Wie kann ein Lager 2333 Umdrehungen pro Sekunde aushalten?

4 Antworten

Bei sehr hohen Drehzahlen muss sehr gut Ausgewuchtet/Balanciert werden. Bei den Lagern geht man dann von Kugellagern weg, weil die Kugeln durch die Fliehkraft nichtmehr sauber mit dem Innenring kontakt halten.

Bei kleinen Lagern nimmt man dann Keramikgleitlager, wie bei Modellbauturbinen. (120000 U/min)

Bei größeren Lagern macht man das gern Hydrostatisch. Das Lager kann von Öl durchflossen werden und hebt die Welle auf einem Flüssigkeitspolster hoch. Zur Positionierung gibt es rundherum Öleinlässe, die die Welle mittig halten und fixieren. Somit macht das Lager eigentlich garnichts, sondern alles schwebt in Öl. Für den Öldruck brauchst du natürlich eine Pumpe. (TurboDiesel)

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Seit meiner Kindheit repariere ich Technik.

Gute Frage ... aber tatsächlich sind Firmen wie SKF und INA genau darauf spezialisiert, solche Hochleistungslager zu bauen. Diese müssen natürlich dann auch regelmässig ausgetauscht werden und haben natürlich auch keine so lange Lebensdauer wie Lager, welche z.B. nur eine Umdrehung pro Sekunde halten müssen.

Es ist im Endeffekt alles eine Frage der Konstruktionsart (Gleit-, Kugel-, Wälz-, Rollenlager), der Schmierung (trocken laufende, selbst fettende usw) und natürlcih der Materialien. Über 2000 rpm erzeugen eine Menge Wärme. Dabei nimmt man natürlich Materialien, welche diese Wärme aushalten.

Erstmal ist es wichtig das einlager kein Spiel hat.

Und die Bauart und die Art der auftretenden Kräfte

Beim Motorblock sind es z.b. Gleitlager mit großer Auflagefläche deswegen ständig geschmiert.

Das kommt auf das Lager an. Fluid-Dynamic-Bearing können als Flüssigkeitslager schon recht hohe Drehzahlen durchhalten, der Flüssigkeitsstrom kühlt dabei gleich noch das Lager.

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