von Fremdleistungen geplündert. 

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AalFred2 10.08.2017, 14:25
@teafferman

Dein ganzes Gequatsche ändert mal so gar nichts daran, dass deine Aussage oben nachweislich falsch war.

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teafferman 10.08.2017, 14:55
@AalFred2

Es ist nachweislich richtig. 

Aktuell übernimmt die DRV z.B. Leistungen, die Arbeitsamt bzw. ARGE zu erbringen haben. Und wenn tausendmal das Bundessozialgericht nach nun über 30 Jahren gängiger Praxis und der Abwesenheit jeglichen Widerstandes gegen diesen Missstand diese Praxis bestätigt

Es ist eine Fremdleistung und bleibt eine Fremdleistung

Da kannst Du Dich auf den Kopf stellen und rückwärts den Berg hoch laufen wollen. An der Tatsache ändert es schlicht Nichts. 

So lange aber das dröge, verantwortungsverweigernde Volk nicht bereit ist, sich  - wie in Deinem Fall offensichtlich  - das nötige Grundwissen anzueignen, um diesen Missbrauch erkennen zu können

kann es sich eh dazu keine angemessene Meinung bilden und ist weiterhin auf die Lügen der dafür Verantwortlichen angewiesen. 

Hat aber mit dem Grundgesetz nur am Rande zu tun. Und steht da so nicht ausdrücklich drin. Steht allerdings in dem einen und dem anderen Urteil des Bundesverfassungsgerichts durchaus drin. Nicht so deutlich formuliert, wie ich es hier mache, aber es steht drin. 

Und wenn diese dröge Volk nicht willens ist, sich angemessenes Wissen anzueignen um sich auf dieser Grundlage dann eine eigene Meinung bilden zu können, dann verantwortet genau dieses faule Volk die Folgen. Mit dem von Dir zitierten Artikel hat es keinen Zusammenhang. 

Kann es nicht haben, denn um das Gewissen eines Abgeordneten aktiv werden zu lassen benötigt es nun mal zunächst eine eigene Willensäußerung gegenüber diesem Abgeordneten. Fehlt diese Willensäußerung, hat das Gewissen des Abgeordneten keinen Anlass aktiv zu werden. 

DAS ist Grundsatz unserer parlamentarischen Demokratie. Worauf das Bundesverfassungsgericht, ich wiederhole mich, eingegangen ist. 

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AalFred2 10.08.2017, 15:04
@teafferman

Sag mal, hast du Langeweile? Was soll das ganze Gesülze? Diese Aussage deinerseits

laut unserem Grundgesetz sind sie dazu verpflichtet, unseren Willen umzusetzen.

ist, wie aufgezeigt, Blödsinn. Warum du jetzt laufend abseits davon deine gesamte Gedankenwelt postest, erschliesst sich mir nicht.

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teafferman 11.08.2017, 07:25
@AalFred2

Wer keine Argumente hat beleidigt, tritt um sich. 

Deine Aussage ist nachweisbar falsch. Kannst Du reichlich in den Urteilen hoher Gerichte nachlesen, in den Archiven zahlreicher Medien und Beispiele habe ich auch genannt, die allen Menschen in diesem Staat zumindest grob bekannt sein dürften. 

Nun magst Du wieder Deine inhaltslose Populismen drunter schreiben. Sie werden auch durch Wiederholung nicht wahr. 

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AalFred2 11.08.2017, 08:49
@teafferman

Ich habe dir das eigentlich nicht wirklich komplexe GG mit den relevanten Stellen zitiert. Wenn das jetzt noch zu hoch für dich ist, ist das für dich bedauerlich, aber nicht wirklich mein Problem.

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Zuerst mal solltest du erläutern, was für dich unnötiger Rotz ist und warum? Desweiteren sind die Hauptgründe für die sinkende Rentenhöhe das sich ändernde Verhältnis zwischen Rentnern und Beitragszahlern sowie die Erwerbsbiographien der derzeitigen und kommenden Rentner. Eine Grundsicherung erhält jedoch jeder. Das ist beileibe nicht viel, aber auch keine wirkliche Armut.

weil es politisch von CDU/CSU, SPD, FDP und Grünen gewollt war. Ziel war, einerseits, den Versicherungskonzernen mit Riester-/Rühruprente ein großes Stück aus dem Versicherungskuchen abzugeben, und zum anderen solten die Konzerne/Arbeitgeber entlastet werden und damit ein Beitrag zur allgemeinen Lohnsenkung im Rahmen der Agenda 2010 geschaffen werden. Letzteres Ziel diente dazu, die Marktanteile auf dem Binnenmarkt des Euro auf Kosten der Nachbarländer zu erhöhen.

