Wie kann es sein, dass einige genau wissen, wie ihr Leben aussehen soll und andere (so wie ich) keinen Plan haben?

...komplette Frage anzeigen

17 Antworten

Ich war früher auch in einer ähnlichen Situation. Ich habe zwar früh schon neben der Schule gearbeitet und mir meine Jugendwünsche zu erfüllen und um mir ein Auto zu kaufen, aber bis kurz vor dem Abi wusste ich noch nicht genau was ich für ein Beruf ergreifen soll.

Mein  Traumberuf war immer Pilot aber durch eine Knochenzyste im Jugendalter und durch die Verschlechterung meiner Augen, war dieser Beruf für mich nicht möglich.

An mein Ziel bin ich gekommen, in dem ich erstmal etwas vollkommen falsches Studiert habe. Ich habe zuerst Geographie und Geschichte Studiert und habe schon früh gemerkt das ich mich da in einer Sackgasse befinde. Aber während ich das Falsche studiert habe, habe ich gemerkt was ich eigentlich wirklich machen will.

Ich habe den Studiengang gewechselt, bin neben dem Studieren greist, habe ein Auslandjahr gemacht und habe nach dem Studieren einen Beruf ergriffen der zu mir passt. Ich habe sehr schnell gemerkt das es der richtige Studiengang war, weil ich deutlich effektiver und motivierter gelernt habe und mir vieles leichter gefallen ist. Während ich noch studiert habe, habe ich die Frau kennen gelernt die ich hoffentlich bald heirate. Heute bin ich mit meinem Leben sehr zufrieden und ich hoffe das du das auch irgendwann sein kannst.

Ich kann dir nur mit auf den Weg geben, das du keine Angst vor Fehler haben sollst! Mache Fehler, diese sind Menschlich. Kein erfolgreicher Mensch hat keine Fehler gemacht.

sarah3452 03.07.2017, 06:58

Sehr schöne Geschichte! :-)

0

Ich hatte auch null Ahnung und bin im Ausland rumgereist und habe am Ende im Ausland Kunst und Englisch studiert, weil man dafuer keine Sprachkenntnisse brauchte (ausser Englisch halt).

Ueber Umwege bin ich zu meinem Beruf gekommen (Web- und Grafikdesignerin), was nicht besonders viel mit meinem Studium zu tun hat (obwohl das super interessant war!), und ich bin froh ueber diese Umwege.

Wenn du das gefuehl hast, festzustecken, dann sorg doch fuer Abwechslung, neue Einfdruecke, irgendwann findet sich dann bestimmt was.

Menschen, die wissen, was sie werden wollen, haben in der Regel Interessen oder konkrete Ziele.

Die Interessen können entweder mit monetären Vorstellungen vereinbar sein oder es lassen sich taugliche Alternativen finden oder man hat einfach den Mut (oder Leichtsinn), es trotzdem zu versuchen.

Wer zwar keine Interessen, aber Ziele hat, kann sich überlegen, auf welchem Weg sich diese Ziele am besten umsetzen lassen, dann ist der Beruf eben das Mittel zum Zweck und keine Berufung.

Im Übrigen solltest du dir nicht allzu falsche Vorstellung von der Spannung im beruflichen Alltag machen. Nach ein paar Jahren Arbeitsalltag wird so gut wie jeder Beruf, der am Anfang noch so spannend wirkt, mehr oder weniger Routine.

Ich hatte Interessen, habe versucht, die zukunftssicherere Variante zu wählen, habe gemerkt, dass ich dabei vor Langeweile eingehen würde und habe zu meinem Hauptinteressensgebiet gewechselt, obwohl ich wusste, dass die Perspektiven mau sind. Dass ich trotzdem nie einen Tag arbeitslos war, ist wohl einer Mischung aus Zufällen, Engagement und Flexibilität zu verdanken. In meinem Fach liegen mir die Arbeitsweisen, die Inhalte interessieren mich, die äußeren Umstände jedoch sind massiv verbesserungsbedürftig. Nachdem ich jedoch nach wie vor keine realistischen Alternativen sehe, was ich lieber tun würde... ;)

Insofern: Überleg dir, was du kannst und was dich interessiert. Überleg dir, ob das einigermaßen realistische Perspektiven bietet, sonst schau dich nach Alternativen um. Mach ein paar Berufs- und Studienfinder-Tests, die können dir zumindest eine grobe Richtung aufzeigen. Mach Praktika.

