Wie kann ein Leben so schief gehen?

6 Antworten

Ich seh in deinem Lebenslauf vor allem ungünstige Kombinationen. Dass Todesfälle einen beuteln, ist nicht verwerflich. Welcher Art deine körperliche Behinderung ist, sagst du leider nicht, du erwähnst nur die Matheschwäche.


Ich verstehe auch nicht ganz, warum du nicht eine neue Ausbildung in der ersten Fachrichtung gesucht hast, mit der du ja offenbar klargekommen bist. Auch hier nennst du einfach zu wenig Details.

Allerdings habe ich den Eindruck, dass du dich bei deinen Ausbildungen im Vorfeld nur unzureichend informiert hast. Dass im Büro Buchhaltung eine Rolle spielt, ist absehbar. Dass man dich auf Fehler hinweist, ist ganz normal. Wie sollst du dich denn sonst verbessern?! Und bei einem Beruf, der sich ein Jahr im Krankenhaus abspielt, ist das in der Regel auch im Vorfeld bekannt. Dass die Arbeit dort hart ist, ist nicht neu.

Jetzt machst du eine sprachspezifische Ausbildung, hast aber Probleme mit den Fremdsprachen. Sorry, aber wieso macht man dann eine solche Ausbildung? Ich komme da ehrlich gesagt nicht ganz mit.

Du hast einige Einschränkungen, für die du nichts kannst. Nüchtern betrachtet haben wir die aber alle in irgendeiner Form. Und dann müssen wir uns eben einen Beruf suchen, in dem die Einschränkungen keine allzu große Rolle spielen und an den Problemen arbeiten, auf die wir irgendwie Einfluss nehmen können. Wer im Leben eine schlechte Startposition hat, muss nunmal leider härter kämpfen.

Da jetzt etwas zu raten, ist kaum möglich, vor allem da du die körperliche Behinderung nicht näher ausführst. Klotz ran, damit du die Prüfung schaffst. Wenn es trotzdem nichts wird, musst du eben von vorne anfangen. Das macht mit Mitte 20 freilich keinen Spaß, ist aber auch kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen. Nur tu dir dann selbst den Gefallen und schau dir VORHER gründlich an, was in Ausbildung und Beruf auf dich zukommt. Kümmer dich um Praktika oder unterhalte dich zumindest mit Leuten, die in diesem Beruf arbeiten. Sicher wird mit zunehmendem Alter die Auswahl kleiner, trotzdem wird sich irgendetwas finden, wenn du am Ball bleibst und dich nicht hängen lässt.

Ja, in vielen Punkten hast du vollkommen Recht. Bei der sprachspezifischen Ausbildung war es jetzt eben so, dass mir in der Schule immer gesagt wurde, dass mein Sprachniveau eher auf dem Niveau von Abiturienten liegt und da ich in Englisch bereits viele Vorkenntnisse hatte, dachte ich, würde das schon schaffbar sein. Naja, stellt sich leider eben jetzt doch schwerer raus als gedacht, gerade in den neuen Fremdsprachen.
Ich hoff noch, dass ich das trotzdem irgendwie schaffe, da mir Sprachen wirklich noch am ehesten liegen...nur klar, man stellt sich dennoch die Fragen, was wenn....

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3 Ausbildungen abbrechen und die 4. hängt auch am seidenen Faden und immer sind die anderen Schuld da läuft etwas gehörig schief. Ich weiß nicht mit welcher Erwartungshaltung du an eine Ausbildungsstelle rangehst aber es ist normal, dass man auch Arbeiten erledigen muss die einem nicht immer in den Kram passen und das man sich auch anstrengen muss.

Also geh ich nun den Worst Case durch: Ich schaff die Prüfung nicht. Was dann?

Dann wird die Prüfung wiederholt oder was dachtest du? Wieder abbrechen?

Ich verstehe deine Situation aber es bleibt an dir etwas aus deinem Leben zu machen. Menschen mit Behinderungen haben es nie einfach und müssen sich immer mehr anstrengen als es ohnehin schon der Fall ist. Mag unfair sein aber wenn du eben nicht als Putzfrau enden willst wird dir nichts anderes über bleiben als zuzusehen, dass du voran kommst.

In deinen Kommentaren findest du nach wie vor nur Erklärungen warum wie was nicht ging. Entweder du willst oder willst nicht, so einfach ist das.

Bei dir klingt das so, als müsste man nur etwas genug wollen, dann schafft mans auch.  Da will ich dir auch nicht vollkommen widersprechen, viel wahres ist da ja dran..dennoch gibts auch viele Menschen, die lernen, lernen und lernen und trotzdem versagen. Ich finds zu einfach zu sagen, dass das dann allein ihre Schuld ist. Wenn man lernt und sich ins Zeug hängt und sich nichts vorwerfen kann, wie kann man dann trotzdem schuld sein, wenn es dennoch nicht reicht?
Während der Realschule hatte ich in der Woche bis zu 9 Nachhilfe Stunden die Woche, nur in Mathe...und es hat am Ende trotzdem nur für eine 5 gerreicht.
Also, ich will dir da nicht widersprechen, oft ist wirklich Faulheit der Hauptgrund für ein Nichtbestehen....aber manchmal versagt man halt auch trotz aller Bemühungen. Und deshalb frag ich mich halt auch, "was wenn ich wirklich scheitern sollte?"

