Wie kann es sein, dass ich kein Bafög bekomme?

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8 Antworten

Hilfen zum Betrügen wüsste ich in deinem Fall nicht und würde ich selbst wenn, auch nicht rausgeben. Mir würde nur der Aktualisierungsantrag einfallen, falls das Einkommen deiner Eltern jetzt deutliche niedriger als vor zwei Jahren, die man ja für den Bafög Antrag angeben musste. 

Evtl solltest du dich einmal mit deinen Eltern an einen Tisch setzen und deine Probleme darlegen. Einfach auf den Staat schimpfen bringt dich 1. nicht weiter und 2. liegen die Probleme eher bei deinen Eltern. Eventuell findet sich dann eine Lösung und unterstützen dich dann mehr/es ergibt sich eine Möglichkeit wie du zu 50€ mehr im Monat kommst. Alternativ können deine Eltern noch einen weiteren Job annehmen etc. Ansonsten bleibt dir nur übrig deine Ausgaben noch weiter zu senken. Es gibt in fast jeder Stadt Verteiler mit Lebensmitteln, Leitungswasser ist günstiger als Flaschenwasser, Fleischkonsum vermeiden(da teurer). Es gibt viele Möglichkeiten für günstige Gerichte im Internet.

Die Sache ist, dass Deine Eltern verhältnismäßig viel Geld besitzen/verdienen (wer hat denn z.B. schon ein eigenes Haus?). Dein Problem ist, dass sie das Geld in ein Haus und in alte Schulden und nicht in Dich investieren.

Normalerweise hast Du als Student/in einen Anspruch von ca. 735€ Unterhalt monatlich im Erststudium. Ob Deine Eltern Dir das Geld zukommen lassen oder es für andere Dinge (wie ein Hause) ausgeben, interessiert den Staat selbstverständlich wenig, wenn es um die Aufstockung geht.

Andere Familien können ja auch nicht sagen: "Wir kaufen uns lieber mal wieder ein neues Auto und lassen unser Kind dann vom Staat unterstützen."

Wenn Du Deinen Ärger irgendwohin richten willst, dann tu das in Richtung Deiner Eltern. Sie sollten Dich wesentlich besser unterstützen und Du hättest darauf sogar rechtlichen Anspruch.

Mir ist nicht ganz klar wie dir deine Eltern nur 130€ bereitstellen können wenn sie beide eine Arbeit haben. Selbst mit Schulden ist das einfach nicht nachvollziehbar. Du solltest denen deine Situation  etwas klarer machen. 50€ mehr würden ja wie du selbst sagst einen riesen Unterschied machen.

Außerdem solltest du den unglaublichen Luxus nicht vergessen, dass deine Eltern ein eigenes Haus besitzen. Dann sollen die es doch verkaufen! Diese Schulden kommen nicht von irgendwo.

für die Bafög Berechnung zählt halt nur das Einkommen der Eltern , das sie Schulden zurückzahlen müssen ist ihr privates Problem , da kann der Staat nix für .... aber wenn dir 50 Euro mehr schon reichen würden dann sollte das doch machbar sein von deinen Eltern .......... sie können ja versuchen mit den Gläubigern kleinere Raten zu vereinbaren , zumindest solange dein Studium dauert , damit sie dich mehr unterstützen können ..........

Es ist weiß Gott kein großes oder gutes Haus und es ist eben jenes in dem ich aufgewachsen bin und wir mit der gesamten Familie, auch der Oma, drin gelebt haben. Verkaufen geht nicht so einfach 1. wegen dem emotionalen Wert und 2. glaube ich auch kaum dass viele Leute Interesse daran hätten. Verklagen werde ich meine Eltern ganz sicher nicht, weil es auch nicht so ist, dass sie mich nicht unterstützen möchten, sondern sie haben faktisch nicht genug das dafür nötig wäre. Ich kenne abgesehen davon genug Kommilitonen, deren Eltern noch mehr verdienen und die ihren Kindern nur das Kindergeld oder noch weniger zahlen. 

Aber wie dem auch sei, das Schulden nicht berücksichtigt werden können macht zu gewissen Teilen Sinn, weil sie ja selbstverschuldet sind. Allerdings nicht von mir! Ich bin nicht verantwortlich dafür, aber trotzdem bin ich die Leidtragende dessen. Das finde ich nicht richtig. Ich kann ja auch kein elternunabhängiges BAföG beziehen, da ich mich nicht ab 13 selbst unterhalten habe, ihr Aufenthaltsort nicht unbekannt ist und sie nicht im Ausland im Gefängnis sitzen... 

