Wie kam das Christentum nach Europa?

5 Antworten

Hallo BJ95ffm,

Paulus hat bereits im 1. Jahrhundert fleißig in Griechenland missioniert, da war das Christentum bereits in Europa! Bereits 325 wurde das Christentum mit der konstantinischen Wende römische Staatsreligion und damit beherrschend in den damaligen "zivilisierten" Teilen Europas. Die Völkerwanderung verzögerte die Ausbreitung etwas, doch die wandernden germanischen Volksstämme nahmen die christliche Religion doch relativ widerstandslos an. Schwierig war es nur in abgelegenen Gebieten mit wenig Migration, da dauerte es noch ein Jahrtausend, bis die letzten Reste "heidnischer" Bevölkerung ausgemerzt waren.

Gruß Friedemann

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Bereits 325 wurde das Christentum mit der konstantinischen Wende römische Staatsreligion

Die konstantinische Wende war vor 325, und zu Lebzeiten von Konstantin war das Christentum nie Staatsreligion. Das wurde es erst 391. Laut Wiki aber faktisch erst mit Justinian (527-65).

Die Völkerwanderung verzögerte die Ausbreitung etwas, doch die wandernden germanischen Volksstämme nahmen die christliche Religion doch relativ widerstandslos an.

Wobei sie typischerweise nicht die Konfession der Römer annahmen, sondern meist Arianer wurden. Bis dann die Franken - in Opposition zu den anderen arianischeh Stämmen - orthodox bzw. katholisch wurden.

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meine Frage ist, wie kam das Christentum nach Europa... 

Wenn es darum geht, wie es zum ersten mal nach Europa kam: ist nicht genau bekannt. In der Bibel haben wir den Bericht, wie Paulus vermutlich im Jahr 49 von Troas in Kleinasien nach Philippi in Makedonien (heutige griechische Provinz Makedonien, nicht der gleichnamige Staat) kam. Allerdings hat er einige Wochen später in Korinth Aquila und Priska getroffen, die aus Rom kamen und vermutlich dort schon Christen waren ...

So weit ich weiß, hat es Jahrhunderte gedauert bis die Bibel fertig gestellt war, oder?

Von Jahrhunderten kann eigentlich nur in Bezug auf das Alte Testament, dass wir Christen mit den Juden gemeinsam haben, die Rede sein, die Bücher des Neuen Testaments sind alle im 1.Jh. geschrieben worden. Der "Kanon" der vier Evangelien hat sich schon vor 150 herausgebildet, wie u.a. die Reaktion auf Markion zeigt, und dass die Paulusbriefe, die Apostelgeschichte und einige weitere Briefe dazu gehören, war Ende des 2.Jhs. auch Konsens. Die offenen Detailfragen (wie z.B. ob die Offenbarungen des Petrus und des Johannes dazu gehören) sind tatsächlich erst im 4.Jh. entschieden worden - aber das betrifft nur die Zusammenstellung, nicht die Abfassung oder den Inhalt der einzelnen Bücher.

So weit ich weiß, war ganz Germanien in verschiedensten Stämmen und teilen aufgeteilt

Das ist ne Idealisierung. Die Germanen haben sich in Stämmen organisiert, die sich je nach Lage zusammenfanden oder auseinanderliefen. Allerdings wurde meist die Illusioin erzeugt, dass die Mitglieder eines Stammes alle untereinander verwandt seien - nur sind Stämme, die Tacitus erwähnt, später nicht auffindbar und dafür ganz neue Stämme entstanden ... Die Nationalisten des 19. Jhs. und natürlich auch die Nazis haben ernsthaft geglaubt, die Germanen wären ne Gruppe reinrassiger Stämme gewesen, aber das stimmt nicht.

In einer Dokumentation, wurden die Sachsen die damals Britannien
überfallen haben, zu Christen weil die von den Britannien halt auch viel
gezwungen wurden

Die Briten (Kelten und Reste der Römer, die nicht zurück ins Restreich gegangen waren) wurden von Sachsen bedrängt und "gezwungen", was du auch daran siehst, wo heute in GB noch keltisch gesprochen wird und wo Angelsächsich ;) Wie auch in Irland (siehe St.-Patrick-Legende) hat sich hier das Christentum von den Unterlegenen zu den (insbesondere militärisch) Starken durchgesetzt. War ja im Römerreich auch so, da hat sich das Christentum ja im ganzen Reich ausgebreitet, obwohl es nicht gern gesehen und zuweilen verfolgt wurde.

Die Britannien waren ja Christen, aber wie kamen sie dazu?

Die wurden durch die Römer Christen. Ab 305 war das Christentum offiziell erlaubt und gefördert, ab 384 Staatsreligion, und ab dem 6. Jh. wurde es auch z.T. gewaltsam durchgesetzt. Insbesondere die Zwangsbekehrung der Sachsen im 8/9. Jh. durch Karl d.Gr. war ziemlich grausam und unchristlich. Aber bei den Briten war das noch ziemlich friedlich vor sich gegangen.

Ich habe viel in den Dokus von Chronisten gelesen ?

Es hat immer Leute gegeben, die die Ereignisse ihrer Zeit notiert haben. Nicht immer unparteiisch ;) viele Werke sind verloren gegangen und nur über spätere Bücher, die diese Chroniken benutzt haben, bekannt. Womit ich jetzt auch erwähnt habe, dass manche Chroniken mehrere Jahrhunderte umfassen, eben durch Benutzung von Quellen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Chronik

Das Christentum wurde mit einer Mischung aus Propaganda und roher Gewalt verbreitet. Nachdem die Christen im römischen Reich die Macht übernahmen, stellten sie unter Beweis, dass sie um nichts besser sind als ihre Vorgänger es waren. Wo früher auf die Christen Jagd gemacht wurde, machten nun die Christen Jagd auf alle anderen Religionen. Deren Anhänger wurden durch Zwang konvertiert oder ermordet, ihre Heiligtümer geschändet oder wie das Pantheon in Rom umgebaut um als christlicher Tempel zu dienen. 

Auch den Briten erlitten dieses Schicksal. 

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