Wie ist in den Religionen Gott erschaffen worden?

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27 Antworten

Nun, ich war ja nicht dabei. :) Zudem gibt es viele Götter und viele Religionen (mit zahlreichen Untergruppen). Insofern lässt sich das sicher nur sehr vereinfachend beantworten.

Ich denke mal so: der Mensch erschafft Dinge, z.B. ein Werkzeug. Aus dieser Erfahrung heraus überlegt er nun: wer hat nun diesen Baum "erschaffen"? Er überträgt einen anthropozentrischen Gedanken (der Mensch erschafft etwas) auf die Natur. Da er aber weiß, dass er selber keinen Baum machen kann, muss es eben ein "besonderer Mensch" gewesen sein, der diesen Baum gemacht hat.

Götter haben fast immer sehr menschliche Eigenschaften. Allerdings kommt auch immer hinzu, dass sie besondere Eigenschaften haben, die über die "normalen" Fähigkeiten eines Menschen hinausgehen. Sie können also Dinge "erschaffen", die man eigentlich als Mensch gar nicht machen kann.

Aber manchmal werden die Fragen auch gar nicht beantwortet. Die germanische (altnordische) Religion sagte z.B. nicht, dass Odin (Wotan) die Sonne erschaffen hatte. Die Sonne war da, wurde nur in die rechte Bahn gelenkt. Die Menschen waren auch schon da (die ersten Menschen sind aus Bäumen entstanden), und die Götter hauchten ihnen nur das Leben ein.

Die Zwerge wurden erschaffen. Wozu man Zwerge "überhaupt braucht", steht da nicht. Diese Frage wird nicht beantwortet. Odin hatte sehr menschliche Züge (war besorgt; zudem war er keineswegs "allmächtig", sondern war oft auf Hilfe angewiesen, es gab viele andere Götter).

Der Monotheismus zeichnet ein anderes Bild. Er abstrahiert ein Stück weit vom Menschen. Im Islam wird Allah normalerweise nicht bildlich dargestellt. Im Christentum ist die "Trinität" verbreitet, Gott ist "Vater/Sohn/Heiliger Geist" in einem, dies sind zwei menschliche Attribute (Vater und Sohn, siehe auch > Familie), aber auch ein Attribut vom Typus "Geist".

Im AT heißt es "und der Geist Gottes schwebte über den Wassern". Damit will man wohl eine unsichtbare "Kraft" verdeutlichen. Im Judentum wird Jahwe normalerweise auch nicht bildlich dargestellt. Auch das Christentum verwendet manchmal eine abstrahierende Symbolik (Gott als "Auge" in einem Dreieck).

Da Gott "abstrakt" gedacht wird, kann sich der Islam auch nicht vorstellen, dass Gott einen "Sohn" haben kann. Das würde ihn zum Menschen machen. Das Christentum umgeht dieses Problem mit der Trinität (Gott ist Mensch, aber zugleich auch Nicht-Mensch im Heiligen Geist).

So gesehen erfordert der Monotheismus schon eine gewisse Abstraktionsfähigkeit. Und er ist dahingehend "fortschrittlich" (weil er von den menschlichen Eigenschaften stärker abstrahieren kann).

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Kommentar von PolluxHH
03.08.2016, 00:38

Dazu wäre zu sagen, daß die Trinitätslehre erst unter römischen Einfluß zu einem Dogma wurde (1. Konzil von Konstantinopel, verkündet von Theodosius I., Konzil von Chalzedon), vorher war es äußerst strittig. Insbesondere war auch die "Adoptivsohn"-Variante im Sinne des 2. Psalms (Krönungspsalm) beliebt. Gemäß AT ist dabei Gott Vater aller Menschen, alle Menschen damit aber auch seine Töchter und Söhne.

Eine Darstellung von JHWE (sowie eine seiner sonstigen Emanationen) ist übrigens im Judentum verboten, 2. Gebot.

Die Eberfelder Bibel zu zitieren ist hier übrigens sehr lobenswert, da näher an masoretischen Texten / der Septuaginta. Wässer können hier auch als Symbol für materielles Leben gesehen werden, womit dann verdeutlicht würde, daß erst mit der Schöpfung des Menschen sich Gott mit der Materie verbindet.

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Hallo 1900minga,

Nein das stimmt nicht so ganz. Es ist eher umgekehrt, der Mensch hat Gott geschaffen. Hier wird ganz offensichtlich Ursache mit Wirkung verwechselt. Gott ist eine Erfindung, genauso wie ihre Religionen.

(Ursache ?) = Urknall = Superhaufen, Galaxien, Sterne, Planeten = Aminosäuren u. Bakterien in der Ursuppe = Evolution = Mensch und Affe dieselben Vorfahren = Fortschritt und Erfindungen.

Ich meine ja, da früher die Menschen sich vieles nicht erklären konnten, haben sie sich das durch Geschichten eben erklärt. Man sieht auch an Auflagen von Büchern (nicht immer aber meistens), dass Sachbücher für Menschen weniger interessant sind, als Romane.

