Wie ist Mietvertragspassus zum Thema Heizungswartung auszulegen?

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4 Antworten

Mein Vermieter ist sehr darauf bedacht, dass eine solche Wartung einmal im Jahr durchgeführt wird. Aber das ist seine Sache - er muss es nicht nach § 9 Heizungsanlagenverordnung von 1994 ist das nur für Gaszentralheizungen ab einer bestimmten Leistung vorgeschrieben.

Da die Teile aber an den Schornstein angeschlossen sind - müsste der Schornsteinfeger regelmäßig die Abgaswerte überprüfen. Passiert das denn? Stellt der dort Abweichungen von den vorgeschriebenen Werten fest, wird der Eigentümer beauflagt, das in Ordnung zu bringen.

der Vermieter muss die Heizung regelmäßig warten lassen. Warten lassen bedeutet jedoch nicht instandsetzen.Die Kosten für die Wartung, das sind Messung des Schornsteinfegers und Überprüfung der Funktionsfähigkeit, die muss der Mieter im Rahmen der Betriebskosten Abrechnungen in jedem Fall bezahlen.Anders die Instandhaltung. Die Zahlt voll der Vermieter. Die fällt aber nur dann an, Wenn das Ding überhaupt nicht mehr funktioniert.Sie selbst können nur dann etwas machen, wenn das Gerät nicht mehr funktioniert und der Vermieter sich weigert, es zu reparieren.

Es ist hier also erst von Reparaturen die Rede und dann von Instandhaltungskosten. Ist das dasselbe?

Ja...

Und gehören Wartungskosten auch dazu?

Nein...

Gibt es vielleicht eine Regel, dass Heizungswartung Vermietersache ist, wenn dazu im Vertrag nichts steht?

Ja, falls er dies will, vorgeschrieben ist diese aber nicht, es ist seine freie Entscheidung...

Außerdem ist mir nicht klar, ob wir einfach ein Unternehmen beauftragen dürfen oder ob das unser Vermieter machen muss

Keins von beidem, Ihr dürft es nicht (wenn überhaupt, auf eigene Rechnung) und der Vermieter muss es nicht...

Wenn er die Wartungskosten tragen sollte, dann ist das wahrscheinlich seine Aufgabe, oder?

WENN die Kosten anfallen, weil er das bestellt hat, muss er sie auch tragen, es sei denn, es ist eine Umlage über die Nebenkosten vereinbart. Aber da er die Wartung nicht beauftragt, fallen ja auch keine Kosten an...

Mal auf deutsch: Es ist seine Heizung, ob und wann die gewartet wird, ist seine Entscheidung. Ihr habt keine weiteren Rechte, solange die Heizung funktioniert, und wenn nicht, dann nur auf Reparatur. Und was wirklich überhaupt nicht geht, ist, dass Ihr die Kesselreinigung selbst durchführt, das kann Euch in Teufels Küche bringen. Wie kommt man bloß auf so eine Schnapsidee???

zorngickel 26.11.2011, 19:45

Das nenne ich mal tolle Ratschläge. Wartungskosten bezahlt der Mieter. Ob direkt, oder über die Umlagen. Wenn in meiner Wohnung so ein Ding hängen würde, das sich merkwürdig verhält, und dazu schon ewig keine richtige Wartung mehr gesehen hat, dann würde ich aber schleunigst selbst eine Wartung in Auftrag geben, zumal ich da noch die Möglichkeit habe mir den Handwerker selbst auszusuchen. Wenn dann bei der Wartung Mängel oder Defekte festgestellt werden, hat man das Schriftlich und kann den Vermieter das unter die Nase halten. Tote Mieter brauchen keine Wartung mehr.

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XtraDry 27.11.2011, 09:01
@zorngickel

Na, nun mal langsam. Zum einen kann man natürlich auch selbst auf eigene Kosten eine Wartung beauftragen, der Fragesteller hatte ja aber gerade gefragt, ob dies nicht Vermietersache sei. Zweitens ist das was anderes, als die "Wartung" selbst durchzuführen, das kann erst recht gefährlich sein. Und drittens besteht auch ohne Wartung nicht per se Gesundheitsgefahr, denn es ist ja noch immer die jährliche Überprüfung durch den Schornsteinfeger vorgeschrieben...

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Danke für eure Antworten! Da die Heizung ja definitiv Probleme macht, läuft das jetzt über Reparatur und unser Vermieter hat sich jetzt auch bereit erklärt, eine Fachfirma kommen zu lassen!

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