Wie jemanden mit Verdacht Persönlichkeitsstörung konfrontieren?

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7 Antworten

Alleine schaffst du das nicht, du wirst dann eher zum Feind dieser Person..

In eigentlich fast allen Fällen besitzen solche Personen auch ein ungebrochenes und äußerst übertriebenes Ego.
Je nach Persönlichkeitsstörung wird diese Person psychisch Druck auf dich ausüben und überwiegend emphatielos sowie oberflächlich aggieren.
Gleich oberflächlich scheinen dann die Differenzen, im Bezug auf z. B. dich, für diese Person zu sein/werden wenn du Sie schaffst damit zu konfrontieren.

Ein kleines Fallbeispiel;
Partnerschaft, du leidest unter tiefgründigen Punkten wie Zwischenmenschlichkeit, nämlich der Basis für jede Beziehung (Kälte, ständig im Recht sein zu "wollen", eigene Spielregeln, mangelnder Respekt zu dir und selbst zu klaren Grenzen, aktives Beeinflussen, etc.).
Mal deutlicher, dich stört "diese" Kälte, diese Person wird immer irgendwas finden. Da ich wegen deines Beitrages davon ausgehe das du Emphatiefähigkeit besitzt, wirst du eher z. B. zu hören bekommen das dieser Person etwa dein Umgang mit Geld nicht passt oder das du dich einem dir vertrauten Mensch anvertraust.

Diese Entwicklung ist bereits das Ende vom Lied und zwar von deinem, alleine gehst du daran kaputt und diese Beispiele habe ich mir nicht ausgedacht.

Allerdings denke ich nicht das wir weitreichende psychologische Kenntnisse besitzten um eine Diagnose einer Persönlichkeitsstörung stellen zu können.

Hilfreich ist z.B. darauf zu achten was genau die Trigger sind das anschließend ein auffälliges Verhalten auslöst.

Ratsam ist es professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, sollte ein Leidensdruck dadurch bei sich selbst zu bemerken sein.

LG

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Kommentar von ClaudiHundemom
28.05.2016, 14:57

Danke für Deine Antwort. Ich habe überlegt Ehepartner, Familienangehörige etc. miteinzubeziehen, befürchte aber dass die Person durch dieses "Bollwerk" sich (zT ja auch nachvollziehbar) noch mehr in die Enge getrieben fühlt und 'dicht' macht und mit dem Vorwurf der Frontenbildung reagiert --> Angriff als Verteidigung. 

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Hab bisher noch keine Erfahrung damit (bin zwar HP Psy, aber noch ohne Ausübung), möchte dich aber anregen dich selbst zu fragen, inwieweit solch eine Konfrontation dem Betroffenen "helfen" könnte. Und hilft es auch dir, kannst du durch eine "handfeste" Diagnose leichter mit ihm umgehen und zugänglicher werden?

Du machst nur diffuse Andeutungen zu deiner Tätigkeit. Ich gehe jetz mal davon aus, dass ihr euch regelmäßig psychotherapeutisch zusammen setzt, dann würde ich an deiner Stelle die ganze mutmaßliche Diagnose beiseite stellen (durch Konfronation könnte er erst recht dicht machen) und einen anderen, empathischen, nicht-analytischen Zugang suchen... z.B.: kommt er überhaupt "freiwillig" zu dir? Irgendwas (Leidensdruck?) wird ihn ja wohl antreiben, sich mit sich selbst auseinander zu setzen...

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Kommentar von ClaudiHundemom
28.05.2016, 15:19

Hallo,

ja ich frage mich tatsächlich was eine Konfrontation bringen könnte. Ein Konflikt besteht, da ich mich auf der einen Seite verpflichtet fühle "etwas zu tun" - gerade weil ich fachlich auch in dem Bereich ausgebildet bin...zudem bin ich für die Person (mit Unterbrechung weil schwierige Beziehung logischerweise) ab und zu wichtige Bezugsperson/Beratungsperson und die Person hat auch Kinder. 