Beruhige Dich: Ich hatte auch keinen Plan! Ich hab nicht mal Kinder geplant! Bei mir hat sich alles einfach ergeben! Die Schule war beendet, die nächste ging weiter - kein Plan von Beruf! Durch die Schule habe ich meinen Beruf bekommen. Aber gearbeitet hatte ich dann nach der Ausbildung ganze 3 Jahren - DANN kamen die Kinder. Das war auch gut so. Hat sich aber einfach ergeben! Ich hab nie wieder wirklich in meinem Beruf gearbeitet. Geht auch. Ich lebe noch. Ich empfinde mich als erfolgreich, obwohl ich die Gemeinde hier aufschreien höre. Nungut: Erfolgt ist immer das, was man selbst fühlt, nicht wahr?

Mein Rat: Bewege die Vorschläge aller Deiner Berater in Deinem Herzen und geh EINEN Weg. Egal, welchen. So lange Du einen Weg gehst, machst Du was. Ob Du erfolgreich bist, kannst nur Du selbst entscheiden ;-.)

Ich befinde mich in einer relativ ähnlichen Situation und ich glaub ich kann ganz gut nachempfinden wie du dich fühlst. 

Du bist nicht erbärmlich! Auf dir lastet ein Wahnsinnsdruck, wahrshceinlich am stärksten von dir selber ausgehend. Gerade weil du dich immer fragst was du machen sollst. 

Ich komme nur sehr langsam voran in meiner Entscheidung, aber was geholfen hat war das ich versucht habe den Druck zu rationalisieren. Quasi zu verstehen wo er her kommt und versuchen mich davon nicht beeinflussen zu lassen. 

Tief durchatmen. Du hast die Zeit und bist kein schlechter oder dummer Mensch weil du noch nicht weißt was du willst. Und versuch dir klar zu machen, das du dieses Jahr jetzt sowieso Zeit hast. Daran kannst du nichts ändern.  ABer das ist auch gut! Du hast Ruhe.

Verbringst du Zeit im Internet? Wo treibst du dich rum? Liest du bestimmte Sachen? Was liest? Warum interessiert es dich? Interessiert dich ein Teil davon mehr?  

Guckst du gerne eine Bestimmte Art von Film? Oder Youtube videos zu einem Thema? Bücher? 

Fang am Anfang an und studier. Dann hake alles der Reihe nach ab. So macht man das gewöhnlich.

Nun so kenn ich das.

Ist ne schwierige Sache, allerdings glaube ich mittlerweile das wofür man sich entscheidet nicht sooo wichtig ist.

Einfach was Anfangen und mal ein Jahr durchziehen und schauen ob es einem Gefällt. 

Das Leben ist noch sehr lang und man kann es sich erlauben ein paar Jahre länger zu suchen..

Viel Erfolg!!

Hast du auch mal über ein Ausschlußverfahren versucht herauszufinden, was dich interessieren könnte? Ich meine sämtliche Studiengänge vor der Nase halten und dann die wegstreichen, die dich definitiv nicht interessieren. Das würde die Auswahl mindern. Dazu würde ich dann noch eine Berufsvideos anschauen, Praktika machen (wenn man die Berufe live sieht, kann sich eine bessere Meinung dazu bilden).

Manchmal muss man erst etwas anfangen, um zu realisieren was man wirklich möchte. Vielleicht klammerst du dich auch zu sehr an dem Wort Traumberuf? Arbeit kann leider nicht immer 100% spaß machen und das ideale Studium existiert deshalb auch nicht.

Ich kenn nicht die finanzielle Situation. Aber wenn der Lebensunterhalt alleine aufgebracht werden muss, sollte durch irgendeine Aktion am Monatsende etwas erarbeitet worden sein. Gefällt einem das eine oder andere nicht, kann je nach Fähigkeit die persönliche Situation verändert werden. Manchmal muss man sich zu seinem Glück zwingen und den goldenen Käfig verlassen um sich zu neutralisieren.

Das gibt keine eindeutige Erklärung dafür. Es gibt Leute, die sehen schon in jungen Jahren ihre Lebensstrasse klar vor sich, bei anderen ist es eher wie ein Orientierungslauf, sie rennen von Posten zu Posten, einfach um wieder was abhaken zu können.

Ich gehöre zu letzteren, es war mir erst mit 25 Jahren klar, was ich machen wollte. Und ich habe es nicht nach langer Suche gefunden, sondern es hat mich angesprungen.

Du wirst schon einen Weg finden.
Wichtig ist es trotzdem, dass du dir einen Tag lang Zeit nimmst um dich selbst zu analysieren: deine Stärken, Schwächen, deine Leidenschaften, deine Lebensziele

Natürlich wirst du nicht zu all diesen Fragen die perfekten Antworten finden.
Zu all den Themen zu denen du keine Antwort findest solltest du einfach mal etwas ausprobieren. Hierbei kannst du dich auch ruhig einfach mal auf deine Intuition verlassen;)

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig weiterhelfen ;)

Ich hatte etwa seit meinem 12. Lebensjahr zwei Interessensgebiete, für die ich mich begeistert habe. Eigentlich hat sich diese Freude bis zum Abi noch gefestigt. Die beiden "Hobbys" habe ich dann studiert und zu meinem Beruf gemacht.