AalFred2 08.08.2017, 08:18

Im Rahmen der Agenda 2010 sind die Rentenversicherungsbeiträge nicht gesunken.

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MarkusJaja 08.08.2017, 22:04
@AalFred2

Ich schrieb ja, dass dies im Rahmen der allgemeinen Lohnsenkungspolitik unter der Agenda 2010 geschah, also als weiterer Baustein passend zu der Agenda sozusagen.

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AalFred2 09.08.2017, 08:16
@MarkusJaja

Woher soll denn die Entlastung der Konzerne/Arbeitgeber im Rahmen der allgemeinen Lohnsenkungspolititk kommen, wenn die Beiträge gar nicht sinken?

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MarkusJaja 10.08.2017, 01:43
@AalFred2

Agenda 2010 hat "den größten Niedriglohnsektor Europas" (Zitat Ex-Kanzler Schröder) eingeführt, die Arbeitslosenversicherung II durch Hartz4 (mit Arbeitszwang) ersetzt und Teile der Rente privatisiert. Zeitgleich wurden Gewerkschaften massiv geschwächt und Flächentarifverträge weitgehend obsolet und die Parität in der Krankenversicherung abgeschafft. Die Rentenbeiträge wurden zudem eingefroren.
Es ist kein Zufall dass genau in der Zeit die Exportwirtschaft von dem Dumping profitierte und die anderen Länder der Euro-Zone bei den Lohnstückkosten unterbieten konnte (dazu kamen noch massive Steuererleichterungen für Konzerne bei gleichzeitigen Erhöhungen der Massensteuern für kleine Leute). Dieses parasitäre Verhalten der BRD konnten die Nachbarn nur durch Nachahmung des Dumpings nachkommen wenn sie keinen austritt aus der Eurozone riskieren wollten...eher konnten.

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AalFred2 10.08.2017, 07:49
@MarkusJaja

Ich kann das Zitat nicht finden. Kannst du das mal verlinken?

Es gab nie eine Arbeitslosenversicherung. Was im Zuge der Agende passiert ist, ist die sinnvolle Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe gewesen.

Es wurden nicht Teile der Rente privatisiert, sondern eine staatliche Unterstützung privater Rentenversicherungen zusätzlich eingeführt.

Wie bitte soll denn die Agenda 2010 die Gewerkschaften geschwächt haben und die Flächentarifverträge haben obsolet werden lassen? Das ist doch Unsinn.

Die paritätische Finanzierung der Krankenversicherung wurde nicht im Zuge der Agenda 2010 sondern später von CDU, CSU und FDP abgeschafft.

Es wurden im Zuge der Agenda keine Rentenbeiträge eingefroren.

Im Großen und Ganzen ist nichts von dem, was du oben so anführst auch nur halbwegs richtig. Den Zusammenhang zwischen der Entlastung der Arbeitgeber und der sinkenden Rentenhöhe heutzutage aufgrund der Agenda 2010 konntest du immer noch nicht erläutern.

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MarkusJaja 10.08.2017, 22:38
@AalFred2

Ich kann das Zitat nicht finden. Kannst du das mal verlinken?

aber sicher:
http://www.gewerkschaft-von-unten.de/Rede_Davos.pdf
Seite 4 unter Drittens

Es gab nie eine Arbeitslosenversicherung. Was im Zuge der Agende passiert ist, ist die sinnvolle Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe gewesen.

...vielleicht hab ich mich undeutlich ausgedrückt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitslosenhilfe

"Als Arbeitslosenhilfe wurde in der Bundesrepublik Deutschland von 1956 bis 2004 eine bedürftigkeitsgeprüfte Sozialleistung für Arbeitssuchende bezeichnet. Die Leistung wurde (...) im Anschluss an das Arbeitslosengeld ausgezahlt und galt als Versicherungsleistung."

Erwähnenswert ist jedenfalls, dass du auslässt, dass die "sinnvolle Zusammenlegung" auf Niveau der Sozialhilfe geschah und  - obwohl Grundsicherungsleistung - nun an Bedingungen geknüpft wurde, die das grundgesetzlich garantierte Existenzminimum unterschreiten können.

