wie kam es zur gleichberechtigung im kaiserreich?

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1 Antwort

Welche Gleichberechtigung?

kukuktralala 24.06.2011, 17:35

die gleichberechtigung der frauen

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Dummie42 24.06.2011, 17:38
@kukuktralala

Gab es nicht.

Art. 3 Abs. 2, „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ steht erst seit 1949 im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Im Kaiserreich waren Frauen nichteinmal wahlberechtigt, erst in der Weimarer Republik.

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Dummie42 24.06.2011, 17:45
@Dummie42

"Frauenrechte im Kaiserreich im 19. Jahrhundert: 1794 Preussisches Allgemeines Landrecht. - bis 1900.

Mann ist Familienoberhaupt, Vormund seiner Ehefrau

Ohne seine Genehmigung darf sie keine Erwerbsarbeit unternehmen, einen Vertrag eingehen oder in eigener Sache zum Gesetz gehen: rechtlich gesehen war sie eine Unperson.

Der Ehemann übernahm alle Eigentümer und Vermögen seiner Frau.

Vater hatte volle Rechte über seine Kinder, besonders über Töchter. Falls ledig, blieben sie minderjährig. Ohne seine Genehmigung dürften sie nicht heiraten.

Scheidungsgesetze relative freizügig (im Vergleich zu zB England): kinderlose Ehen konnte man mit dem Einverständnis beider Ehepartner ohne Schuld auflösen; Ehepaare mit Kindern konnten sich aufgrund der ehelichen Untreue scheiden lassen.

Politische Rechte

Das Stimmrecht:

Für die meisten Frauen: kein Stimmrecht.

Wenige Ausnahmen:

begrenzte Rechte auf lokaler Ebene

Wohlhabende Frauen ohne Vormund konnten wählen, aber nicht direkt: ein Mann bekam die Stimmrechtsvollmacht.

Da Frauen ihr Vermögen nach der Heirat an ihren Männern abgeben mussten, verloren sie auch das Stimmrecht falls sie heirateten.

Das preussische Vereinsgesetz 1850 bis 1908 verbat Frauen, zur Wahl anzutreten und zu wählen (das aktive und passive Stimmrecht).auch dürften sie keine politischen Parteien angehören oder politische Versammlungen beiwohnen.

Geschlechtsvormundschaft - ab 1875 im deutschen Kaiserreich gültig.

eine Frau braucht in all ihrer öffentlichen, rechtlichen und geschäftlichen Handlungen einen männlichen Vormund.

Bürgerliches Gesetzbuch. – 1900: ein Versuch, deutsche Rechte zu standardisieren in mancher Hinsicht noch illiberaler als vorher.

Der Ehemann nahm das Vermögen seiner Frau in Anspruch nach der Heirat

Frau wurde zwar als Rechtssubjekt anerkannt, war noch dem Ehemann und Familienvater untergeordnet: er hatte bis 1958 das Entscheidungsrecht(!).

Die Ehefrau dürfte jezt arbeiten, wenn sie es mit ihren häuslichen Pflichten verbinden konnten, und dürfte das verdiente Geld behalten.

Der Vater behielt alle rechtliche Macht über die gemeinsamen Kinder.

Töchter dürften erst ab 24 Jahre ohne die Genehmigung des Vormunds heiraten.

Ehescheidungen wurden schwieriger im Laufe des zwanzigsten Jahrhunderts

bis 1900 galt das Schuldprinzip bei Ehescheidungen (einer der Ehepartner musste als schuldig erwiesen werden).

Scheidung nach beiderseitiger Zustimmung nicht mehr möglich.

Abtreibung – ab 1900 illegal unter allen Umständen. Männer ab 1854 nicht mehr verpflichtet, für uneheliche Kinder Unterhalt zu bezahlen.

"http://www.german.leeds.ac.uk/Gender%20and%20Germany/Campus/Frauenrechte%20im%20Kaiserreich%20im%2019.htm

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