Wie kann die Psyche Krankheiten auslösen?

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6 Antworten

Jeder Mensch ist anders und jeder Körper reagiert anders auf Stress.

Warum psychischer Druck den Körper beeinflusst ist ganz einfach zu erklären: Stresssituationen haben ja nicht nur emotionale, sondern auch körperliche Auswirkungen.

Als Mensch ist man ständig irgendwelchen Reizen der Umwelt ausgesetzt. Werden diese Reize als belastend bewertet, dann bezeichnet man sie als stressauslösende Faktoren (Stressoren).

Generell unterscheidet man zwischen - physikalischen Stressoren (z.B. Lärm, Hitze, Schmerzen) - psychischen Stressoren (z.B. Leistungsdruck, Ängste, Bedrohung) und sozialen Stressoren (z.B. Ablehnung durch Freunde, Streit mit der Familie usw.)

Stresssymptome äußern sich im allgemeinen auf drei Ebenen: - körperlich / physiologisch - kognitiv / emotional - und offen im Verhalten einer Person (z.B. Wutausbrüche, Fingernägelkauen usw.)

Ist ein Mensch gestresst nimmt das Gehirn die Umweltreize zunächst auf und gibt sie dann als chemische Signale an den Hypothalamus weiter, welcher für die internen Abwehrreatkionen (hierbei ist die Immunabwehr gemeint) , die Ernährung und die Fortpflanzung zuständig ist ist. Abwehrsignale alamieren neben dem vegetativen und somatischen Nervensystem auch die Hirnanhangdrüse, welche für eine vielzahl von Hormonausschüttungen zuständig ist. Z.B. das Hormon ACTH, welches die Tätigkeit der Nebennierenrinde stimuliert. (Diese sitzen direkt auf den Nieren.)

Dort werden durch die entsprechenden Impulse z.B. Adrenalin (A) und Noradrenalin (NA) gebildet.

Ich könnte das ganze jetzt noch ewig weitervertiefen, aber letzen Endes hoffe ich dir ist eines klar geworden: unser Körper ist seeeeeeeeehr komplex.

Und am besten wir es sein, wenn du dich beim Arzt durchchecken lässt und evtl auch einem Stresstest unterziehst. (Bei dem werden die Hormonkonzentrationen und vieles mehr gemessen)

Sollte dort eine Abnormalität auftauchen kann diese gezielt behandelt werden. ;)

Gute Besserung

Danke für die Antwort. Eine hilfreichere kann eigentlich garnicht mehr kommen :)

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@KanDoo91

Dankeschön - hoffe es wird bald eine Ursache bzw. der entsprechende Faktor gefunden, der bei dir diese extremen Symptome auslöst.

Bis dahin wünsche ich dir ne möglichst stressfreie Zeit ;)

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die Psyche selbst wird eine organische Krankheit nicht allein auslösen können. Wenn die psychische Verfassung aus dem Gleichgewicht gerät und man die Anzeichen dafür, aus welchen Gründen auch immer, nicht beachtet, wird sie sich einen anderen Weg suchen, um sich „Gehör“ zu verschaffen. Es werden also Reize, die schon da sind, so verstärkt, dass sie behandlungswürdig werden. Daher kann auch so ziemlich jede Körperregion betroffen sein. Ein nervöser Magen oder irgendwelche Hauterkrankungen sind nur Beispiele in der ganzen Palette, die möglich ist. Mit Deiner Angst wegen der Diagnose und dem dadurch zurzeit nicht erfüllbaren Kinderwunsch, setzt Du Dich nur weiter unter Druck und schaukelst Dich immer mehr hoch, so dass die Entzündung nicht abheilen kann. Das kann eine Spirale werden, die nie endet. Insofern stellt sich die Frage, was sinnvoller ist, dieser Gedankenspirale weiter Nahrung zu geben oder sich um sich selbst zu kümmern, alles mögliche zu tun die Entzündung loszuwerden, um sich wieder mit voller Kraft dem Familienglück widmen zu können. Die Entscheidung sollte Dir eigentlich ziemlich leichtfallen. Aufgrund Deiner zu Anfang beschriebenen Unlustgefühle und das alles einfach nur noch zu viel war, würde ich Dir raten, Dir mal über Deinen Alltag Gedanken zu machen, wo eine solche Überlastung herkommen könnte. Auch wenn wir immer perfekt sein wollen, wir können es nicht sein, weil wir Menschen sind.

