Wie ist Papst Franziskus Ansicht über Homosexualität und Abtreibung?

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6 Antworten

Die römisch-katholische Kirche betrachtet den Menschen vom Verschmelzen von Ei- und Samenzelle an als vollwertigen Menschen. "Abtreibung" ist deshalb aus katholischer Sicht Mord. Ich kenne keine Aussage von Franziskus, die diese Aussage relativiert. (Was nicht heißen muss, dass es keine geben kann)

Meines Wissens gibt es zur Homo-Ehe bisher auch keine Aussagen, die irgendeine Linie jenseits des Katechismus vermuten lassen würden (wohlgemerkt: Der Katechismus wirbt schon lange für Verständnis für Homosexuell veranlagte Menschen, allerdings sieht er das Ausleben als Sünde an).

Man könnte höchstens die Bestrebung, den Bistümern selbst mehr Entscheidungsgewalt zu geben, als Schritt in diese Richtung werten (zumindest in der westlichen Welt). Das würde zwar vermutlich keine "offizielle" Ehe begründen, aber immerhin wären dann vielleicht Partnerschaftssegnungen (leichter) möglich.

lieber 001Piffi...Papst Franziskus is schon einer der Sorte von Kirchenoberen (er ist ja der oberste Herr im Vatikan), der sich "unserer Zeit heute" entsprechend auch positiv gegenüber Homosexuelle äußert; es ist auch ein Anfang, aber in der kath. Kirche mit den alteingessenen, also den Älteren (vor allem im Vatikan) aber auch andere: Kardinäle, Erzbischöfe, usw., brauchen noch Jahrzehnte um im HEUTE angekomemn zu sein; die evangelische Kirche is da viel weiter...;

aber hier ma etwas von Papst Franziskus aus 2016:

Vatikan (kath.net) Zum wiederholten Mal weise er, erläuterte Papst
Franziskus, darauf hin, „was der Katechismus der Katholischen Kirche“
über den Umgang mit homosexuellen Menschen sagt: „Diese Menschen dürfen
nicht diskriminiert werden, sie müssen respektiert und pastoral
begleitet werden. Verurteilen kann man gewisse für andere ein wenig zu
offensive Kundgebungen – nicht aus ideologischen Gründen, sondern, sagen
wir, aus Gründen des politischen Verhaltens. Doch das hat nichts mit
dem Problem zu tun: wenn das Problem eine Person ist, die guten Willen
hat und Gott sucht, wer sind wir, um sie zu verurteilen? Wir müssen gut
begleiten, nach dem, was der Katechismus sagt. Der Katechismus ist
eindeutig.“ Dies erläuterte der Papst bei der sogenannten „fliegenden
Pressekonferenz“ am Sonntag auf dem Rückflug von seiner Armenienreise.
Er antwortete auf die Frage einer Journalistin. 

Franziskus wies auf Traditionen „in einigen Ländern und Kulturen“ hin,
die diesbezüglich eine andere Mentalität verträten. Doch er selbst
glaube, „dass die Kirche nicht nur diesen Menschen, der homosexuell ist
und den sie beleidigt hat, um Entschuldigung bitten muss, wie jener
‚marxistische‘ Kardinal (der Papst lacht)
sagte. Sondern sie muss auch
die Armen, die Frauen und die in der Arbeit ausgebeuteten Kinder um
Entschuldigung bitten, sie muss dafür um Entschuldigung bitten, dass sie
viele Waffen gesegnet hat... Die Kirche muss darum um Entschuldigung
bitten, dass sie sich viele Male nicht gut benommen hat“. Mit dem
Begriff „Kirche“ meine er ausdrücklich die Christen, präzisierte
Franziskus. Die Kirche sei heilig, doch „wir“ seien die Sünder. 

„Die Christen müssen dafür um Entschuldigung bitten, dass sie viele
Entscheidungen nicht begleitet haben, viele Familien.... Ich erinnere
mich, als ich klein war, an die Kultur in Buenos Aires, an die
verschlossene katholische Kultur – ich komme von dort! –: das Haus von
einer Familie mit Geschiedenen durfte man nicht betreten! Ich rede von
vor achtzig Jahren.“ Der Papst zeigte sich dankbar, dass sich dies
geändert habe. Christen müssten „viel um Entschuldigung bitten, nicht
nur dafür“. Es gehe hier genaugenommen nicht nur um Entschuldigung,
sondern um Vergebung, läuterte der Papst weiter, doch sei die Bitte
„Vergebung, Herr!“ ein Wort, das häufig vergessen werde.

Am Ende dieser Ausführung betonte der Papst auch, dass „wir alle Heilige
sind, weil wir alle den Heiligen Geist in uns haben, doch wir alle sind
Sünder, ich als erster“. 

...entschuldige bitte für die was an mher an Zeilen über Papst Franziskus...aber man erkennt an seinen Worten, daß er auf einem neuen, moderneren Weg der Kirche ist; man kann nicht an der Zeit vorbeigehen; was für uns vor 2000 Jahren galt, hat dochso vieles an Bedeutung verloren, danach immer mehr, es traten Veränderungen ein; allein im 20. Jahrhundert bei uns Homosexuellen; früher gab es den § 175 StGB, die WHO bezeichnete es bis 1992/1994 noch als Krankheit...es brauchte alles Jahre...bis die Menschen erkannten, wir gleichgeschclechtlich Liebende, lieben wie alle anderen Menschen auch;

...leider gibt es abe auch heute noch viel zu viel homophobe Menschen bei uns, manche Länder bestrafen Homosexuelle immer noch... schlimm...sogar die Todesstrafe steht bei manchen im Gesetz; das ist einfach menschenunwürdig...

liebe Grüße aus Köln

Er setzt sich jedenfalls nicht dafür ein, dass Gleichgeschlechtliche kirchlich heiraten dürfen.

Dann dürfte er wohl der gleichen Auffasung sein wie die anderen.

Die Sicht von Papst Franziskus auf die genannten Themen deckt sich mit der Sicht der Päpste früherer Jahre und mit der Lehre der Katholischen Kirche.

Geht ja gar nicht anders.

Ein Mann alleine kann an einer über 2000 Jahre alte Kirchengeschichte wenig ändern. Allerdings schießt er schon sehr gegen die streng konservative Kurie! Auf einer Pressekonferenz hat er sich zum Thema Homosexualität geäußert. ("Wer bin ich, dass ich das Recht habe, homosexuelle Menschen zu verurteilen.") Er sagte auch, die römisch-katholische Kirche müsse die Homosexuellen um Vergebung bitten, nach dem was ihnen angetan und auch verwehrt wurde!
Und im seit Dezember 2016 gab er Priestern das Recht, die Sünde von  Abtreibungen zu vergeben.
Cooler Mann, der hoffentlich weiter kämpft und die Kirche authentisch, ehrlich und offen macht!  

ist ein absolutes no go

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