Es wurden nicht Teile der Rente privatisiert, sondern eine staatliche
Unterstützung privater Rentenversicherungen zusätzlich eingeführt.

...das kommt also nicht aufs selbe raus? Gelder der Versicherten werden pauschal abgezogen/aus dem System genommen und der Staat subventioniert nun mit diesen Geldern private Versicherungskonzerne, die mit "Produkten" wie Riester-Rente diese Subvention praktisch komplett einstreichen. Die "Kunden" solcher Produkte können froh sein, wenn sie am Ende ihre zusätzlichen Einzahlungen wieder herausbekommen. Das bestätigen inzwischen sogar die seriösen Tester weitgehend einhellig.

Wie bitte soll denn die Agenda 2010 die Gewerkschaften geschwächt haben und die Flächentarifverträge haben obsolet werden lassen? Das ist doch Unsinn.

Ist es das? Wenn mehr als ein Fünftel der Bevölkerung heute im Niedriglohnsektor arbeitet (ohne dass es einen merklichen Anstieg des Gesamtarbeitsvolumens gab), dann werden damit die bestehenden Tarifsysteme nicht ausgehöhlt? Ist es ein Zufall, das in den letzten ca. 15 Jahren die Tarifbindung so dramatisch zurükgegangen ist? Das kommt selbst die bürgerlich-liberale Presse nicht drum herum:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/studie-nur-noch-jeder-zweite-beschaeftigte-arbeitet-mit-tarifvertrag-a-687422.html

Schröder und die Konsorten von CDU/FDP drohten sogar massiv in der Zeit, als die Agenda 2010 entstand:

https://www.boeckler.de/wsi-tarifarchiv_2361.htm

Im Großen und Ganzen ist nichts von dem, was du oben so anführst auch nur halbwegs richtig. Den Zusammenhang zwischen der Entlastung der Arbeitgeber und der sinkenden Rentenhöhe heutzutage aufgrund der Agenda 2010 konntest du immer noch nicht erläutern.

natürlich kann man die Augen zu machen, sich selbst immer wieder suggerieren, "es geht uns gut", den Rest ausblenden und sich irgendwann nur wundern.

Um der Ergänzung willen:

Bürgerliche Presse - wieder von 2003:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/rentenreform-bundestag-beschliesst-rentenkuerzungen-1133469.html

Damals schon wurde die "Beitragsstabilität" anstatt dem Rentenniveau zur Lebensstandardsicherung zum Mantra erhoben, um Arbeitsgeber zu entlasten und höhere Beiträge zu verhindern.

Dazu kamen diverse Kürzungsfaktoren und das kontinuierliche Absenken des Rentenniveaus, das noch weitergehen sol nach jetzigem gesetzlichen Stand.

Darunter 2004 das "Nachhaltigkeitsgesetz"

https://de.wikipedia.org/wiki/RV-Nachhaltigkeitsgesetz

Über die Folgen des Niedriglohnsektors für die Einzahlungen zur Rentenversicherung; der komplette Stopp von Beitragszahlungen bei Hartz4 zur Rentenversicherung (im Gegensatz zur alten Sozialhilfe) könnte man auch noch einiges sagen...

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AalFred2 11.08.2017, 08:58
@MarkusJaja

aber sicher:

Da redet er nicht von größten sondern von besten. Das ist ein himmelweiter Unterschied. War das Nachlässigkeit oder Absicht von dir?

Erwähnenswert ist jedenfalls, dass du auslässt, dass die "sinnvolle Zusammenlegung" auf Niveau der Sozialhilfe geschah und  - obwohl Grundsicherungsleistung - nun an Bedingungen geknüpft wurde, die das grundgesetzlich garantierte Existenzminimum unterschreiten können.

Auf welchem Niveau denn wohl sonst?

...das kommt also nicht aufs selbe raus? Gelder der Versicherten werden pauschal abgezogen/aus dem System genommen

Nein, tut es nicht. Wo werden denn Gelder aus dem gesetzlichen Rentenversicherungssystem genommen?

Ist es das?

Ja, auch als Beschäftigter im Niedriglohnsektor kann man Gewerkschaftsmitglied werden und Tarifverträge erzwingen. In vielen dieser Sektoren gibt es solche.

Du benennst ja durchaus eine Menge Gründe für das Absinken des Renteniveaus korrekt, nur der Kram mit der Entlastung der Konzerne durch sinkende Beiträge ist und bleibt Käse.

