Wie kamen Kaiser an die Macht?

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5 Antworten

Der erste Kaiser auf später deutschem Boden kam durch Waffengewalt an die Macht (Karl d. Große). Und seinen Nachfolger wäre dies ohne Militär auch nicht gelungen.

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Es gibt hauptsächlich drei Möglichkeiten, als Kaiser an die "Macht" zu kommen:

1. durch Wahl: im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation beispielsweise wurde der Kaiser von den Kurfürsten gewählt, und zwar nach den Vorschriften der sog. "Goldenen Bulle"; in begrenztem Maße könnte man auch Napoleon I. nennen, der sich die Kaiserwürde aufgrund einer Volksabstimmung durch den Senat antragen ließ;

2. durch Erbfolge: in monarchisch verfassten Ländern ist dies die häufigste Form, an die "Macht" zu kommen, so z. B. im deutschen Kaiserreich (Hohenzollern), in Österreich-Ungarn (Habsburger) und in Russland (Romanows);

3. durch Usurpation: meist erfolgte die Machtübernahme und Machtsicherung auf der Basis militärischer Gewalt und gegen den Willen der herrschenden Schichten, wie es z. B. für viele Kaiser des antiken römischen Reiches typisch war.

MfG

Arnold

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https://de.wikipedia.org/wiki/Kaiser

Ich habe von früher im Kopf, dass Kaiser "göttliche" Könige sind. Sie mussten vom Bischof oder irgendeiner kirchlichen Instanz zum Kaiser ernannt worden sein. Oder wie Napoleon sich selber zum Kaiser ernannt hat :)

http://www.kinderzeitmaschine.de/neuzeit/lucys-wissensbox/kategorie/napoleon-vom-aufstieg-und-fall-eines-kleinen-mannes/frage/warum-wurde-napoleon-kaiser.html?no_cache=1&ht=6&ut1=119

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1. Römisches Reich: Der alternde Kaiser bestimmte einen Sohn, Enkel, Neffen etc. als Nachfolger, der Senat stimmte zu. Oder der Kaiser adoptierte einen fähigen Mann, der dann Kaiser wurde (Kaiser Nerva adoptierte Trajan etc.). Oder die Prätorianergarde in Rom bzw. eine Armee an der Grenze hob einen Offizier auf den Thron. Oft musste der dann gegen andere Anwärter kämpfen (z. B. 68/69 n. Chr. Vespasian gegen Otho, Galba und Vitellius).

2. Frühes Mittelalter: Der fränkische König Karl versprach dem Papst Schutz, erhielt dafür die Kaiserkrone. Erbfolge: altester Sohn.

3. Das gleiche im Jahr 962: Der deutsche König Otto der Große (Sieger über die Ungarn, mächtigster König) eroberte Norditalien und wurde vom Papst gekrönt. Danach war immer der deutsche König Anwärter auf das Kaisertum. Bei einem Romzug mit einem Heer wurde er vom Papst zum Kaiser gekrönt.

4. Spätmittelalter: Der deutsche König war nach der Wahl durch die Kurfürsten automatisch Kaiser, auch ohne Romzug.

5. Russland war Kaiserreich. Ältester Sohn (ausnahmsweise auch Tochter) erbte den Titel.

6. 19. Jahrhundert: Nach dem Untergang des alten deutschen Reichs war Frankreich einige Jahre Kaiserreich nach einem Militärputsch Napoleons.

7. Nach der Reichseinigung 1871 hieß das Staatsoberhaupt Kaiser, Kaiser wurde der älteste Sohn. Ebenso im Kaiserreich Österreich.

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Im Mittelalter machte der Papst den König zum Kaiser.

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