Wie Kalk-Zement-Wandputz im Keller ausbessern?

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3 Antworten

Alles was viel Zement enthält ist für oberflächliche Beschichtungen an der Kellerwand wenig gut geignet. Zement sperrt gegen Feuchtewanderung. Zement sorgt für schnelles Abbinden und verkürzt die Verarbeitungszeit bis zur Oberflächenbearbeitung rapide.

Ich habe meinen Putz im Keller selbst ausgebessert mit einem fast reinem Kalkputz. Eine Angstspitze Zement war mit dabei. Ich haben 9-10 Raumteile Sand, 3 Raumteile Kalkhydrat CL90 (Baumarktware) und 0,5 Raumteile Zement vermischt und mit Wasser zu dünnflüssigem Mörtel verrührt.

Nach dem Vornässen der Wand wird der Mörtel dünn angeworfen, bzw. aufgezogen und geglättet (mit der Richtlatte, bzw. Abziehlatte). Wenn man mit der Wand fertig ist und diese eben ist, kann es schon an der Zeit sein, am Anfang der Wand mit dem Verreiben zu beginnen (je nach Saugfähigkeit des Untergrundes).

Nun wird mit dem Quast frisches Wasser an den frischen Putz geworfen und sofort mit dem Holzreibebrett der Putz langsam kreisend verrieben, wobei kein Druck auf die Oberfläche ausgeübt werden sollte und diese mit dem Quast immer wieder nass gehalten wird, bis sich eine ansehnliche Struktur bildet, die Abhängig von der Korngrösse des Sandes ist.

Diese Putzmischung kann übrigens auch noch nach 12 Stunden angenässt und verrieben werden (eigene Erfahrung). Ggf. ist mehrfach anzunässen und dann erst mit dem Reibebrett zu verreiben.

Auf Null ausziehen lassen sich nur Gipsspachtelmassen und Kalkspachtelmassen mit feinen Marmormehlen. Ich habe mir mal aus 50% Quarzsand und 50% Kalkhydrat eine "Spachtelmasse" gemischt, die sich bis auf einen halben Millimeter auf die Oberfläche ausziehen ließ. Je gröber die Körnung, um so weniger gut lässt sich das material ausziehen. Eine Angleichung an vorhandene Putzflächen ist dann nur mit viel Geschick und Wasser möglich.

Von einem Maurer habe ich mal gelesen, dass er zum Finish seiner Putzflächen Kalkhydrat in Wasser dickflüssig anrührte und diese Paste in die noch feuchte, aber schon feste Putzoberfläche mit der Glättkelle einarbeitete. So bekam er eine sehr glatte Oberfläche. Selbst habe ich es noch nicht ausprobiert, weil ich strukturierte Putzoberflächen mag.

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Es gibt zementäre Spachtelmassen, z.B. PCC 05 von Sakret, damit kann man relativ dünn ausziehen, aber ganz auf Null geht meist nur mit Gipshaltigen Produkten und die sind dann meist nicht für solche Feuchträume geeignet!

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Es gibt auch Spachtelmasse, mit der kann man kleinere Löcher ausbessern. 

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