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MarkusJaja 13.08.2017, 23:35
@AalFred2

Da redet er nicht von größten sondern von besten. Das ist ein
himmelweiter Unterschied. War das Nachlässigkeit oder Absicht von dir?

Das kann man als Nachlässigkeit betrachten, zumal ich nicht auf Anhieb jedes Zitat auswendig im Kopf habe. Im Kontext meiner Argumentation ist der Unterschied allerdings nicht allzu himmelweit.

Auf welchem Niveau denn wohl sonst?

..Z.B. auf dem Niveau der alten Arbeitslosenhilfe oder zumindest auf dem von der Hartz-Komission vorgeschlagenen 511 € (bezogen auf 2005).

Nein, tut es nicht. Wo werden denn Gelder aus dem gesetzlichen Rentenversicherungssystem genommen?

der pauschal abgezogene Rentenbeitrag von 4 %, der direkt die privaten Riesterrente fliesst, unabhängig davon ob man dieses Produkt nutzt oder nicht. Mehr dazu sagt z.B. der ehem. Arbeitsminister Blüm (CDU)

http://www.dasinvestment.com/norbert-bluem-der-riester-rentenbeitrag-muss-in-die-gesetzliche-rentenversicherung-zurueckgefuehrt/

Ja, auch als Beschäftigter im Niedriglohnsektor kann man
Gewerkschaftsmitglied werden und Tarifverträge erzwingen. In vielen dieser Sektoren gibt es solche.

...das mag rein formell zutreffen, in der Praxis ist das leider anders. Tarifverträge können durch Werksverträge oder Leihabreit leicht ausgehebelt werden. Gerade im Dienstleistungssektor, in dem der Niedriglohnsektor boomt, ist es zudem strukturell schwierig, da heuern und feuern alltäglichz ist, und selbst die Bildung von Betriebsräten von vielen solcher Firmen aktiv bekämpft wird.

Du benennst ja durchaus eine Menge Gründe für das Absinken des Renteniveaus korrekt, nur der Kram mit der Entlastung der Konzerne durch sinkende Beiträge ist und bleibt Käse.

...inwiefern ist es Käse, wenn durch einen politisch gewollten Paradigmenwechsel (Beitragsstabilität vs. Lebvensstandardsicherung) die Rentenversicherungsbeiträge, die eigentlich gestiegen sein müssten, per Obergrenze eingefroren werden und dafür die Renten gekürzt werden, Lebensarbeitszeit verlängert, etc.? Ist das dann keine Senkung der Lohnkosten und damit eine Entlastung der Arbeitgeberseite?

Dazu kommen noch Instrumente wie die "betrieblichge Altersvorsorge", bei der bestehende Lohnbestandteile in eine solche umgewandelt werden und die Arbeitsgeberseite dafür noch subventioniert wird:

http://www.focus.de/finanzen/altersvorsorge/rente/betriebliche-altersvorsorge-zuschuesse-und-steuervorteile-chef-und-staat-helfen-bei-der-rente-mit_id_6777532.html

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AalFred2 14.08.2017, 08:47
@MarkusJaja

Natürlich besteht in jeder Hinsicht ein Unterschied zwischen dem größten und dem besten.

Die alte Arbeitslosenhilfe berechnete sich aus dem letzten Nettolohn, was zuem einen für jemanden, der nie gearbeitet hat, nicht funktioniert, und zum anderen auch damals schon super unfair war. Wer hätte denn die 511€ finanziert?

Die 4%, von denen Blüm spricht, kommen nicht aus Rentenbeiträgen sondern aus Steuermitteln.

Das Verhalten bestimmter AG in bestimmten Bereichen steht aber nicht im Zusammenhang mit der Agenda 2010.

Es gibt keine Obergrneze bei den Rentebeiträgen. Zudem sprichst du eben oben von einem Zusammenhang mit der Agenda 2010. Dieser existiert aber eben nicht.

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Auch diese Rentner sind durch unser Sozialsystem nach unten abgesichert. Wenn du der Sache auf den Grund gehen willst, musst du mit den Leuten reden. Das sind sehr oft Leute, die in ihrem Erwerbsleben gut gelebt haben, aber eben nicht den Blick fürs Alter hatten. Ich hab schon viele Leute kennengelernt, denen die reguläre Arbeit egal ist, die aber viel Arbeit mit Schwarzarbeit etc. scheffeln, ein dickes Auto fahren, immer schön in den Urlaub fliegen - aber für die Rente nichts sparen.