Hast du denn wirklich gar keine Interessen, keine Hobbys, die dir einen Hinweis geben können, wo du hingehörst?

sarah3452 02.07.2017, 22:31

Doch ich habe Hobbys, aber ich glaube nicht, dass ich diese zu meinem Beruf machen könnte/will. Ich tanze sehr gerne (bereue, dass mich meine Eltern nie in einen Tanzkurs oder ins Ballet geschickt haben), lese gerne historische Romane über den 2.WK (nur um zu wissen, wie es den Leuten damals ergangen ist), bin ein kreativer Kopf (kann aber nicht schön zeichnen und Webdesign interessiert mich nicht - mache es zur Entspannung) und ich mag es wenn mir andere Leute viel von sich erzählen und mir mitteilen, wie sie denken und fühlen (sehr interessant, aber für einen Beruf zu unkreativ)

1
Gluehwurm81 02.07.2017, 23:02
@sarah3452

Da würde mir dann Geschichte wegen den Büchern einfallen oder Psychologie, weil du es magst, wenn Menschen viel von sich erzählen, wie sie sich fühlen.

1
hutten52 03.07.2017, 06:25
@sarah3452

Dann gibt es zwei Möglichkeiten: 

1. Du setzt alles entweder auf Tanz und folgst dieser Entscheidung dann mit aller Kraft.

2. Du setzt voll auf Psychologie/Sozialwesen.

Du wirst dann eine neue Seite in dir entdecken, die Willenskraft.

1
sarah3452 03.07.2017, 06:56
@hutten52

Es ist nur so, dass ich nicht jeden Tag einen direkten Kundenkontakt möchte. Das ist mir sehr unangenehm und deshalb wäre Psychologie fast auszuschließen. Außerdem rede ich nicht sehr viel bin eher ruhig und zurückhaltend; übernehme nicht gern die Beratungsrolle.

0
hutten52 03.07.2017, 07:53
@sarah3452

Dann eben Tanz.

Oder du testest dich in ganz neuen Verhältnissen und machst was Verrücktes wie ein Praktikum bei einem Bergbauern in den Schweizer Alpen, wo du eine Ziegenherde verantwortlich führst, oder in einem Behindertenheim in Frankreich (beide Beispiele von Verwandten in meiner Familie) und kommst verändert, reifer und bewusster zurück. 

1
Gluehwurm81 03.07.2017, 22:10
@hutten52

Ich weiß nich in wiefern ein Psychologe als Gutachter beraten würde. Ich glaube, er untersucht bzw spricht mit den Leuten, wertet aber nicht und dann schreibt er sein Gutachten. Das wäre dann so ein Mix.

In was für einer Form bist du denn kreativ, wenn nicht zeichnen und Webdesign? Mediengestalter Digital Printmedien? Fremdsprachen? Tanzen als Beruf stelle ich mir schwierig vor.

0

Naja ich studiere auch seit 2 Jahren und komme erst jetzt drauf was ich eigentlich wirklich gerne machen würde, jetzt ists auch schon spät zum wechseln also drück ichs durch hahaha

AriZona04 02.07.2017, 22:01

... und hast dann einen Beruf, den Du gar nicht wirlich willst ... ?? Schade. Ich hoffe, Du wirst kein Arzt werden, das könnte verheerend werden!

0
Klavier11 02.07.2017, 22:03
@AriZona04

haha nicht dass ich ihn nicht will, ich sitze eh in einem super interessanten studium, ich machs eh gerne, aber ich habe jetzt gemerkt wofür mein herz schlägt haha ich würde von der arbeit dann garnicht mehr nachhause wollen

1

Hast du denn überhaupt keine Hobbys oder Interessen, nach denen du dich richten könntest?

sarah3452 02.07.2017, 22:32

Naja, ich habe einige Hobbys, aber ich glaube für mein Alter kann ich diese nicht mehr zu meinem Beruf machen. Und zum anderem möchte ich es nicht, da ich ansonsten den Spaß darin verlieren könnte..

0

Überlege dir einfach was du willst und höre auf dein Herz.

Mein Freund und ich wissen schon seit Jahren wie es mit uns weiter geht. Und auch wenn wir uns mal nicht sicher waren sind wir diesen Schritt gegangen. Auch wenn ich Angst davor hatte. Im September geht es wieder ein Schritt weiter.

Man muss nir wissen wo man hin will. Und das wisse wir.

sarah3452 02.07.2017, 22:33

Das ist ja meine Frage. Wie wusstet ihr das? Ich versteh es nicht 

0
Melinda1996 02.07.2017, 23:39

man hat eine Idee und setzt diese um.

0

Was möchtest Du wissen?