Wie kann es dazu kommen, dass Unternehmen von anderen aufgekauft werden können?

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5 Antworten

Platt gesagt: Dein Auto kann sich auch nicht dagegen wehren, dass es verkauft wird.

Ein Unternehmen gehört immer jemandem. Entweder einzelnen Personen oder einer Gruppe von Personen. Und diese Inhaber können das Unternehmen oder ihren Anteil verkaufen, wenn sie es wollen. Daran kann man sie nicht hindern, dazu kann man sie aber auch nicht zwingen. Wenn sie es nicht wollen, dann nicht. Wenn Du z.B. Inhaber einer Autowerkstatt bist und diese von einem angestellten KFZ-Meister betreiben lässt, dann kannst Du diese Werkstatt verkaufen wie Du möchtest. "Die Werkstatt" kann sich nicht dagegen wehren.

Im Gegenzug kann man ein Unternehmen nicht gegen den Willen seiner Eigentümer kaufen. Wenn ich Deine Werkstatt kaufen will, Du aber nicht verkaufen willst, dann kann ich mich schreiend auf den Boden werfen, es hilft nix. 

Bei Aktiengesellschaften ist das ganz generell genau so. Die Volkswagen AG gehört den Volkswagen-Aktionären, jedem Klein-Aktionär ein winziges Teilchen, jedem Grossaktionär etwas mehr und der Familie Porsche/Piech ein ganz grosser Teil. Wenn die alle Ihre Aktien an Justin Bieber verkaufen würden, dann gehört die Volkswagen AG von da an Justin Bieber. Da hat Volkswagen gar nichts mitzureden. Allerdings, wenn die Aktionäre nicht verkaufen wollen, dann eben nicht. Abgesehen von ein paar Sonderregeln kann man sie nicht zum Verkauf zwingen.

Aber ganz generell: Das Unternehmen bestimmt nicht, ob es verkauft oder nicht verkauft wird. Die Inhaber des Unternehmens bestimmen das.

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Kommentar von IIBeobachterII
13.02.2016, 20:05

Danke. Zum letzten Satz ein Kommentar: Ich habe nicht DAS Unternehmen gemeint, sondern die Inhaber des Unternehmens.

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Ist es denn so einfach ?

Niemand kann gewzungen werden, sein Unternehmen zu verkaufen. Alles anderslautende sind Ammenmärchen.

Klar, jeder Hinz und Kunz kann anbieten, ein Unternehmen - auch für einen aberwitzig hohen Preis - zu kaufen. Ob die Inhaber verkaufen, diese Entscheidung bleibt aber immer beim alten Inhaber.

( Und schon wenn z.B. im Falle einer AG sich irgendwer eine größere Beteiligung über die Börse kauft, liegt doch hier bereits eine Verkaufsabsicht von Teilen der Inhaber vor, welche ihre Anteile an der Börse veräußert haben ).

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Das Unternehmen kann pleite gehen. Dann werden Investoren gesucht. Es gibt in diesem Fall 2 Möglichkeiten. 1. Keine Übernahme, alle Mitarbeiter werden entlassen. 2. Übernahme durch größeres Unternehmen, alle oder die meisten dürfen bleiben. 

Es kann auch sein, dass die größere Firma, dem Inhaber der kleineren Firma so ein gutes Angebot macht, dass er lieber mit dem Geld verschwindet.

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Mancher hat ein Unternehmen aufgebaut, hat dann aber im Alter keinen Nachfolger in der Familie. Dann ist der Verkauf des Unternehmens oft die beste Lösung.

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Es gibt auch die Möglichkeit das Firmen unabhängig von den Banken werden wollen und im Fall einer Übernahme von einem anderen Konzern viel Geld sparen können weil dieser dann der Geldgeber ist

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