http://board.netdoktor.de/Psyche/psyche-oder-koerper-156735.html

Hallo, du musst dir unbedingt eine Auszeit nehmen, alles überdenken.Leider leben wir in einer Gesellschaft, die enormen Druck verlangt, doch du solltest das für dich nicht zulassen.Stress entgegenzuwirken ist möglich, ihn komplett zu verhindern jedoch nicht.Aber der Körper reagiert auf Stress ganz individuell verschieden, deine Symptome zählst du hier ja selbst auf. Natürlich ist das nur stressbedingt.Dazu kommt vielleicht, das du mit deinem Papa auch nicht so gut klarkommst.Das belastet doch.Bei sowas kann man richtig krank werden, wirklich, du kannst dem nur entgegenwirken, indem du mal nur an dich denkst, tu mal das was dir Spass machen würde, unter Leute gehen, nicht vom Stress und anderen Sachen beeinflussen lassen. Es funktioniert, glaub mir, ich wünsch dir alles erdenklich gute, liebe Grüße Sabine

Ich kann dir leider nicht erklären wie die Psyche das schafft, aber ich bin mit den meisten Sachen klar gekommen in dem in sie versucht habe zu akzeptieren. Wenn du dir selbst sagst ist nicht so schlimm bald ist es vorbei, bald habe ich das alles nicht mehr, dann wird es dir auch etwas besser gehen. Wenn du dich auf den Stress einlässt dreht sich in deinem Kopf halt nur alles darum und wie du siehst ist das nicht gut. Wenn du es aber akzeptierst und dir selbst sagst du schaffst das schon und das du dich nicht unterkriegen lässt, wirst du selbst von dir denken das du es schaffst. Mehr kann ich dazu leider nichts sagen, jedenfalls fällt mir im Moment nichts ein :( LG Nadine : )

Hallo KanDoo91,

Ich möchte mal noch eine entwas andere, wahrscheinlich eher ungewohnte und auch extreme Ansicht hierzu reinstellen:

Es gibt esoterische Strömungen, die sagen, dass alles an körperlichen Symptomen, sogar alles, was uns im Leben widerfährt tieferliegenden Ebenen entspringt oder besser: Manifestationen dieser sind. (Es wird von sogenannten Urprinzipien gesprochen, welche auch die Grundlage der Astrologie bilden) Damit ist gemeint, dass wenn die Seele / die Psyche / man Selbst im Ungleichgewicht ist, sich dies auf körperlicher Ebene als "Krankheit" wiederspiegelt oder zum Beispiel im Verhalten.

Man muss dazu sagen, dass man jede Form von seelischen Problemen natürlich auch im Körper spürt, man fühlt es ja. Wo die heutige Medizin eine recht klare Grenze zwischen psychischen und körperlichen Krankheiten zieht und die jeweiligen Ursachen klar unterscheidet, so gibt es diese Unterscheidung in dieser anderen Sichtweise nicht. Eine Krankheit ist immer nur Ausdruck eines Mangels, eines nicht integrierten Aspektes, der uns zur Ganzheit zum Heilsein fehlt. Dieser kann sich dann auf verschiedenen Ebenen manifestieren. (Die Psychosomatik geht zum Teil auch in diese Richtung)

Was ich daran sowohl gut als auch schlecht / gefährlich finde ist: Es eröffnet einem vollkommen neue Sichtweisen, gibt jedem und allem einen Sinn, läuft aber zum Teil (auf den ersten Blick) sehr entgegen der allgemein anerkannten Meinung und birgt die Gefahr, sich im deuten und be-deuten zu verstricken.

Aber falls es dich interessiert und du dich darüber informieren möchtest, könntest du dir zum Beispiel das Buch "Krankheit als Weg" oder, wo noch mehr die Prinzipien dahinter erklärt sind: "Schicksal als Chance" von Thorwald Dethlefsen mal anschauen.

Gruß, August

es gibt zwei arten von stress, die gute und die schlechte. es wäre wichtig mehr positiven stress zu haben. dazu gehört selbstverständlich gute familiären verhältnisse, soweit so gut. ein sehr wichtiger faktor ist die ernährung, viele machen sich keine grosse gedanken darüber, aber die stoffe, die wir aus unserer umwelt über die nahrung in den körper reintun, wirken sich aus, auch psychisch. kleines beispiel: alkohol, wenn zuviel, verändert das verhalten. warum? weit der alkohol das verhaltenszentrum im gehirn beeinflusst. also, eine gesunde ernährung ist wichtig und mitentscheidend ob wir gesund sind und auch bleiben,

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