LG Dhalwim

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Kommentar von Dianaartem
02.01.2017, 17:03

Und heute können die Menschen alles erklären?

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Gott wurde von Menschen erschaffen. Menschen, welche die Erde für eine Scheibe hielten, Blitze nicht erklären konnten, an schlechten Zähnen starben und nicht verkraften konnten dass die Welt ein unfairer Ort ist.

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Hallo 1900minga,

überlege einmal: Wäre Gott von einem noch mächtigeren Lebewesen erschaffen worden, dann käme gleich anschließend die Frage, wer dann dieses Wesen erschaffen hat usw. So kommt man also nicht weiter.

Die Bibel trifft eine bedeutende Aussage über Gottes Existenz: ""Ehe selbst die Berge geboren wurden oder du darangingst, wie mit Geburtswehen die Erde und das ertragfähige Land hervorzubringen, ja von unabsehbarer Zeit bis auf unabsehbare Zeit bist du Gott" (Psalm 90:2). Der hier gebrauchte Begriff "unabsehbare Zeit" hat auch die Bedeutung von "Ewigkeit". Gemäß der Bibel ist es also richtig zu sagen, dass Gott schon immer existiert hat.

Viele halten diese Aussage für unvernünftig und unglaubhaft. Es stimmt, unser Verstand kann einfach nicht erfassen, wie es möglich sein soll, dass Gott schon immer dagewesen ist. Wäre das jedoch wirklich ein Grund, es abzulehnen? Es gibt schließlich vieles andere in unserer Welt, das wir auch nicht völlig begreifen können, von dessen Existenz wir dennoch überzeugt sind. Denke nur einmal an die Zeit. Wer kann sich vorstellen, dass es die Zeit schon immer gegeben hat und auch in der Zukunft kein Ende hat? Dennoch lehnen wir den Zeitbegriff nicht deswegen ab, weil wir nicht alle damit verbundenen Gesichtspunkte völlig verstehen können.

Ebenfalls nicht begreifbar für uns ist die Größe des Universums. Astronomen finden kein Anfang und kein Ende und je weiter sie in den Weltraum vordringen, desto mehr entdecken sie. Viele sind daher von der Endlosigkeit des Universums überzeugt, obwohl die menschliche Vorstellungskraft nicht ausreicht, das wirklich voll und ganz zu begreifen.

Es gibt auch viele Dinge auf unserer Erde, die uns Rätsel aufgeben. Wir begreifen z.B. noch nicht einmal, was das Leben eigentlich ist oder alle Aspekte der Funktionsweise des menschlichen Gehirns, um nur zwei Beispiele zu nennen. Dennoch sind wir bereit, entsprechende Tatsachen anzuerkennen.

Der Forschergeist des Menschen scheint zwar keine Grenzen zu kennen, doch sollte man den menschlichen Verstand auch nicht als das Maß aller Dinge ansehen. Es mag sein, dass wir bestimmte Dinge niemals vollständig verstehen werden, egal wie lange wir forschen oder darüber nachdenken, weil sie einfach unseren begrenzten Horizont übersteigen. Die Bibel sagt, dass der Mensch "das Werk nie herausfinde, das der [wahre] Gott gemacht hat vom Anfang bis zum Ende" (Prediger 3:11). Das mag vielleicht ein wenig frustrierend klingen, doch erinnert dieser Text die Menschen daran, dass sie gewissen Grenzen unterworfen sind. Nichts desto trotz wird es in alle Ewigkeit immer wieder Neues zu entdecken und erforschen geben.

Wenn wir also schon in unserer materiellen Welt auf vieles stoßen, das den menschlichen Verstand übersteigt, können wir dann erwarten, von einem Gott, der das unermessliche Weltall und die unzähligen Formen des Lebens ins Dasein gebracht hat, alles zu wissen und zu begreifen?

LG Philipp

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Kommentar von earnest
02.01.2017, 15:09

Überlege mal, Philipp: Könnte man aus deinem ersten Absatz nicht auch die Vermutung ableiten, dass Gott nicht existiert?

Wie kann etwas existieren, das nicht geschaffen wurde? Außer in Gedanken natürlich...

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Echt eine super Frage - zwar mehr philosophisch, aber hochinteressant.

Religionen dienen dazu, die Ängste der Menschen zu kanalisieren und - in den meisten Fällen - zu verstärken.

Ich war über 60 Jahre "katholisch", Pfarrgemeinderatsvorsitzender, bis ich erkannte, dass Gott keine Religion braucht. Gott ist Liebe, reine Liebe. Das ist etwas, was wir nur schwer begreifen können, insbesondere in der jetzigen Zeit.

Gott ist der Anfang von allem, er gibt uns die Freiheit, uns für oder gegen etwas zu entscheiden. Allerdings übernehmen wir mir´t unserer Entrscheidung zugleich die Verantwortung für unser Handeln.

Und genau da hakt es! Die wenigsten Menschen sind bereit, für ihr eigenes Handeln die Verantwortung zu übernehmen. Und das iust das, was es so schwierig und so unverständlich macht, wenn wir über Gott und "warum lösst Gott das zu?" diskutieren.