Außerdem bemerke ich bei Anderen und auch bei mir dieses typische komplementäre Verhalten, gespickt mit Phasen von oppositionellem Verhalten...nichts davon führt natürlich zu einer Besserung der Beziehungen/Kommunikation - eine Anpassung Unterordnung führt hingegen dazu, dass sich das Umfeld zurückzieht und den Kontakt reduziert. Auch das bemerke ich bei mir selbst und habe deswegen manchmal auch ein schlechtes Gewissen. 

Mir ist es selber gar nicht so wichtig welche Störung dahinter stehen könnte sondern es würde mir, glaube ich, nur dabei helfen die Situation zu verstehen und einzuschätzen. Wenn eine Erkrankung dahinter steht, dann bedeutet es auch, dass die Person 'nix dafür kann' und eine Auseinandersetzung mit der Störung sowie eine Therapie evtl. Besserung verspricht. Es würde aber auch bedeuten - wenn ich das nicht falsch sehe - dass ich mein Verhalten und meine Emotionen kontrollieren muss (was ich schon tue/ wir alle tun), da authentisches (d.h. ggf. wechselhaftes, ärgerliches usw) Verhalten mKn die Situation nur verschlimmert. 

Je mehr ich darüber nachdenke - auch durch euer Feedback hier, desto mehr glaube ich, dass ich mich und auch das Umfeld authentisch verhalten müssen, denn nur so kann die Person überhaupt auf den Trichter kommen irgendetwas zu ändern  - ähnlich wie bei einem Süchtigen und den Coabhängigen. Alles Andere ist erst relevant, wenn die Person tatsächlich Hilfe in Anspruch nimmt und ggf. eine Diagnose bekommt. Wenn keine Störung vorliegt, dann liegt die Verantwortung für das Verhalten zu 100% bei der Person und die Konsequenzen des Umfelds (Ärger, Rückzug, Ambivalenz) sind auch zu 100% ihr Problem und nicht meines (jaja...). 

Obwohl ich das eigentlich weiß, wurmt mich die Frage, ob ich nicht umgekehrt aber wollen würde, dass mir jemand klar und drastisch sagt, dass es so nicht weitergeht und nicht mehr "normal" ist...bevor ich mich im privaten sozialen Bereich weiter ins Unglück stürze und vor allem auch die vorhandenen Kinder (psychisch) ins Unglück stürze. 

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Bei dem Verdacht einer psychischen Erkrankung hat man als Laie gar kein Recht eine Diagnose zu stellen und diese dem Betroffenen mitzuteilen. "Persönlichkeitsstörung"  -  das ist ein weites Feld.

Wenn du der betroffenen Person helfen willst, kannst du FRAGEN, ob sie schon mal daran gedacht, ob sie sich psychologische Hilfe holen will.

Als Außenstehender "schonend jemandem (mit einer vermuteten Diagnose !) konfrontieren" geht gar nicht.

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Kommentar von ClaudiHundemom
26.05.2016, 16:48

Hallo Nirakeni,

danke für Deine Antwort.

Zur Erklärung: So ganz außenstehend bin ich jetzt nicht (möchte aber nicht ins Detail gehen). 

Und ich weiß nicht, ob das mit der psychologischen Hilfe wirklich so subtiler ist, v,a. wenn beim Anderen eh das Schlimmste ankommt. Die Frage ist ja auch, wie geht das Gespräch dann weiter? Die Person sagt dann Ja oder Nein und/ oder fragt warum...und dann?

Hast Du denn da Erfahrung mit oder ist das Deine Meinung als Nicht-Betroffende/r?

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Hallo Claudi,

sehr schweres Päckchen was du da mit dir rumschleppst ;-/

Ich würde es nicht positiv aufnehmen.

Du bist 'nicht so ganz außenstehend' (was auch immer das heißen mag ;-)). Gibt dir dass das Recht solche Vermutungen/Diagnosen zu stellen?

Du machst dir Sorgen.... du nimmst 'Eigenarten' wahr... du siehst soziale Schwierigkeiten... du erkennst die Not...aber das Alles solltest du in 'deine' Worte packen.

