Wie kann es sein das mich der Tod meiner Oma nur einen Tag wirklich berührt hat?

3 Antworten

Nein es geht jeder Mensch anders mit Trauer um, einige Menschen weinen und die anderen sind Recht ruhig und weinen nicht aber die kleinsten Änderungen können einen Gefühlsausbruch bewirken etc.

Es kann auch sein, dass du die Trauer schon zum Teil verarbeitet hast wenn du seit zB einigen Wochen oder gar Monaten weißt, dass deine Oma sehr bald sterben wird.

Ne, war leider sehr plötzlich habe sie ein paar Tage vorher noch gesehen, und plötzlich liegt sie im Krankenhaus und 2 Tage später stirbt sie.

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@Pauli203

Dann ist es vermutlich einfach so, dass du deine Trauer anders Verarbeitest als deine Eltern, das ist nicht schlecht und in keinster weise irgendeine Störung, wichtig ist nur, dass du die Trauer verarbeitest.

 Egal ob mit Träumen oder mit Gesprächen über das Leben deiner Oma oder auch mit Tagträumen von deiner Oma etc.

Du darfst aber den Schmerz nicht verdrängen, also eine Haltung nach der Art: "Ich spreche nicht über meine Oma weil ich dann traurig währe" halte ich für schlecht, weil du im Endeffekt eine Trauer hast, aber diese Zwanghaft unterdrückst.

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Was du oben beschreibt passiert gar nicht bei mir, ich habe innerlich schon damit abgeschlossen weil ich sie kurz vor dem Tod ja nochmal gesehen habe

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@Pauli203

Ich habe mich damit auf dieses Kommentar bezogen:

Dankeschön.. aber darüber zu sprechen halte ich für Kontra Produktiv, weil es mir ja im Moment gut geht, und ich denke dass wenn ich darüber rede auch wieder mehr darüber nachdenke was schlecht wäre

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Jeder trauert auf seine eigene Art und Weise. Die einen weinen viel, andere wiederum nicht. Es kann auch sein, dass du das momentan unterbewusst verdrängst und deswegen nicht wirklich "ausbrechen" kannst.

Wichtig ist, dass du viel darüber sprichst und dennoch versucht, den Tod deiner Oma zu verarbeiten (nicht in Form von weinen, sondern allgemein), weil diese Trauer dich sonst nach Jahren einholen kann.

Mein Beileid für dich und deine Familie.

Dankeschön.. aber darüber zu sprechen halte ich für Kontra Produktiv, weil es mir ja im Moment gut geht, und ich denke dass wenn ich darüber rede auch wieder mehr darüber nachdenke was schlecht wäre

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Ich geh auch so wie Du mit Trauer um, bin da ganz ähnlich. Ich bin schon etwas älter und aus meiner Familie sind schon einige verstorben, denen ich eigentlich sehr nahestand.

Ich besitze eigentlich sehr viel Empathie. Wie bei Dir, werde ich durchaus emotional, wenn ich noch eine lebendige Person vor mir habe - gerade, wenn es ihr schlecht geht. Aber wenn jemand stirbt, dann empfinde ich da fast gar nichts, ich möchte dann am liebsten sofort mit dem Thema abschließen und woanders weitermachen, während alle noch lange trauern. Mir selber hat das nie geschadet, ich muss mich da auch nicht mehr aussprechen, ich behalte meist nur noch die guten Erinnerungen und gut ist es.

Jeder geht wohl etwas anders damit um und man muss sich auch nicht dafür rechtfertigen. Das ist überhaupt keine Abgestumpftheit wegen Medienkonsum oder so, das ist einfach eine Verarbeitungsstrategie aus dem Unterbewusstsein.

Alles ist okay :-)

Was bringt es mir mich länger damit zu beschäftigen, es ist schade aber warum sollte ich jetzt alles einstellen und nicht schlecht und unwohl fühlen? Mir geht es ja gut.

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@Pauli203

Sehe ich ganz genauso :-) Hast Du an meiner Antwort etwas missverstanden? Ich habe doch nirgends gesagt, dass Du das tun solltest.

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es ist schade aber warum sollte ich jetzt alles einstellen und mich schlecht und unwohl fühlen*

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Nein das meinte ich nicht, ich wollte nur nochmal meinen/unseren Standpunkt damit vertreten

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