Wie kann es beim Trafo sein das wenn man auf der Sekundärseite mehr ström abnimmt das der strom auf der Sekundärseite steigt?

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

https://de.wikipedia.org/wiki/Transformator

Wird an die sekundäre Wicklung ein Verbraucher angeschlossen, so entnimmt dieser der Sekundärspule elektrische Energie.
Dabei kommt ein Strom auf der Sekundärseite zustande und der
Primärstrom vergrößert sich. Im Gegensatz zu den Spannungen an den
Wicklungen sind die Ströme in den Wicklungen jedoch entgegengesetzt
gerichtet: Wenn der Primärstrom bezogen auf den Kern rechtsherum durch
die Spule fließt, fließt der Sekundärstrom linksherum und umgekehrt (Lenzsche Regel). Physikalisch lässt sich der gegensinnige Stromfluss mit dem Durchflutungssatz erklären. Dabei wird davon ausgegangen, dass die von der Primärspannung U1 erzeugte Flussdichte B im Kern nur endlich große Werte annimmt und dass die Permeabilitätszahl μr des Kerns sehr groß ist. Unter diesen Umständen wird die magnetische Feldstärke H im Kern so klein, dass sie nahezu vernachlässigbar ist (H → 0), und die Anwendung des Durchflutungssatzes auf einen Integrationsweg entlang des Kernes ergibt:

Der Trafo besteht im Prinzip aus zwei nebeneinander liegenden Spulen, mit gleicher oder unterschiedlicher Windungssanzahl. 

Eine Windung ist, wenn der Draht einmal um den Spulenkörper gerumgeführt wird. 

Die Gesamtheit der Windungen wird als Wicklung bezeichnet. Auf der Eingangswicklung wird ein sich änderndes Magnetfeld durch die anliegende Wechselspannung erzeugt. 

Auf der Ausgangswicklung wird eine Induktionsspannung erzeugt. 

Die Höhe dieser Spannung ist abhängig vom Windungssverhältnis der Primär- und Sekundärseite des Transformators.

Ist die Anzahl der Windungen auf der Primärseite größer als auf der Sekundärseite, dann ist die Ausgangsspannung kleiner als die Eingangsspannung. 

Ist die Anzahl der Windungen auf der Sekundärseite größer als auf der Primärseite, dann ist die Ausgangsspannung größer als die Eingangsspannung.

https://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/0207222.htm

Im Schweißtransformator wird der Wechselstrom des Netzes mit hoher Spannung und niedriger Stromstärke in einen Wechselstrom mit niedriger Spannung und hoher Stromstärke umgewandelt, wie er beim Schweißen benötigt wird. 

Die Regelung des Schweißstromes erfolgt durch Anzapfungen an der Primärspule des Netztransformators. 

Vielfach wird ein bewegliches Joch zwischen der Sekundär- und der Primärspule montiert, wodurch sich eine stufenlose Reglung ergibt. 

Seine Stromabgabe ähnelt der einer Konstantstromquelle, welche den eingestellten Strom bei wechselnder Last nahezu konstant hält.

Das ist wie bei einer Wippe. Du kannst sie leicht auf und ab bewegen wenn kein Kind drauf sitzt. Sitz am anderen Ende ein Kind dann geht es viel schwerer. Sitzen mehrere Kinder drauf dann wird es noch schwerer.

Also, wenn sekundär keine Last ist (kein Kind auf der Wippe sitzt) dann brauchst auch primär keine Kraft, oder nur wenig um ein paar Reibungsverlust oder Grundlast auszugleichen.

Es gibt mehrer Erklärungsmöglichkeiten.

Das Ampersche Gesetz: Summiere die komplette magnetische Feldstärke (H- Feld integrieren rund durch den Eisenkern. Die Summe ist 0, denn im Inneren von Weicheisen ist H=0, und nach dem Ampereschen Gesetz ist dies die Summe der beiden Ströme durch beide Spulen. Damit sind diese beiden Ströme gleich, also n1 * I1 = n2 * I2.

Durch die Lenzsche Regel schwächt das durch die erste Spule erzeugte Magnetfeld die Induktion, ist keine zweite Spule vorhanden, dann sogar so stark, dass rein theoretisch gar kein Strom mehr durch die erste Spule fließt. Fließt nun ein Strom durch die zweite Spule, dann wird die Schwächung abgeschwächt, denn die Stromrichtung ist entgegengesetzt, die Stromstärke in der ersten Spule steigt also.

Fragst du mit Absicht 2mal nach der Sekundärseite?

Dann verstehe ich deine Frage nicht.

Was möchtest Du wissen?