Reden ist nicht... dann bring es zu Papier!!! Schreib einen Brief an sie/ihn. Vielleicht kann er/sie anders damit umgehen? Ihn wegpacken wenn's zuviel wird.... nochmal nachlesen...

Je länger ich darüber nachdenke, desto besser gefällt mir die Idee ;-)

Klar, anscheinend ist es an der Zeit Hilfe in Anspruch zu nehmen - jepp.

Aber den Zeitpunkt dafür entscheidest nicht du! Es gibt allerdings mit Sicherheit auch Hilfsangebote für 'Angehörige' - wahrscheinlich ist das hilfreicher für Dich.

Denn im Internet nach Diagnosen zu suchen - davon halte ich persönlich überhaupt nix.

Alles Gute!!!

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Das was Du da vorschlägst oder vorhast finde ich persönlich unterste Schublade. So etwas tut man Niemandem an. Noch dazu bist Du weder Psychiater noch hast Du eine konkrete Mission in so einer Richtung tätig zu werden, ich finde Du neigst zu Größenwahn und überschreitest damit Deine Kompetenzen, falls Du überhaupt welche hast. Stell Dir doch mal vor, Dich würde man so in die Pfanne haun? Abartig finde ich so ein Verhalten.

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Persönlichkeitsstörung ist ein großer Begriff in der Psychologie und kann alleine nicht stehen gelassen werden. Auf welche Art der Persönlichkeitsstörung beziehst du dich?

Wenn es nur eine Verhaltenstörung ist, dann kann man den betroffenen direkt offen Konfrontieren mit der Absicht aus Besserung und  Wegleitung. Wenn es sich um eine schwäre Form der Persönlichkeitsstörung handelt wie der, der Multiplen ist nur der Facharzt der richtige und entscheidende Weg.

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Kommentar von ClaudiHundemom
26.05.2016, 16:42

Hallo piobar, danke für Deine Antwort. 

Ich bin kein Psychiater und habe nur einen Verdacht, da sage ich mal Verhalten/ Reaktion/ Emotionalität schon über einen langen Zeitraum (in meinen Augen) nicht mehr normal sind. Dazu gehört, dass die Person nicht über sich sprechen möchte/kann und wie gesagt extrem misstrauisch und leicht kränkbar ist. Persönliche Themen sind kaum aushaltbar und das Gespräch wird dann abgebrochen. Es werden aus neutralen Dinge Kränkungen und Anschuldigungen herausgelesen oder gehört und die Person hat große Schwierigkeiten im zwischenmenschlichen Bereich, zB Freunde zu finden. Wegen der Kränkbarkeit dachte ich an etwas narzisstisches oder emotional-instabil, aber beide passen nicht 100% zB. fehlt das Selbstverletzen (zumindest das klassische) und auch über Selbstmordgedanken ist mir nichts bekannt. An Impulskontrolle mangelt es, an Schwingungsfähigkeit häufig, an Empathie...aber die Wenigen sozialen Bindungen, die da sind werden schon versucht über lange Jahre auch zu halten auch wenn sich das Umfeld häufiger zurückzieht von der Person, da die Stimmung regelmäßig kippt oder weil die Person eben nicht so auf die Bedürfnisse der Anderen eingehen kann. Narzissten sind ja eher selten (habe ich gelesen) und da ist der Drang nach Bewunderung wohl besonders ausgeprägt, das passt nicht, allerdings definitiv Anerkennung über Leistung - sehr ehrgeizig/ leistungsorientiert und auch immer wieder abwertend. Leidensdruck ist vorhanden, gab wohl auch Therapien zB für die Ehe (allerdings keine Diagnose genannt)...

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Du weißt sicherlich selber wie du das Gespräch weiterführen kannst. Also ist mein Ratschlag in diesem Fall ganz überflüssig.

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Kommentar von ClaudiHundemom
26.05.2016, 17:01

Ich meine das schon wie ich es schreibe ;) aber wenn Du es nicht erläutern möchtest, dann bleibe ich diesbezüglich eben doof. 

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