Wie kam es dazu das der Mensch so Böse wurde?

20 Antworten

Hallo svensteffens,

nach dem was ich hier so lese möchte ich noch einmal ausführlicher antworten:

nicht alle Schwierigkeiten zwischen den Menschen haben Böses als Ursache, Konflikte gehören zum Leben dazu.

Kinder werden oft als Böse bezeichnet, wenn sie nicht so funktionieren, wie die Eltern das wollen. Das ist aber kontraproduktiv, denn es löst die Probleme nicht. Besser ist hier, dem Kind zu erklären, warum sein Verhalten falsch ist, und Strategien einzuüben, die das unerwünschte Verhalten unnötig machen. Viel Böses kommt durch die Erziehung in die Welt:

1. Verbotenes reizt besonders, es zu tun und isch nicht erwischen zu lassen. Das tritt besonders bei der autoritären Erziehung auf.

2. Das Strafen an sich wird am Vorbild gelernt: manche Menschen glauben, wenn jemand etwas tut, das sie nicht für gut heißen, dann müssten sie ihn Strafen. Dann kommt das Böse genau durch die Bestrafung, die das vermeintlich Böse eigentlich verhindern soll. (wenn ich Dir das genauer erklären soll, einfach schreiben).

Und nicht zuletzt gibt es Menschen, die sind zu Empathie nicht fähig. Die haben einfach eine inaktive Amygdala und können kein Mitgefühl empfinden, und machen so Dinge, die Andere als Böse empfinden. Das ist aber eine angeborene Fehlfunktion des Gehirns und die Betroffenen müssen auf andere Weise lernen, weie sie damit umgehen können und es ist eine besondere Herausforderung für sie, nicht straffällig zu werden. Das trifft besonders Psychopathen, also schwere Massenmörder und Kinderschänder. Oft können solche Menschen gar nicht lernen "anständig" zu sein und wir können sie, um ihre Mitmenschen zu schützen, nicht einfach frei herumlaufen lassen. Von Schuld würde ich da allerdings nicht reden. Da davon nur ein sehr kleiner Teil der Bevölkerung davon betroffen ist, greift auch das Konzept der ererbten Schuld nicht, die OhNobody hier zeichnet.

Es gibt noch weitere Ursachen für sozial unerwünschtes Verhalten. Ich denke aber, das würde hier den Rahmen sprengen. Szesny hat mal ein Buch getitelt "Das sogenannte Gute" und zeigt darin auf, wie gutgemeintes oft negative, schädliche Auswirkungen hat, also genau das Gegenteil bewirkt.

LG

Böse ist, was wir Menschen aufgrund anerzogener Moralvorstellungen als böse empfinden.

Für einen Kannibalenstamm im Urwald ist es nicht verwerflich einen Menschen zu töten und zu verspeisen.

In unserer Gesellschaft, in der wir uns rühmen hohe moralische Standarts zu besitzen, wäre das undenkbar.

Also ist nicht der Mensch böse geworden, sondern die moralischen Standarts höher je intelligenter dieser wurde. Leider hat dieser "Prozess" nicht zeitgleich bei jedem Menschen stattgefunden, zB durch äussere (gesellschaftliche) Einflüsse.

Wer sagt, dass er so wurde? Vielmehr war er vermutlich früher noch ungehemmter und wurde durch soziale Regeln und Gesetze "gezähmt"

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