Unser System ist verbesserungswürdig, insbesondere wäre eine Teilnahme von Beamten und Freiberuflern wünschenwert. Aber es ist auch nicht das Schlechteste.

MarkusJaja 08.08.2017, 22:13

"Nach unten abgesichert" würde ich nicht wirklich so nennen. Lebenswert ist das Sozialhilfeniveau auf Dauer nicht.
Unser Rentensystem war schon sehr viel besser, es hat sogar 2 Weltkriege überstanden und selbst danach sind die Renten sogar deutlich gestiegen. Die Menschen waren an den Produktivitätsfortschritten beteiligt. Heute ist das alles nicht mehr der Fall. Das es anders geht zeigt z.B. Österreich. Dort liegt die Durchschnittrente um 800 € höher im Monat als in der BRD

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napoloni 08.08.2017, 22:46
@MarkusJaja

Weil dort auch Freiberufler einzahlen. Das ist einer der Punkte, die ich gerne verbessert sehen würde. Bei uns zahlen die normalen Arbeiter die Rente der Arbeitslosen. Freiberufler und Beamte beteiligen sich an diesen Kosten nicht.

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turnmami 09.08.2017, 21:47
@napoloni

Welche Rente bekommen denn die Arbeitslosen?? DAS würde mich ja mal interessieren!!

Arbeitslosigkeit wird über die Aloversicherung abgesichert. Warum soll ein Beamter hier einzahlen, wenn er nicht arbeitslos werden kann? Du zahlst doch auch keine KfZ Steuer, wenn du kein Auto hast.

Welche Freiberufler möchtest du in die RV zwingen? Diejenigen, die kaum überleben und mit einer Zwangsabgabe in die RV ruiniert sind? Erwartest du, dass diese das Rentenniveau anheben?

Dann die Beamten...mehr Einzahler, aber auch mehr Leistungsempfänger. Dazu muss man das Gehalt der Beamten dann um die Pensionsrückstellung anheben, der Staat muss jeden Monat die Sozialabgaben zahlen. Glaubst du, das hebt die Rentenhöhe der Beitragszahler??

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napoloni 09.08.2017, 23:48
@turnmami

Die Schweiz und Österreich machen es vor.

Ja, ich finde JEDER sollte sich im Rahmen seiner Möglichkeiten am Gemeinwohl beteiligen. Es kann nicht sein, dass alles von den wenigen Arbeitern getragen werden muss. Aus dem, was Arbeitnehmer einzahlen werden auch Leute finanziert, die nie etwas eingezahlt haben, quasi auch nie Arbeitnehmer gewesen sind. Warum beteiligen sich daran nicht auch Unternehmer, Freiberufler, Beamte?

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Du musst aber jeden Fall individuell betrachten.

Manch einer müsste im Rentenalter nicht arm leben, wenn er früher nicht jeden zweiten Tag in die Kneipe gegangen wäre, zwei- bis dreimal im Jahr in den Urlaub gefahren und ständig Konsumkredite aufgenommen und über seine Verhältnisse gelebt hätte.

Andere haben halt ihr Geld nicht in die Kneipe getragen, sind nur einmal oder alle zwei Jahre einmal in den Urlaub gefahren, haben sich nicht alle drei Jahre ein neues Auto, sondern nur alle 6 - 7 Jahre einen Gebrauchtwagen gekauft und Rücklagen gebildet.

Nun haben sie im Alter eine bezahlte Immobilie, die sie halt nur noch monatlich die Umlagen kostet. Darüberhinaus verfügen sie nun über Rücklagen und können sich die eine oder andere Reise leisten, sich einen Besuch im Theater oder im Restaurant gönnen.

Dann gibt es noch die, die an jeder Ecke Kinder gezeugt und ständig nur Unterhalt gezahlt haben und somit nichts sparen konnten.

MarkusJaja 08.08.2017, 22:09

Was ist das denn für eine absurde Aussage? Die Rente hat nichts damit zu tun, ob jemand in die Kneipe geht oder nicht. Sie wird jährlich immer weiter gekürzt und wird in wenigen Jahrzehnten nach heutigem Stand für die Hälfte der Bezieher nurnoch zur Grundsicherung auf Sozialhilfeniveau reichen. Sie ist damit in ihrer Funktion zur Absicherung im Alter zerstört worden.

