Wie ist man als Hausmann/frau eigentlich in der Rente abgesichert?

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9 Antworten

Hat er den gleichen Rentenanspruch wie seine Frau/Partner?

Nö.

Er hat seinen eigenen Anspruch aus besagten 15 Jahren zzgl. der Zeiten der Kindererziehung und sie hat ihren Anspruch aus ihren Beiträgen über x Jahre.

Das muss für beide reichen. Wenn man so schlau war keine private und betriebliche Vorsorge zu betreiben muss man damit auskommen, ggf. hat man Anspruch auf aufstockende Grundsicherung.

Nur im Falle einer Scheidung würde im Rahmen des Versorgungsausgleichs eine Teilung stattfinden. Dann würden alle während der Ehe gesammelten Ansprüche beider addiert und hälftig geteilt. Gut für Herr Müller, denn er würde dadurch besser stehen, schlecht für Frau Müller.

Im Todesfall besteht entsprechend Anspruch auf Witwen/-r-Rente.

Die Rentenhöhe berechnet sich nach der Anzahl und Höhe der geleisteten Beiträge.

Der RV ist völlig egal, was der Partner hat oder welche Höhe man gerne hätte. Hier muss man eben privat vorsorgen oder arbeiten gehen

Im Falle einer Scheidung werden die in der Ehe erwirtschafteten Entgeltpunkte beider Partner geteilt.

Wieso fragst du das im Konjunktiv.

In genau dieser Situation sind heute schon jede Menge (meistens) Frauen.

Sie leben eben gemeinsam von der Rente des Verdieners.

Wirklich problematisch wird es wenn die Ehe/Partnerschaft nach 40 Jahren in die Brüche geht.

Der Versorgungsausgleich hinterlässt dann ZWEI Haushalte, die zu wenig zum Leben haben.

Das kommt drauf an.

Grundsätzlich erwirbt man als Hausfrau Ansprüche auf Regelaltersrente, wenn die sogenannte "allgemeine Wartezeit" von fünf Jahren erfüllt ist. 

Im Einzelfall ist zu prüfen, ob dies unter Anrechnung von Ausbildungszeiten und Erziehungszeiten für Kinder ggf. erfüllt ist.

Zu berücksichtigen ist dann zB bei einer Scheidung noch der Versorgungsausgleich.

Letztlich sollte man sich frühzeitig bei der Deutschen Rentenversicherung beraten lassen.

Wer nicht in die Rentenkasse eingezahlt hat, kann auch nichts daraus bekommen.

Aber es gibt die Möglichkeit trotz Erwerbslosigkeit in die Rentenkasse einzuzahlen.

Selbständige z.B. müssen keine Beiträge in die Rentenkasse bezahlen, sie meisten machen dies jedoch freiwillig, um später ihre Rente zu sichern.

Meine Nachbarin z.B. lebte zeitlebens im eigenen Haus, hat es von ihren Eltern geerbt. Sie hatte ein Friseurgeschäft und nie in die Rente einbezahlt. Jetzt ist sie 70 Jahre alt und frisiert immer noch, weil sie keine Rente bekommt.

Vor kurzem hat sie aber ihr großes Haus verkauft und hat sich etwas Kleineres zugelegt. Von der Differenzsumme und ihren Einnahmen lebt sie nun und hofft, dass es ihr bis zum Tode ausreicht.

Selbständige z.B. müssen keine Beiträge in die Rentenkasse bezahlen

Auch für Selbständige besteht selbstverständlich eine Rentenversicherungspflicht, idR über die Deutsche Rentenversicherung, soweit der Pflicht nicht über verpflichtende Mitgliedschaften berufsständischer Systeme nachgekommen werden kann (zB Versogungswerk der Ärztekammer, Künstlersozialkasse usw.)

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@bolte71

Nein. Für die meisten Selbständigen besteht keine RV Pflicht!!

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@bolte71

Auch für Selbständige besteht selbstverständlich eine Rentenversicherungspflicht

Nur für die in § 2 SGB VI genannten Berufsgruppen, z.B.

  • Selbständige mit einem Auftraggeber (5/6-Regelung)
  • Lehrer ohne eigene Angestellte
  • Handwerkermeister, die noch keine 18 Beitragsjahre haben
  • Andere sind versicherungspflichtig in Versorgungswerken (Ärzte, Rechtsanwälte, KSK).

Ich z.B. zahle in gar kein gesetzliches Sicherrungssytem ein. Meine Altersvorsorge sind Aktien, Immobilien und ein Rürup-Vertrag.

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sie meisten machen dies jedoch freiwillig, um später ihre Rente zu sichern.

Freiwillige Beiträge sind für die meisten jedoch rausgeworfenes Geld:

  1. Aus freiwilligen Beiträgen entsteht kein Anspruch auf Erwerbsminderungsrente oder berufliche Reha
  2. In jungen Jahren sind private Anlagen meist lukraktiver.

Ansonsten bliebe noch die Pflichtversicherung auf Antrag.

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Wenn die Partner dann noch verheiratet und zusammen sind, dann läuft alles genau weiter wie bisher. Statt seines Lohns hat der Arbeitende jetzt Rente oder Pension, vom dem beide leben. Alles wie gehabt. Der Hausmann bekommt dann auch noch eine geringe Rente für die 15 Jahre Arbeit plus Kindererziehungszeiten. 

Kam oder kommt es zur Scheidung, wurde/wird beim Versorgungsausgleich die Rentenanwartschaften der Ehezeit hälftig geteilt. 

Jeder bekommt nur Rente für seine Einzahlungen.Also Hausmann zahlt nichts ein also keine/wenig Rente.

 Es gibt ein paar Ausnahmen:

Kindererziehungszeiten werden für ein paar Jahre wie Einzahlungen angesehen (genaueres dvb-bund).

Bei einer Scheidung werden die Einzahlungen der Partner während der Jahre addiert und dann bekommt jeder die Hälfte - egal wer was eingezahlt hat (Versorgungsausgleich - googeln)..

Ansonsten (keine Scheidung) bekommt einer halt eine dicke Rente und der andere eine kleine oder keine.

Das ist das gängige Modell, was jetzt von den Müttern so gelebt wird. In der Regel bleibt ja die Mutter zuhause.

Mann geht in Ruhestand und bekommt Rente. Die Frau bekommt irgendwan auch eine kleine Rente für die Erziehung der Kinder und etwas hat sie vor den Kindern ja auch eingezahlt. Von diesen beiden Renten wird das Ehepaar leben. 

Bei Tod gibt es für den überlebenden 3 Monate die volle Rente weiter und danach die Witwen/Witwerrente. 

Bei dir sind nur die Geschlechter getauscht, aber da ist egal für die Rente.

Ein ewiger Hausmann oder eine Hausfrau hat ja nie was in die Rentenkasse eingezahlt, daher kann  er oder sie auch nichts von der Rente erwarten.

Leider muss man dann in Armut leben. 

Warum leider? Man kann doch nicht eine hohe Rente ohne Einzahlungen erwarten...

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@turnmami

Hätte genausogut schreiben können:

Bedauerlicherweise muss man dann ohne Rente leben. 

Kommt dasgleiche heraus. 

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