Wie kann man das "Einschlafen" beim Gleichnis der 10 Jungfrauen interpretieren?

... komplette Frage anzeigen

8 Antworten

das wiederspricht der sonstigen Gleichnisinterpretation nämlich sehr.

Das sehe ich nicht so - auch die gottesfürchtigsten Menschen sind fehlbar und haben Schwächen.

Sogar die Jünger Jesu schliefen der Bibel zufolge im Garten Gethsemane ein, bis die Römer kamen um Jesus nach dem Judasverrat festzunehmen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Dabei sind die guten doch die, die dem wort gottes folgen und sich an
dieses halten, also genau die, die nicht müde werden dürften. :

Die Klugen haben sich vorbereitet und können ruhig einschlafen. Die Christen sollen sich rechtzeitig vorbereiten auf die Wiederkehr Jesu bzw. auf den Tod.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Also: Seid wachsam, denn ihr kennt weder den Tag 
noch die Stunde.“

"wachsam" ist hier im Sinne von "bereit" (vorbereitet) gedacht, nicht daß Menschen nie schlafen dürfen.
Die Lehre dieses Gleichnisses ist, daß man nicht darauf hoffen soll, wenn man in Sünde lebt, daß man ja noch Zeit hätte sich zu bessern oder man noch Zeit hätte Gutes zu tun, und dann mit leeren Händen da steht, wenn man plötzlich "abberufen" wird, vor Gott steht.
Wenn du mal wieder Fragen zu Textstellen der Bibel hast, dann kopiere nicht ganze Kapitel hier rein sondern verweise mit Nummern und Autor auf diese Stelle, eventuell bringe nur den relevanten Vers.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Im Bibelkommentar von Dr. John Walvoord findet sich zu Matthäus 25,1-13:

"Christi Wiederkunft in Herrlichkeit wird aber auch noch andere Scheidungen zwischen Wachsamen und Achtlosen mit sich bringen, wie das Gleichnis von den zehn Jungfrauen anschaulich macht. Es gibt zahllose ganz verschiedene Auslegungen zu diesem Gleichnis. Vom Kontext her (Mt 24,3.14.27.30.39.44.51) scheint es am plausibelsten, es als Bild für das Gericht über die Juden, die nach der Rückkehr des Herrn noch am Leben sind, zu verstehen. Beim Erscheinen des Herrn wird ein Gericht über die Heiden (die Trennung von Schafen und Böcken; vgl. Mt 25,31-46) stattfinden, aber auch das Volk Israel wird gerichtet werden (Hes 20,33-44; Sach 13,1).

Israel wird durch zehn Jungfrauen dargestellt, die auf die Rückkehr des Bräutigams warten. Nach den jüdischen Heiratsbräuchen zur Zeit Jesu war es üblich, daß der Bräutigam aus dem Haus der Braut in einer Prozession zu seinem eigenen Haus zurückkehrte, wo dann ein Hochzeitsmahl abgehalten wurde. So wird in diesem Gleichnis Jesus als König mit seiner Braut, der Kirche, aus dem Himmel zurückkehren, um die Herrschaft über das Tausendjährige Reich anzutreten. Die Juden, die die schreckliche Zeit der Trübsal erlebt haben, werden zu den geladenen Gästen dieser Hochzeitsfeier gehören.

Auf ein solches Fest muß man sich jedoch vorbereiten. In dem Gleichnis hatten fünf der Jungfrauen die entsprechenden Vorkehrungen getroffen und außer den erforderlichen Lampen noch einen gewissen Ölvorrat in Gefäßen (Mt 25,4) mitgenommen. Die anderen fünf hatten nur ihre Lampen dabei. Als der Bräutigam um Mitternacht ankam, waren die Lampen der fünf, die kein zusätzliches Öl besaßen, am Verlöschen. Da sie sich nun erst einmal Öl besorgen mussten, versäumten sie die Ankunft des Bräutigams. Als sie zurückkehrten und feststellten, daß das Hochzeitsfest bereits begonnen hatte, baten sie, eingelassen zu werden, doch der Zutritt wurde ihnen verwehrt (V.10 - 12).

In der Zeit der Bedrängnis wird Israel wissen, daß das Kommen des Messias nahe bevorsteht, doch nicht alle Juden werden innerlich darauf vorbereitet sein. Der Bräutigam wird plötzlich und unerwartet kommen (Mt 24,27.39.50). Obwohl die Bedeutung des Öls in dieser Passage nicht explizit erklärt wird, sehen die meisten Exegeten es als Symbol für den Heiligen Geist und sein Erlösungswerk. Zum Erlöstsein gehört mehr als das bloße Bekenntnis, es erfordert eine wirkliche Erneuerung durch den Geist. Diejenigen, die lediglich bekennen, gerettet zu sein, ohne den Geist zu besitzen, werden von dem Fest, d. h. vom Reich Gottes, ausgeschlossen werden. Wer nicht bereit ist, wenn der König kommt, kann nicht in sein Reich eingehen. Da aber der Tag und die Stunde seiner Rückkehr unbekannt sind, sollten die Gläubigen in der Zeit der Trübsal wachen, d. h. wachsam und vorbereitet sein (vgl. Mt 24,42)."

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das Gleichniss bezieht sich auf die Endzeit.

Das Öl ist der Glaube. In der Endzeit werden viele Christen müde, das Böse nimmt überhand und viele Glauben nicht mehr, daß Jesus kommt, obwohl er es gesagt hat...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

lerne lieber, deine grauen zellen zu aktivieren!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Da man eigentlich nur gut einschlafen kann, wenn man sich sicher fühlt, kann man dieses Wort in dem Gleichnis durchaus mit "in Sicherheit wiegen" interpretieren.

Und die 5 klugen Mädels konnten das sogar mit Recht. Da sie ja gut vorbereitet waren konnten sie recht sorglos schlafen.

warehouse14

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Naja, die Klugen sind ja deswegen klug, weil sie Öl mitgenommen haben und nicht, weil sie nicht einschlafen. 

Öl ist in der Bibel ein Symbol für das Gefühl, dass ein Wunsch bereits erfüllt sei, für eine gewisse Vorfreude. Damit sich ein Wunsch erfüllt, muss man das Gefühl der Vorfreude (also das Öl) mit sich tragen. ("Wenn ihr also betet, dann glaubet nur dass ihr bereits empfangen habt, so wird es euch zuteil.") Als die Dummen jetzt also zu den Klugen kamen, haben sich die Klugen deshalb so klug verhalten, weil sie den Dummen (den Zweiflern) nicht ihr Öl (ihre positive Vorfreude) gegeben haben und sich somit der Wunsch der Klugen (die Vermählung mit dem Bräutigam) verwirklicht hat, wohingegen sich der Wunsch der Dummen (der Zweiflerinnen) nicht erfüllt hat (sie blieben ausgeschlossen). 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von gottesanbeterin
28.02.2016, 00:55

Dass "die Dummen" Zweifler wären,  ist deine persönliche, unzuteffende Interpretation; dumm sind doch die, die blinden Glauben haben, in ihrem blinden Glauben falsche/verfälschte Lehren glauben.

1

Was möchtest Du wissen?