Wie ist vergeht die Zeit ausserhalb des Universum in der allgemeinen Relativitätstheorie (gravitative Zeitdilatation)?

...komplette Frage anzeigen

9 Antworten

Außerhalb des Universums ist ja prinzipiell Unsinn. Aber du könntest dich in Gedanken ja mal sehr weit von anderen Körpern mit Masse entfernen. Unendlich schnell vergeht die Zeit dann nicht, lediglich etwas schneller als hier, denn das Gravitationsfeld der Sonne und das der Erde sind verhältnismäßig schwach, wenigstens was die Raumzeitkrümmung angeht. Dazu kommt ein weiterer Punkt. Sobald du beschleunigst, bist du einem Feld unterworfen, einem sogenannten Trägheitsfeld. Dieses Trägheitsfeld ist lokal nicht von einem Gravitationsfeld unterscheidbar (dies ist das Äquivalenzprinzip der allgemeinen Relativitätstheorie). Sobald du also beschleunigst oder bremst, hast du sozusagen ein Gravitationsfeld um dich.

Rein gefühlsmäßig hätte ich auch eher gesagt "etwas schneller". Bisher konnte ich das formelmäßig aber noch nicht belegen.

0

Also wenn ich mich am Rand des Universums befinde, fern von allen Gravitationsfeldern, und die Relativgeschwindigkeit zur Erde 0 m/s beträgt (die Bewegung der Erde mache ich also mit), dann ist die Tatsache dass ich dafür beschleunigen und abbremsen muss die Ursache für ein ähnlich großes Gravitationsfeld in meinem Umfeld? Damit würde mein Alterungsprozess also nicht anders schnell verlaufen wie auf der Erde selbst? Ist meine Denkweise richtig?

0
@Coldnez

Wie schnell du dich relativ zur Erde bewegst, ist egal. Wenn deine Rakete nun aber nach rechts mit einer Beschleunigung von a = 9,81 m/s^2 beschleunigt, dann herrscht im Bezugssystem deiner Rakete ein Gravitationfsfeld von eben g = - 9,81 m/s^2. Du merkst das daran, dass plötzlich alle Gegenstände in der Rakete nach links fallen. Links ist also das, was bei uns unten ist. Du selbst hast nun auch das Gefühl, dass links unten ist. Du gehst nun davon aus, dass du in einem Gravitationsfeld bist, welches so groß ist wie das GF auf der Erdoberfläche.

0

Mal auf dein Beispiel eingehend.
Wenn ich mit 9,81 m/s^2 mich plötzlich nach rechts beschleunige. Dann wirkt bei mir nicht nur eine Kraft nach links, sonder auch eine Kraft nach unten zur Erdmittelpunkt durch die Erdmasse angezogen, die dann mit zunehmender Entfernung zur Erde absinkt. Also wäre ja rein rechnerisch die resultierende 'beschleunigung' kurzzeitig (Wurzel 2 * 9,81 m/s^2) die dann langsam absinkt auf 9,81 m/s^2.

Dann wirkt ja bei mir am Anfang ein Gravitationsfeld von 13,87 m/s^2, was ja dann bedeutet dass bei mir die Uhr langsamer tickt als auf der Erde. Wenn ich weit weg genug von der Erde bin und weiterhin mit 9,81 m/s^2 beschleunige, dann tickt meine Uhr zwar mit der Erde annähernd synchron, jedoch von der Zeit etwas zurück, was mich etwas Jünger macht.

Ist das richtig so?

0

Na ja, ich bezog mich in meinem Beispiel auf einen von der Erde weit entfernten Ort. Ansonsten hast du Recht, die beiden Felder werden einfach vektormäßig addiert.

0

War es nicht so, dass die Zeit in 300 km Höhe über der Erdoberfläche (Beispiel) schneller vergeht als auf der Erdoberfläche? Also in 1 "Erdbodensekunde" 1 + 0,000... s "in der Höhe"?

Eigentlich wäre es sinnvoll, die passende Formel zu suchen (habe ich noch nicht gefunden), um zu schauen, wie das Verhalten "ohne Gravitation" ist. Ist ja nicht gesagt, dass das gegen Unendlich geht (viele Funktionen approximieren ja einen Wert).

Ja. Deine Aussage widerspricht meinem ja nicht. in 300km höhe ist die Anziehung der Erde geringer, und somit in der Zeit schneller als auf der Erde selbst. Was zwar gering ist, aber für die GPS-Sateliten sehr wichtig sind. Aber wie weit kann man dieses Spiel weitertreiben wenn man sich nach und nach von allen Gravitationsfeldern trennt?

Nach einer Formel hab ich auch gesucht, aber nichts gefunden oder verstanden.

0

Erstens kennt die Relativitätstheorie kein "außerhalb des Universums" und zweitens sagt sie uns rein gar nichts über die Geschwindigkeit, mit der die Zeit vergeht:

Sie macht nur Aussagen darüber, wie unterschiedlich viel Zeit Objekte zwischen zwei Ereignissen verbrauchen in Abhängigkeit davon, wie unterschiedlich beschleunigt sie sich vom einen Ereignis hin zum anderen bewegt haben. Lies dazu

http://greiterweb.de/zfo/Erkenntnisse.htm#msgnr0-66

"Außerhalb des Universums" gibts nicht. (nicht gibts nichts - nicht ohne s)

Und egal, wie weit weg du dich von irgendwas befindest, das Universum ist auch dort, wo du bist.

Das nämlich ist die eigentliche Bedeutung des Wortes Universum - alles was ist.

@OlliBjoern: Außerhalb des Schwerefeldes der Erde und fernab von jeder anderen lokalen Gravitationsquelle verläuft die Zeit etwa um den Faktor
1.000000001 schneller als hier auf der Erdoberfläche.

