Wie ist man auf die Idee gekommen schwarze zu unterdrücken?

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11 Antworten

Man ist nicht auf die Idee gekommen, man hat es einfach gedacht und getan. Die Unterschiede zwischen afrikanischen Kulturen und der europäischen waren so groß, dass es den Europäern aufgrund verschiedener menschlicher Schwächen und Urteilsverzerrungen auf europäischer Seite ganz leicht gefallen ist, die schwarzen Afrikaner als unterlegen anzusehen und als eine niedere Art von Menschen.

Ermöglicht wurde jegliche geschehene Unterdrückung durch den technologischen Vorsprung der westlichen Welt, z.B. in der Waffentechnologie.

Erleichtert wurde der Rassismus durch die natürliche Tendenz des Menschen, andersartige Gruppen abzuwerten ("In-Group-Preference") und die tatsächlichen körperlichen und kulturellen Unterschiede.

Die Versklavung schwarzer Menschen war überdies profitabel, so dass es im Interesse der Profitierenden lag, sich rassistische Annahmen zu eigen zu machen.

Zu deinen Fragen also:

Die Unterdrückung und der Kolonialismus allgemein waren durch überlegene Technologie möglich. Umgekehrt wäre undenkbar gewesen. Deshalb konnte im Zweifelsfall eine weiße Minderheit eine schwarze Mehrheit beherrschen. Man sah sich nicht als eine gemeinsame Gesellschaft an, der kulturelle Austausch war begrenzt.

Was du sonst schreibst ist nicht so sinnvoll. Schwarz zu sein hat keine objektiven Vorteile unter allen Bedingungen.

- Die Pigmentierung der Haut ist durch die Evolution so unterschiedlich. Das heißt schwarze Haut ist von Vorteil in Afrika, aber offensichtlich zumindest in der Vergangenheit nicht in Europa (es gab noch kein Ozonloch), sonst wären alle Menschen schwarz.

- von Natur aus kann man schneller sprinten: Das gilt nicht für alle Afrikaner. Die genetische Vielfalt ist in Afrika größer als anderswo, es sind bestimmte Untergruppen sie da Vorteile haben.

- längerer Penis: Das ist kein objektiver Vorteil, da ein normal großer Penis völlig ausreicht.

Also schwarze Menschen sind nicht generell besser ausgestattet und sind vor allem keine homogene Gruppe. Deshalb macht auch der Rassismus keinen Sinn.

Es gibt ebenso große Unterschiede zwischen Mensch mit  afrikanischer Abstammung A) und Mensch mit afrikanischer Abstammung B) wie zwischen Mensch mit afrikanischer Abstammung A) und einem weißen Europäer.

Das einzige verbindende ist die schwarze Haut, die sieht man natürlich auf den ersten Blick, aber sie sagt wenig über den Menschen aus.

Das ist nicht zwingend auf die Hautfarbe begrenzt. Es ist nur das erste was einem meist ins Auge sticht seit jeher unterdrücken Menschen Minderheiten.

Kann man wohl als Bug in unserer Firmware bezeichnen.

Völlig egal ob es farbige, Juden, kopftuchträger oder gingers sind. Viele Menschen haben eine Antipathie gegen alles was nicht der lokalen Norm entspricht.

Erstens deine Ausführungen zeigen doch eine Menge Vorurteile die du hast also warum hast du die Vorurteile?

Dann geht es um Macht. Und durch den technologischen Vorsprung war Europa ab einem gewissen Zeitpunkt allen anderen Weltteilen überlegen. Und das hat sich durch die Kolonialpolitik manifestiert. Somit kam es in allen Weltteilen dazu das die technisch und organisatorisch Überlegenen die Einheimischen unterworfen haben. Da war die Hautfarbe völlig egal. 

Und aus dieser historischen Herkunft kam es eben zur dem Konzept der Apartheit das sich in vielen Ländern sehr lange gehalten hat, weil wer die Macht einmal hat gibt sie nur ungern ab.

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