Abgesehen davon ärgere ich mich darüber, dass so viele Leute so offensichtlich betrügen und niemanden interessiert es und ich sage die Wahrheit und werde nicht unterstützt,  obwohl ich ein ernsthaftes Problem habe. Ich sehe das Verhältnis nicht. Wie kann es sein, dass eine Kommilitonin angeben kann sie sei für die Uni umgezogen in eine Wohnung, was nur ein Scheinmietvertrag mit Bekannten ist (Sie zahlt 0€ Miete) und dadurch obwohl beide Eltern erwerbstätig sind 450€ BAföG bekommt. Weshalb prüft der Staat nicht wo denn zB die Wohnungen liegen, also ob es tatsächlich notwendig war auszusiehen. Ihre angebliche Wohnung liegt nämlich 10km weiter weg von der Uni als die der Eltern. Ich wäre liebendgerne nicht in diese teure Stadt umgezogen, aber leider gibt es die Studiengangs-Kombi die ich studiere in ganz D nur hier so und es ist 350km von meinem Heimatort entfernt. Wie kann es sein, dass ich einen Bekannten habe dessen Vater Notar ist und Mutter Grundschullehrerin und die ein Haus geerbt haben, der immer noch 70€ BAföG bekommt? Ich kenne abgesehen davon noch 3 weitere Leute deren Einkommen weit höher ist als das unsere und die trotzdem gefördert werden. Das verstehe ich nicht. Ich verstehe die Relation nicht. 

Nordstromboni 16.01.2017, 21:11

Warum zeigst du die Person nicht an die schwindelt?

Du hast ja so eine schwere Bürde auferlegt bekommen. Sei froh das du studieren darfst! Es gibt genug Jugendlich die eine Ausbildung anfangen haben müssen weil die Eltern 0 Geld haben.

Deine Eltern werden schon genug Kohle verdienen das du kein Bäfog bekommst.

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diddl 25.01.2017, 23:30
@Nordstromboni

Ihr Einkommen wird aber verpfändet. Ja, einer dieser Jugendlichen bin ich sonst bald auch. Weshalb seid ihr so persönlich angreifend? Ich hätte mich über konstruktive Antworten gefreut. Aber es hat sich mittlerweile erledigt, da ich auf andere Weise Alternativen gefunden habe (Antrag auf Erhöhung der Freibeträge aufgrund der Verpfändung, Wohngeld...). Hier das war leider nicht sehr hilfreich. :/

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Wie kann es sein, dass der Staat Schulden und dass wir noch ein Haus abzuzahlen haben überhaupt nicht anrechnet?

Ja, wie kann das nicht sein? Eure Schulden sind doch nicht das Problem der Allgemeinheit.

Das würde die Leute bestrafen, die keine Schulden machen, in einer Wohnung wohnen bleiben und das Geld lieber in die Ausbildung ihrer Kinder stecken. Dann müssen deine Eltern halt umziehen in was Billigeres, wenn ihr euch nicht alles leisten könnt.

Nach dem BAföG werden die jungen Leute unterstützt, deren Eltern nicht genug Einkommen erzielen, um ihre Kinder während des Studiums zu unterstützen, ohne dadurch ihren eigenen Lebensunterhalt zu gefährden, die also sonst weniger als ihren eigenen "Selbstbehalt" zur Verfügung hätten....

Der Selbstbehalt gegenüber studierenden Kinder ist bereits weitaus höher angesetzt als gegenüber minderjährigen Kindern oder volljährigen Schülern....

Wenn dein BAföG-Bescheid negativ ausgefallen ist, dann sind deine Eltern also theoretisch in der Lage, dir unter die Arme zu greifen.... - und dazu auch verpflichtet, sobald du den dir zustehenden Unterhalt von ihnen einforderst (ggf. auch einklagst)....

Dass deine Eltern ein Haus abzahlen und ggf. auch noch weitere finanzielle Verpflichtungen abzutragen haben, muss dabei nicht berücksichtigt werden.

BAföG-Leistungen - die ja zur Hälfte nicht zurückgezahlt werden müssen - sollen z. B. jenen "Kindern" zugute kommen, deren Eltern sich kein Haus leisten können......

Sollten die derzeitigen Einkommen der Eltern wesentlich geringer ausfallen als die im Antrag angegebenen, könntest du das dem BAföG-Amt mitteilen....

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