Es hat auch leider nicht jeder eine Immobilie oder ein Auto oder fährt überhaupt jemals in einen Urlaub. Offenbar gehörst du zu den Glücklichen, die zum einen solche Probleme nicht kennen und zum anderen nicht mal Leute kennen denen es entsprechend beschissen geht um sich das überhaupt vorstellen zu können.

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Knastduscher 08.08.2017, 22:53
@MarkusJaja

Dass die Rente sich nicht danach richtet, wie oft jemand in die Kneipe geht, ist mir auch klar. Aber es macht einen Unterschied, ob du jede Woche 40,00 €, sprich 160,00 € im Monat, also rund 2.000,00 € pro Jahr versäufst oder sparst. Wenn du nur 25 Jahre lang jedes Jahr 2 000,00 € pro Jahr sparst, sind das im Alter, ohne Zinsen usw. 50 000,00 €. Wenn jemand das Geld damals noch entsprechend angelegt hat, hat er vielleicht daraus 65 000,00 € gemacht.

Wenn nun die Rente nicht ganz so üppig ist, könnte man 200,00 € jeden Monat von den 65 000,00 € dazugeben, um etwas besser zu leben. Sofern ich richtig rechne, würden die 65 000,00 € demnach 27 Jahre reichen.

Der, halt nur mit 2 500,00 € Ersparnissen in Rente geht, kommt eben nicht so weit. Wenn dann einer noch eine bezahlte Wohnung hat, könnte ein Rentner mit 800,00 € Rente + 200,00 € aus Ersparnissen recht gut leben.

Das habe ich damit gemeint.

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MarkusJaja 13.08.2017, 23:40
@Knastduscher

die meisten Menschen haben aber nicht genug Geld um groß etwas anzusparen und damit meine ich nicht, dass sie irgendwas versaufen

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Knastduscher 14.08.2017, 00:14
@MarkusJaja

Ich möchte das bitte nicht pauschalisiert verstanden wissen!

Aber, Tatsache ist auch, dass es die von mir genannten 'Lebensläufe' gibt.

Es muss ja nicht der unnötige Alkoholkonsum sein. Es können ja auch die zu häufig über Kredit finanzierten Urlaube sein, die eigentlich nicht notwendigen NEUwagen, weil es ein Gebrauchtwagen auch getan hätte usw.

Selbst wenn jemand für 120,00 € im Monat Zigaretten raucht, sind dies pro Jahr immerhin 1 440,00 € pro Jahr, in 10 Jahren sind das dann halt 14 400,00 € und nach 30 Jahren eben die beachtliche Summe von 43 200,00 €!

Wenn jemand nur 1 600,00 € netto verdient, ist es doch zu überlegen, ob die 120,00 € für Zigaretten im gesunden Verhältnis stehen? Selbst eine Reduzierung um 50 % könnten für das Rentenalter zumindest um die 20 000,00 € bringen.

Selbst wenn diese/s Beispiel/e nur auf 200 000 Rentner zutrifft, sind es immerhin 200 000 Menschen, die im Rentenalter besser leben könnten.

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du sprichst 2 komponenten an

1.

schau mal die beitragshöhe in % vom einkommen heute 75 oder 80 jähriger an ... die zahlten in der regel etwa 5 - 8% ihres lohnes und bekommen heute -selbst wenn ihre pension HEUTE niedrig erscheint- immer noch mehr als ihnen auf grund ihrer beiträge zusteht ... von zeiträumen in denen sie keine beiträge bezahlten, die aber dennoch 'angerechnet' werden ganz zu schweigen!

2.

Parallel dazu geht Geld des Steuerzahlers für unnötigen Rotz flöten.

das hat nichts mit der höhe der pensionen zu tun sondern betrifft die aktuellen zahler!
 

PatrickLassan 08.08.2017, 06:29

Man sollte den Unterschied zwischen Rente und Pension kennen.^^

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napoloni 08.08.2017, 07:51
@PatrickLassan

Wo ist denn der Unterschied? Ich weiß nur, dass ich wenige Pensionäre Flaschen sammeln sehe. Haben die Beschäftigungsverbot?

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kleinkirmit 08.08.2017, 16:45
@PatrickLassan

und ieder ein mal öfter the paid shill mit einem sehr geistreichen beitrag ... ;-)

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Hallo.

Das kann nicht sein, das kann ich sogar bestätigen. Das ist wahr.

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