Kann man diesen Faktor berechnen?

0
@Coldnez

Ja. Sicher doch.

Zu irgendwas muss diese Relativitätstheorie doch zu gebrauchen sein.

2

hallo coldnetz.zuerst einmal: sich ausserhalb eines gravitationsfeldes zu bewegen ist zumindest hier im universum völlig unmöglich.hier gibt es mindestens die vier-dimensionale raumzeit,welche als feld alles bestimmt.das haeisst,es gibt die 3 bekannten raum und eine 4erte zeit-dimension,welche einstein postuliert hat.da die masse gefrorene enrgie ist(e ist gleich m mal c zum quradat),und selbst neutrinos etwas masse haben,gibt es keinen gravitationsfreihen raum in unseren universum.interresanterweise wird der raum umso stärker gekrümmt,je grösser die masse ist.selbst das licht kann gebogen werden(postuliert von einstein,mittlerweise nachgewiesen).zudem tritt eine zeit-und raumdilletation auf.je schneller du dich bewegst,umso langsamer bewegst du dich und um so kürzer wirst du.bei lichtgeschwindigkeit steht die zeit still und du bist unendlich kurz.übrigens hast du dann auch einen unendlichen massezuwachs.deswegen ist die lichtgeschwindigkeit die natürliche grenze für alle bewegten teile mit masse.(obwohl masseteilchen diese wegen dem massezuwachs verbunden mit immer mehr an energie,die reingesteckt werden muss,niemals erreichen können.)die einzigen teilchen,welche lichtgeschwindigkeit erreichen,sind photonen.kuck dir mal das michael mortinson experiment an.sehr aufschlussreich dafür.also lässt sich sagen,das es völlig unmöglich ist(nicht einmal theoretich),unser universum zu verlassen.denn mit unseren universum sind die oben erwähnten dimensionen entstanden. ob und wenn jua was vorher war,lässt sich nicht bestimmen. da ist viel raum für glauben,philosophie und überzeugung gegeben.

"je schneller du dich bewegst,umso langsamer bewegst du dich"

Wie meinst du denn das jetzt?

0

Hallo Coldnez,

umso schneller du dich durch den Raumbewegst, umso langsamer bewegst du dich durch die Zeit. Das gilt sogar umgekehrt. Wenn du also ruhst, bewegst du dich mit maximaler Geschwindigkeit durch die Zeit. Diese Geschwindigkeit ist nach der Relativitätstheorie die Lichtgeschwindigkeit.

Zieht man nun die Allgemeine Relativitätstheorie zu Rate, so verlangsamt sich diese Zeit in Anwesenheit einer gravitativen Quelle. Umso mehr Gravitation vorhanden ist, desto stärker wird die Zeit gedehnt. In völliger Abwesenheit der Gravitation vergeht die Zeit also mit Lichtgeschwindigkeit in deinem Bezugssystem, solltest du ruhen.

LG, KosmoFreak.

Ok. Gibt es auch eine Formel, die das illustriert? Ich habe nur eine Näherungsformel "in Erdnähe" gefunden für die Zeitdilatation.

Was heißt übrigens "Zeit vergeht in Lichtgeschwindigkeit"? Zeit wird in s gemessen, Lichtgeschwindigkeit in m/s. Müsste man das nicht anders formulieren?

0
@OlliBjoern

Ja, das war tatsächlich ein wenig unklar formuliert. Er meinte halt einfach, dass du dich in einem ruhenden Inertialsystem mit maximaler Geschwindigkeit durch die Zeit bewegst. Da du dich aber mit Lichtgeschwindigkeit im Raum nicht in der Zeit bewegst, meinte KosmoFreak halt, dass du dann eben den gleichen Wert nur jmgekehrt durchlebst.

Das kann man so sagen (,muss man aber nicht)

Die Formel für Zeitdilatation ist immer der Lorentzfaktor. Auch in der ART (indirekt), da ja die ART nur eine Erweiterung der SRT für Inertialsysteme ist, die der Gravitation unterliegen.

0
@Astroknoedel

Passend verbessert, danke dafür. Photonen bewegen sich mit Lichtgeschwindigkeit und für diese vergeht in ihrem Inertialsystem keine Zeit. Tatsächlich gilt, dass die Geschwindigkeit, mit der man sich durch den Raum bewegt, addiert mit derjenigen, mit der man sich durch die Zeit bewegt immer die Lichtgeschwindigkeit ergibt. Daher dieser Gedankengang.

0

vergeht die Zeit also mit Lichtgeschwindigkeit

Das ist nur eine sehr zweifelhafte Formulierung. Das neue Jahr wird's schon richten.

0

Du solltest erst mal korrekt lernen, bevor du weiterlernst.

Deine Frage strotzt vor sachlichen Fehlern, Schreibfehler beachte ich nicht.

Der beliebteste Denkfehler ist das Denken. Wenn es nicht auf Wissen und Verständnis beruht.

Wenn dir die Bodenhaftung fehlt, legst du dich gepflegt auf die Kauleiste, praktisch.
Oder faselst was von Nazis, die die Technik von Außeridischen nutzten.
Alles schon dagewesen, oder omnipräsent.

Da ich schon etwas älter bin, habe ich nicht mal die Illusion, alles mal zu verstehen. Ist eine einfache Rechnung. Selbst wenn ich pro Sekunde ein Wort läse und verstünde, 30 Jahre lang, hätte ich nicht alles wichtige gelesen.

"Wie ist vergeht die Zeit ausserhalb des Universum"

Es gibt kein Ausserhalb des Universums, auch keine Zeit "ausserhalb".

Wie ist vergeht die Zeit ausserhalb des Universum

eine äußerst interessante Frage

was befindet sich außerhalb des Universums ?

Was möchtest Du wissen?