Wie kalkuliert ein Gastronom?

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10 Antworten

Die Frage ist nicht mehr jung, das Anliegen jedoch noch immer aktuell. Generell dienen solche Aktionen nur der Werbung, denn sie sind nur unter ganz bestimmten Bedingungen kostendeckend. Eine Bedingung ist, man beschäftigt keine "Dealer" als Weiterverkäufer, wie die amerikanischen Anbieter. Man findet im Web über Google dafür kostenlose Kalkulationsvorlagen u.a. bei Lexware.

Man sollte bei der Kalkulation immer darauf achten, dass der Wareneinsatz für 2 Portionen abgedeckt ist, man verzichtet freiwillig für 1 Portion auf die Handelsspanne und den Gewinnanteil, oder nur die Handelsspanne. Bei 2 Portionen realisiert man also nur Rendite für 1 Portion.

Hallo clumsy862, als Kalkulation im herkömmlichen Sinn kann man das nicht bezeichnen. Hier handelt es sich eher um eine Werbemaßnahme. Oftmals wird so etwas in umsatzschwacher Zeit durchgeführt und dient dazu neue Gäste mit dem Lokal bekannt zu machen und daran zu binden. Das macht auch unter dem Strich Sinn. Das Angebot ist auf Getränke begrenzt und lässt sich finanziell aushalten. Zur Kalkulation ist zu sagen, dass im groben Querschnitt ein Gastronom einen Wareneinsatzfaktor von 33-35% nicht überschreiten sollte. Hier ist dann von der Speise jeglicher Art, die Getränke und alle sonstigen Umsatzträger die Rede. Das ist das Ergebnis der üblichen Mischkalkulation. Da Softtränke und Spirituosen oftmals mit einem Wareneinsatz von 25% kalkuliert werden erkennst Du sofort das ein zweites Getränk über einen überschaubaren Zeitraum zum Preis von einem den Wirt nicht an den Rand der Existenz bringt. Ich hoffe dir geholfen zu haben. Beste Grüße, Peter

Meistens ist es gar nicht kalkuliert - es wird einfach gemacht, weil es funktioniert, und hinterher schaut der Wirt, ob es sich gelohnt hat.

Aber eigentlich sollte der Geschäftsführer/Inhaber erst einmal eine Deckungsbeitrags- bzw. Grenzkostenrechnung machen. Das heißt, er rechnet nach, wie weit er mit dem Preis (in diesem Fall ist der Preis ja quasi halbiert) nach unten gehen kann, so dass er zwar keinen Gewinn mehr damit macht, aber eben auch keinen Verlust. Dabei kalkuliert er mit einer angenommenen Zahl an verkauften Schnäpsen. Jede zusätzliche Bestellung bringt ihm dann Gewinn.

Solche Aktionen werden gemacht um den Umsatz anzukurbeln die erhoffte Masse gleicht die Unkosten schon aus. Meistens bleiben die Gäste ja länger da. Ich verlose diesen Monat ein 30 Liter Bierfass unter allen Gästen die über 5 € Umsatz machen, wenn Sie ihren Kassenbon bei mir mit Namen und Anschrift oder mindestens E-Mail Adresse abgeben. Damit hoffe ich auch das mal wieder mehr Leute was trinken kommen!

BG Cosel

Die Aktion gilt nicht am Wochenende und bei Veranstaltungen.

Wenn der Wirt damit den Umsatz verdoppelt, kommt er damit eher seine Kosten als bei einer Zeitungsanzeige. Die Getränkekosten sind nur der Einkaufspreis,sondern auch Miete und Personalkosten.

Wenn der Laden am Wochenende voll ist, startet man keine Rabattaktionen , sondern macht nur Dienstags eine Happy Hour.( da wäre sonst " tote Hose")


Ist eine gute Werbung bei Kneipen. Wenn der Laden ok. Ist, kommt man gerne wieder


Bei Restaurants geht das oft in die Hose. Portionen sind bedeutend kleiner als üblich, sehr unfreundliche Bedienung, kein Ouzo nach dem Essen, wenn mit Coupon gegessen wird. Ich habe es schon erlebt, dass der ganze Tisch vergrault wird, wenn ein Paar das Gutscheinbuch vorzeigt.

Das spricht sich dann sehr schnell rum, ( es gibt Kritiken im Internet ) die voll zahlenden Gäste meiden das Lokal auch.

Gutschein Aktionen

Bring ihm Gäste wenn er auch nur Unkosten damit Deckt

Sin oft auch mit Hilfe/Absprach mit der Brauerei/Lieferant wegen Einkaufspreis

Betrifft oft nicht alle Getränke

Sind oft nur für Bestimmte Tageszeiten

Ein Voller Schuppen bringt Gäste, du gehst auch nicht in ein Leeres Lokal . Gut Gedacht ist es nicht Automatisch ein Verlust Geschäft, er hofft dass du irgendwann wieder kommst und bringst noch andere Leute mit , der Effekt sollte ein Schneeball System sein.

So, ich gib dir mal eine konkrete Antwort auf deine Frage. Der erste Drink wird ganz normal über Deckungsbeitrag kalkuliert. Beim Zweiten werden die entstandenen Warenkosten vom Marketing-Budget abgezogen.

Ob da viele Gastronomen so machen bezweifle ich, aber so wäre dies buchhalterisch korrekt kalkuliert.

Gruss

Die Kalkulation geht bestimmt gegen "0" - ich denke was sich auszahlt ist die Gäste-Bindung bzw. dadurch holt der sich oft Gäste in den Schuppen zu Zeiten in denen der Laden sonst leer wäre. Spart Heizkosten und hebt außerdem die Stimmung.

So ein Angebot dient hauptsächlich der Werbung .. wenn es den Leuten dort gefallen hat, kommen sie wieder, und dann ohne Gutschein . ..

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