Wie ist mit der Nutzungsausfallpauschale nach einem KFZ Unfall in dieser Sache?

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3 Antworten

Fahrerin A bekommt von der gegnerischen Versicherung von Fahrerin C nur 75% erstattet da Fahrerin A bei Ihrem ``Überholvorgang´´ damit rechnen muss dass dort Fahrzeuge ein- oder ausparken. Fahrerin A wird hier eine Mitschuld angerechnet.

Über die Frage der Mitschuld kann endgültig nur ein Gericht entscheiden. In solchen Fällen sollte immer ein eigener Fachanwalt für Verkehrsrecht beauftragt werden. Ansonsten ist keine "Waffengleichheit" hergestellt!

Der Wagen von Fahrerin A ist gutachterlich belegt ein witschaftlicher Totalschaden und befand sich zum Zeitpunkt der Gutachtenerstellung in einem nicht fahrbereiten Zustand

Wurde hierbei zumindest ein eigener unabhängiger Kfz-Sachverständiger vom Halter A beauftragt? Die gegnerische Versicherung hat kein grundsätzliches Besichtigungsrecht.

Kann man Fahrerin A ein Mitverschulden anrechnen und dies prozentual mit 25% zu 75% abhandeln?

Das kann dir nur ein guter Fachanwalt für Verkehrsrecht nach Akteneinsicht beantworten. Über die Schuldfrage entscheidet aber ein Gericht und ohne eigenen Anwalt würde ich niemals ein Angebot 75 zu 25 % der Gegenpartei akzeptieren!

Muss Fahrerin A wie von der gegnerischen Versicherung verlangt einen Nutzungsausfall belegen. Durch Reparaturkostenabrechnung, Bescheinigung einer Fachwerkstatt über die Unfall bedingte Reparaturzeit etc....?

Um den Nutzungsausfall geltend zu machen muss sowohl Nutzungswille als auch Nutzungsmöglichkeit vorgelegen Haben.

Was ist mit dem beschädigten Auto geschehen?

Wurde ein Ersatzfahrzeug angeschafft?

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Kommentar von ProfDrPrivDoz
14.04.2016, 11:51

Ein Fachanwalt für Verkehrsrecht ist bereits eingeschaltet und hat auch der gegnerischen Versicherung geschrieben. Mit dem Anwalt selbst habe ich leider noch nie persönlich gesprochen. Die Korrespondenz erfolgte bis jetzt postialisch.

Akteneinsicht in diesem Fall bringt nichts da die Polizei keine Angaben zum Unfallverursacher gemacht hat. Beide Fahrzeuge wurden ohne vorherige Fotografie weiterbewegt um die Strasse nicht zu blockieren. Der Polizist vor Ort sagte das man deßhalb auch nicht zu 100% den Unfallhergang rekonstruieren kann. Es wurden weder vor Ort noch nachträglich Aussagen gemacht. Lediglich Fahrerin A hat meiner Versicherung schriftlich mitgeteilt was vorgefallen ist und Fahrerin B hat es ihrer Versicherung mitgeteilt.

Das Gutachten wurde von ´´meinem´´ Gutachter erstellt, welcher mir im gleichen Atemzug den Rechtsanwalt vermittelt hat. Ich habe beim Gutachter direkt den Anwalt beauftragen können, da diese wohl immer zusammenarbeiten also der Gutachter und der Anwalt.

Der Nutzungswille ist da. Zum Zeitpunkt des Unfalls besaß ich ein Fahrzeug und nutzte es täglich um zur Arbeit zu fahren. An anderen Tagen nutz es Fahrerin A um z.B. Kinder in die KITA zu fahren.

Das Fahrzeug wurde durch den Unfall derart beschädigt das es vom Gutachter für nicht fahrtauglich eingestuft wurde. Ich habe nicht die nötigen Gelder um das Fahrzeug vorab instandzusetzen.

Aus diesem Grund steht das Fahrzeug seit dem Unfall in der Garage. Da die Airbaglampe seitdem leuchtet, bekomme ich auch keinen Tüv für mein Fahrzeug welcher Februar 2016 fällig war. Um das Fahrzeug wieder für den TÜV herzurichten müsste ich viele unfallbedingte Reparaturen vorfinanzieren. Das ist mir nicht möglich. Der Unfall war am 28.01.2016. Ich rechnete mit einer schnellen Regulierung des Schadens binnen 4-6 Wochen, wodurch mir ein Abmelden für die kurze Zeit sinnlos erschien.

Das Angebot der gegnerischen Versicherung kam aber erst am 12.04.2016. Ich leihe mir bei Familie und Freunden seitdem die Autos damit ich zur Arbeit komme. Da ich mir keinen Mietwagen vorab nehmen wollte bzw. leisten kann.


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ich würde da nicht lange überlegen. Fahre zur nächsten Polizeistation und lass dich dort rechtssicher beraten denn ein Anwalt Verkehrsrecht ist nicht gerade billig.

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Kommentar von newcomer
14.04.2016, 06:21

ich denke dass der Nutzungsausfall sehr schwierig nachzuweisen ist. Wenn beide Unfallbeteiligte einen Teilschuld haben wäre es umgekehrt wenn einer der beiden Fahrer aufmerksamer gefahren wäre nicht zum Unfall gekommen. Wie soll nun vom Gegner Ausfall bezahlt werden wenn man auch mit schult ist wenn auch nur 25%

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Kommentar von KfzSVnrw
14.04.2016, 10:01

Die Polizei ist der absolut falsche Ansprechpartner für eine korrekte Beratung im Schadensersatzrecht!

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Wieso war man noch nicht beim Anwalt? Bei so einem unnormalen Schaden geht man sofort zum Anwalt. Das kann kein Laie selbst regeln.

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Kommentar von ProfDrPrivDoz
14.04.2016, 11:35

Die Angelegenheit wird von einem Fachanwalt für Verkehrsrecht betreut. Allerdings kenne ich den Anwalt nicht. Mein KFZ Gutachter hat mir direkt einen Verkehrsanwalt dazu vermittelt.

Dennoch habe ich Fragen die ich hier stelle.

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