Wie kam es zur Mangelwirtschaft in der DDR?

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4 Antworten

Die wichtigste Ursache war die Hochrüstung, bzw. Überrüstung. Der Westen hat immer höher gerüstet und der Osten musste nachziehen, sonst wäre er erpressbar geworden oder vielleicht sogar überrannt. Der Westen wäre an der Überrüstung fast kaputt gegangen, und der Osten ist daran kaputt gegangen. 

Heutzutage wäre es wahrscheinlich umgekehrt, denn die Marktwirtschaft funktioniert immer schlechter, da das Bevölkerungswachstum stark zurück gegangen ist, wodurch es immer weniger Wirtschaftswachstum gibt und immer weniger Schuldner die Zinsen bezahlen können. Dagegen funktioniert die Planwirtschaft immer besser, da immer mit einer immer besseren Computertechnologie und Vernetzung immer mehr Wirtschaftsdaten erfasst werden können und deren Entwicklung  und Beeinflussbarkeit immer besser simuliert werden kann.

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Dahinter stecken strukturelle Unzulänglichkeiten der Planwirtschaft. Produktionsmengen werden reichlich unflexibil geplant, ohne Nachfragebedürfnisse hinreichend zu berücksichtigen. Ferner konnte die DDR Produktionsdefizite (ganz banal z.B. für Kaffeebohnen oder Südfrüchte aus klimatischen gründen) aufgrund chronischen Devisenmangels nicht durch Exporte aus dem Ausland kompensieren.

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Die offiziell bekannte sichtbare Mangelwirtschaft hatte eine florierende und inoffizielle Schattenwirtschaft.  Daraus entstand ein florierender und lukrativer Handel mit Produkten, die "unter dem Ladentisch" vertrieben wurden. 

Auch die Hamsterkäufe  bestimmter Warenartikel trugen zur "sichtbaren" Knappheit bei. Diese Hamsterkäufe waren in der Planwirtschaft ja nicht vorgesehen. Mit dem illegalen Umtausch West-Ost-Geld ließen sich damit sehr gute Geschäfte im Privaten machen.

Natürlich gab es keine freie Marktwirtschaft und die Zahlen der sozialistischen Planerfüllungen sowie die Gewinne der Produktionsbetriebe waren gefälscht. Fast alle, selbst Betriebsleiter bedienten sich privat aus dem Volkseigentum.

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Staatliche Planung, also zu bestimmen, was nun unbedingt hergestellt oder besorgt werden muss, damit das Volk zufrieden ist, kann nur bedingt funktionieren: Der Chef der staatlichen Planungskommission Gerhard Schürer erklärte in einer Phoenix-Doku, dass  die Kaffeepakete, die in den Geschenkpaketen aus dem Westen fast immer enthalten waren, schon "automatisch" in die Zahlen des "echten"Kaffeeimports  einbezogen wurden.

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