Wie kam es zur Evolution der Geschlechter?

2 Antworten

Wahrscheinlich sind die Geschlechter vor ca. 600 Mio. Jahren erstmals entstanden. Wie genau das vor sich ging, ist schwer zu sagen. Die geschlechtliche Fortpflanzung hat die Vorteile, dass die DNA von zwei Lebewesen vermischt wird, wodurch die Nachkommen neue Eigenschaften entwickeln können, die besser an die Umgebung angepasst sind. Ein weiterer Faktor für die Entstehung der Geschlechter könnte Druck durch Parasiten sein. Laut "Bild der Wissenschaft" sind Männer demnach nichts anderes als eine biologische Krankenversicherung :) Aber wer weiß, ob die Zukunft für die Geschlechter auch so rosig aussieht. Denn diese Fortpflanzungsmethode kostet viel Energie und Ressourcen. Und in Zeiten von AIDS & Co. ist sie nicht gerade harmlos.

Wie genau sich diese Wandlung vollzogen hat kann dir wahrscheinlich niemand sagen, da natürlich keiner dabei war. Grundsätzlich entwickeln sich Veränderungen durch Mutation und Rekombination der DNA. Eine veränderte DNA führt zu einem veränderten Phänotyp, also dem Erscheinungsbild des Organismus. Die Selektion setzt am Phänotyp an, sodass nur diejenigen überleben die die größte Fitness also den größten Reproduktionserfolg aufweisen.

Geschlechtliche Fortpflanzung bietet gegenüber ungeschlechtlicher Fortpflanzung wesentliche Vorteile. Bei ungeschlechtlicher Fortpflanzung sind Tochterzellen genetisch identisch mit der Mutterzelle. Sie passen sich langsamer an veränderte Umweltbedinungen an, da negative Mutationen sich stärker in der Population halten können. Geschlechtliche Fortpglanzung hat den Vorteil der Rekombination und des Crossing-over (Chromosomenstückaustausch). Nachkommen sind daher niemals mit ihren Eltern genetisch identisch. Eine hohe Vielfalt an DNA bietet eine hohe Vielfalt an verschiedenen Phänotypen, also Varianten. Individuen mit der höchsten Fitness werden sich durchsetzen.

Wahrscheinlich entstand auch die geschlechtliche Fortflanzung durch zufällige Mutationen. Es gibt heute noch Lebewesen, die sich sowohl geschlechtlich als auch ungeschlechtlich Fortpflanzen können

Ja, danke! Dass es auf Mutationen zurück gehen müsste, ist letztlich klar. Aber wie kann ohne Fortpflanzung eine diploide/polyploide Zelle mit Geschlechtsmerkmalen generiert werden? Das ist doch mehr als unwahrscheinlich, oder? Auch wenn die Geschlechtlichkeit natürlich klare Vorteile bietet, so fragt sich doch, wie sie schrittweise entwickelt werden konnte, bevor die geschlechtliche Fortpflanzung funktionierte (d.h. lange bevor sie Selektionsvorteile mit sich brachte).

Ich konnte dazu bisher nichts Verwertbares finden. Aber es wird doch wohl schlüssige Hypothesen dafür geben, wie dies entstand, oder?

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@arctic

Wenn du es so betrachtest, ist die gesamte Evolution unwahrscheinlich. Eine Hypothese die die Entwicklung zu diploiden Zellen schlüssig erklären soll ist mir leider bisher noch nicht begegnet (heißt jetzt nicht das es sie nicht gibt). Im Prinzip sind das alles auch nur wilde Spekulationen, da sich nichts beweisen lässt. Es könnte z.B. sein dass zwei haploide Einzeller aus irgendeinem Grund miteinander verschmolzen sind. Die entstandene diploide Zelle hat dann einen doppelten Chromosomensatz, also mehr genetische Variabilität. Auch könnte einfach ein Fehler in der Zellteilung aufgetreten sein, sodass die Chromosomen nicht gleichmäßig auf die Tochterzellen verteilt wurden. Zufällig hatten dann eine der entstandenen Zellen einen Vorteil. Wahrscheinlich lässt sich dies nicht auf ein einziges Ereignis zurückführen. Ich denke, außerdem dass die Bildung von Keimzellen mit der Entstehung der Metazoa einherging. Einzeller bildeten Kolonien und entwickelten Zell-Zell-Interaktionen. Die ersten mehrzelligen Lebewesen z.B. Schwämme konnten sich wahrscheinlich nur ungeschlechtlich vermehren. Diese Schwämme könnten zu diesem Zeitpunkt schon ein diploides Genom besessen haben. Aber erst durch die Entwicklung spezieller Gewebe die in der Lage waren Keimzellen zu bilden konnte geschlechtliche Fortpflanzung stattfinden. Ein Einzeller alleine kann ja keine phänotypischen Geschlechtsmerkmale aufweisen. Leider beruht die gesamte Evoution auf Zufällen und Unwahrschenlichkeiten. Mein Prof hat mal gesagt, wenn der Wissenschaftler nicht weiter weiß nimmmt er doch gerne ein bißchen Gott.

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