Wie kann der Wasserverbrauch ohne separate Wasseruhren fair abegerechnet werden?

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12 Antworten

Da du ja alleinige Mieterin der Einliegerwohnung bist, ist der Personenschlüssel bei Fehlen des Wasserzählers meines Erachtens schon der gerechtere. Nun weiß ich allerdings nicht, was im MV vereinbart steht. Das würde gelten. Ich gehe mal davon aus, dass Personenumlage vereinbart ist. Für den Garten nun eine Person zu „veranschlagen“ ist wohl auch nicht die Lösung. Der Vermieter ist verpflichtet, nach dem Wirtschaftlichkeitsprinzip zu arbeiten. Daraus folgt, dass der Gartenwasserverbrauch getrennt zu erfassen ist. Damit entfiele die Anrechnung dieses Wassers auf das Volumen des Abwassers, was ja ansonsten identisch wäre und auch so von den Stadtwerken berechnet wird. Nun kann nicht einfach der Vermieter selbst dazu einen Zähler einbauen, vielmehr muss er das bei den Stadtwerken beantragen und von dort wird ein geeichter Zähler installiert und regelmäßig mit dem Hauptzähler gemeinsam abgelesen. Selbstinstallation wird nicht akzeptiert. Ich verstehe aber auch ansonsten nicht recht den Vermieter. Es dürfte technisch kein Problem sein, für deine Wohnung einen Zähler nachträglich zu installieren, auch die Kosten sind nicht überwältigend, dann wäre Klarheit und es wird nur dein tatsächlicher Verbrauch von dir zu bezahlen sein. Sprich doch mal darüber mit ihm und weise ihn auf seine Pflicht zur Wirtschaftlichkeit hin, die Abwasserkosten sind enorm und werden hier für das Gartenwasser zum Fenster hinausgeworfen. Lege bitte gegen die Abrechnung Einspruch ein, da das Wirtschaftlichkeitsprinzip verletzt wurde. Der durchschnittliche Wasserverbrauch je Person liegt in der Regel bei 100L/Tag, also rund 3 m³/Monat, damit 36 m³/Jahr. Das dürfte bei dir eher weniger sein. Schlage ihm doch diese Menge vor die du bereit bist zu zahlen und fordere bzw. bitte ihn, das Problem mit dem Einbau eines separaten Gartenzählers und /oder eine Zählers für deine Wohnung für die Zukunft aus der Welt zu schaffen. „Der Vermieter darf nur Kosten abrechnen, die bei einer ordnungsgemäßen Geschäftsführung gerechtfertigt wären. Übermäßige Kosten hat der Vermieter selbst zu tragen. Die Betriebskostenabrechnung muss entsprechend gekürzt werden“ (Mieterlexikon, S. 73 / 74). In der Hoffnung dir mit meinen Überlegungen geholfen zu haben, verbleibe ich mit freundlichen Grüßen als 'albatros'.

Nach Personen ab zu rechnen ist ja wohl auch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Bei uns ist der Wasserverbrauch pro quadratmeter Wohnfläche festgesetzt. Je grösser die Wohnung desto mehr anteil am Gesammtwasserverbrauch bezahlt man. " Beispiel. Im Haus sind drei Wohnungen, eine hat 30qm die zweite hat 50qm und die dritte hat 70qm Wohnfläche. Das sind 150qm gesammt wohnfläche. 150qm sind in dieser Rechnung 100%, dann sind 30qm 20%; 50qm = 33% und 70m = 46.5% -:- Die Wasseerkosten gesammt belaufen sich im Beispiel auf 320.-, dann sind die Kosten für die 30qm 20% von 320.- also 64.- und für 50qm sind es 105.6.- und die 70qm zahlt ans wasser 148.8.- " Und da ist es Egal wieviele Personen und Gärten Wasser verbrauchen. Nun ist es jedoch sicher Sinnvoll, wenn das Gartenwasse über einen separaten Zähler läuft und vorher abgerechnet wird! Dann ist auch die Art der Berechnung jedes Anteils egal. Aber Gartenwasser muss nun wirklich keiner mithelfen zu bezahlen.

Eine Wasseruhr könnte man auch an der Außenwasseranlage (Entnahmestelle f. Garten) anbringen. Dann könnte dein Vermieter diese Kosten gleich bei der Abrechnung abziehen und den Rest dann nach Personen abrechnen.

anitari 31.05.2010, 17:16

DH ... Außerdem zahlt man in diesem Fall nur das Frischwasser.

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Ich würde eine Wasseruhr installieren oder installieren lassen. Es gibt aber auch einen Durchschnittsverbrauch an Wasser für Mieter. Kommt darauf an ob mit Wanne oder Dusche die Wohnung ist. Vielleicht mal googeln! Auf alle Fälle bloß nicht mit Wasser sparen! Vielleicht fällt dann dem Vermieter ein eine Wasseruhr (Auf seine Kosten) einbauen zu lassen.

Die Grundlage auf der abgerechnet wird, wird im Mietvertrag geregelt. Schau nach, ob diese "Personenregelung" darin steht. Wenn nicht, kannst du verhandeln.

Wird der garten denn tatsächlich mit Frischwasser beregnet? Im regelfall wird dafür doch eine Grundwasserpumpe verwendet. Ansonsten kann man einen Zwischenzähler einsetzen lassen.

Falls das mit Wasseruhr probleme macht währe es Möglich das Wasser zuzählen das für den Garten verbraucht wird!

Fair berechnen ist ohne Wasseruhr nicht möglich, ausser ihr einigt euch und du bist damit einverstanden. Ich würde jedoch, um evtl. Streitigkeiten auszuweichen, auf eine getrennte Wasseruhr bestehen.

Hier musst Du mit dem VM verhandeln.

Ich würde aber nur 1/2 Perdson für den Garten anwenden. Denn es regnet ja auch und im Winter muss nicht gegossen werden.

Über diese Risiko musstest Du Dir doch schon bei MV-Abschluss im Klaren gewesen sein müssen. Was soll das Gejammere jetzt ???

Fair sieht anders aus

Wie ist es denn, täglich morgens zu duschen und abends ein Wohlfühlbad zu nehmen. Dann verbrauchst du soviel Wasser, wie alle aanderen Personen zusammen.

Frag mal deinen Vermieter, ob er das für fair hält

Fair geht da schwer. Frag ihn einfach ob Du ne eigne Wasseruhr haben kannst. Er wird in eignem Interesse ablehnen, so frag ob Du die paar Mark dafür zahlen kannst.

radijas 31.05.2010, 10:51

Auf keinen Fall die Wasseruhr selber bezahlen, ist Sache des Vermieters! (Unter 100 € läuft da nix!)

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jimmini 31.05.2010, 10:58
@radijas

wenn man sie auf eignen Wunsch haben will, er es jedoch ablehnt, bin ich sicher dass der Mieter es zahlen muss. Etwa nicht?

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