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@Caeldyr

Stimmt genauso soll es auch klingen! Ich bringe selbst eine Behinderung mit und hatte unter widrigsten Umständen auch ein Studium abgeschlossen. Vier Ausbildungen anfangen, mäkeln was du für "geringschätzige" Arbeit machen musst deswegen abbrechen und dann sagen "dennoch gibts auch viele Menschen, die lernen, lernen und lernen und trotzdem versagen." damit lügst du dir selbst in die Tasche. Da geht es nicht ums viele lernen sondern darum das du Arbeiten erledigen solltest die dir nicht schmecken.

Du musst selbst wissen wo deine Stärken liegen und wofür du dich bewirbst. Du tust gerade so als ginge es beim Abschluss einer Berufsausbildung um die Promotion. Du musst dir ja irgendwas dabei denken bei jedem Mal wo du einen Ausbildungsvertrag unterschreibst. Du brauchst dich hier aber auch nicht zu rechtfertigen. Rechtfertigen musst du dich maximal vor einem Arbeitgeber, dem musst du das erklären. Du bist diejenige die schreibt "ich möchte nicht als Putzfrau enden" dann musst du auch etwas dafür tun oder die Ausbildungen sausen lassen und arbeiten gehen.

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@Ostsee1982

Ich hab ja Respekt vor deinem Durchhaltevermögen und du scheinst auch schon viel erreicht zu haben aber in meiner jetzigen Ausbildung geht nur ums reine lernen. Es ist eine schulische Ausbildung, das konntest du nicht wissen,  wo du in 2 Jahren perfekt spanisch und französisch lernst. Und trotz Nachhilfe, Zusatzkursen tu ich mir halt eben echt schwer, ich wüsste halt ehrlich nicht, was ich noch zusätzlich machen kann, als das was ich jetzt schon tue. Darum lass ich mir ungern vorwerfen, dass ich nicht genug mache.

Für die Ausbildung hab ich mich aus 3 Gründen entschieden.
1. Schulische Ausbildungen sind halt ideal für mich, da ich durch die körperliche Behinderung (80%) so schon eine Hürde weniger habe. (viel sitzen, wenig körperliche Anstrengung)
2. Ich mag Sprachen echt gerne und mich interessieren sie auch sehr.
3. Anschließend würde ich auch überwiegend sitzend/ Im Büro arbeiten können, was natürlich auch von Vorteil ist, wenn man nicht lange stehen kann.

Ich hab halt einfach echt Angst, dass ich eben trotz aller Bemühungen mit Nachhilfe/intensiven Lernen die Prüfungen nicht bestehe, was ich auf keinen Fall hoffe !!! Immerhin bin ich seit fast 2 Jahren dran und hab es bis dahin iwie mit durchkämpfen geschafft...aber die Möglichkeit am Ende doch zu versagen gibts halt leider immer. Und da frag ich mich halt lieber zeitnah, was mach ich dann? bevor ich total vor den Kopf getroffen werde.

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Für deine Behinderungen kannst du nichts.

Die "Ereignisse" hast du allerdings eher selbst verschuldet. Du hast immer schnell aufgegeben und bist weggelaufen. Kein Job ist perfekt und hundertprozentig.

weil ich mich dort unglaublich unwohl und für dumm verkauft gefühlt habe.

Niemand hat dich für dumm verkauft. Du hast Fehler gemacht und wurdest darauf hingewiesen. Das war vollkommen richtig. Deine Ausbilder sind sogar dazu verpflichtet, dir die Buchhaltung richtig beizubringen und deine Fehler zu korrigieren. Wie willst du etwas lernen, wenn du nicht auf Fehler hingewiesen werden magst?

Kann es sein, dass du kritikresistent bist oder warum hast du dich deshalb "unglaublich unwohl" gefühlt? Eine Ausbildung ist kein Ponyhof. Einen Grund für den Ausbildungsabbruch gab es nicht!

Du hast damit sicherlich nicht ganz unrecht, jedoch sollte ich mich in dem Betrieb halt wirklich ausschließlich mit Übungen zur Buchführung beschäftigen, ich hab dort sonst rein gar nichts anderes über den Beruf gelernt. Wenn man mich heute fragen würde, was Bürofachangestellte machen müssen, würde mir nichts einfallen, weil ich 1,5 Jahre nur an der Buchführung dran war, obwohl es in dem Beruf ja soviel mehr gibt.....und auf Fehler hinweisen ist vollkommen richtig, aber einen um 8 uhr morgens anschreien, weil man Übungsaufgaben falsch hat, ist was anderes. Oder nicht?

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