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Die beiden größten Religionen gehen davon aus, dass ihr monotheistischer Gott schon immer da war. Er wurde nie erschaffen.

Bei vielen polytheistischen Religionen gibt es oft Ur-Götter über deren Herkunft sich ausgeschwiegen wird oder die halt auch seit anbeginn der Zeit existierten und die haben dann auf die eine oder andere, oft bizarre Weise, die anderen Götter hervorgebracht.

Manche Naturvölker nehmen auch an, dass Sonne und Mond Kinder hatten und diese Kinder dann die Götter sind. Ich persönlich nehme an, dass es für den Mond "tödliche" Folgen hätte, wenn er sich auf "Kopulationsnähe" zur Sonne begeben würde.

Die Frage "Wie ist in den Religionen Gott erschaffen worden?" ist etwa zu unpräzise um eine präzise Antwort zu geben. Es gibt aktuell ca. 50 verschiedene Religionen mit unterschiedlichen "Stories" zu diesem Thema. Da sind die hunderte von Splittergruppen dieser 50 Religionen nicht mit eingerechnet.

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Nicht alle Religionen haben Götter, aber die meisten, die an Götter glauben, behaupten einfach, dass der jeweilige Gott schon immer da war. Was lustig ist, da die meisten Leute, die versuchen die Existenz Gottes logisch zu untermauern, als Argument anführen, dass nichts existieren kann, ohne erschaffen worden zu sein. :)

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Kommentar von 1900minga
03.08.2016, 00:28

Genau das war der Punkt, weshalb mir die Frage in den Sinn kam😂

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Die Welt, das Universum, wir Menschen: Alle von Gott geschaffen.

Da gehört doch erstmal ein "?"  hinten dran oder ? , denn so einfach ist es nicht , wenn man keine Theorie dazu hat... Gott ist weder ein Fingerschnipsender Zauberkünstler , noch ein buddelndes Kind im Sandkasten...

Aber? Woher stammt Gott?

Die Frage sollte lauten ,: Was ist Gott ? und nicht woher Gott stammt...

denn dann könntest du auch fragen ;

Woher stammt das Hufeisen ? , dann würde einer sagen , jaaa natürlich vom Pferd und ein anderer meint ;  Nein natürlich vom Schmied ! Und der nächste sagt Quatsch, das ist Metall und kommt aus der Erde ...Doch wer tat es dort hinein und warum ??? Und schon sind wir wieder am Anfang der Geschichte und wissen, das wir nicht wissen , wo etwas herkommt...Und das kann einfach nur daran liegen , das wir gar nicht von hier kommen...

Denk mal drüber nach...

Wurde Gott von einem noch mächtigerem Wesen geschaffen.

Diese Frage gefällt mir am besten ,... und scheint den Nagel auf den Kopf getroffen zu haben, denn was die Menschen alles unter Götter sehen oder verstehen könnten , ist sehr viel mehr, als wir uns jetzt gerade vorstellen könnten...und wenn es ein mächtiges Wesen gäbe, könnte es uns selbst zu Göttern machen oder wurden wir bereits mächtig gemacht , um zu wissen , das Gott auch ein Ausserirdisches  Wesen sein könnte?! ...

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Die jüdische Mystik kennt das ZimZum. Zunächst wäre dort der ewig verborgene Urgrund, der sich zusammenzieht (Intention, zu verstehen als eine erste energetische Verdichtung). Hier könnte man Hegels Geist, der sich selber nicht wußte, ansiedeln. Durch weitere Verdichtung wird der Logos geschaffen, der Geist der Schöpfung, der schon alles als Idee in sich trägt, um dann in die Welt der Erscheinungen, Farben und Formen einzutreten und durch einen weiteren Prozeß der mehrfachen Verdichtung (Ajin, Ajin Sof und Ajin Sof Awir) das Schöpfungslicht entstehen zu lassen und daraus in die erste Emanation einzutreten, das Urwort zu sprechen, die Schöpfung beginnen zu lassen. Gott als reine Energie, aus der letztlich die Materie entsteht.

Energie und Materie korrespondieren gemäß Einstein, hier wird der Weg einer steten Verdichtung von Energie bis zum Urknall beschrieben, allerdings zur beginnenden Neuzeit (16. Jahrhundert).

Insofern geht dieser Ansatz weiter als die Urknall-Theorie, aber letztlich wird Gott als etwas gesehen, was immer war und immer sein wird, allerdings sich verhüllen mußte, da ansonsten die Schöpfung keinen Bestand gehabt hätte, sondern sofort wieder in ihm aufgegangen wäre.

Vielleicht bringt Dich das ein wenig weiter.

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Gott wurde von Menschen erschaffen, die damals zur Erklärung von Phänomenen einen Stellvertreter, einen Verursacher brauchten.

Als man dann Erreger klassifizieren konnte, war die göttliche Plage vom Tisch. Hat lange gedauert, aber die Abwendung vom Glauben heute hat viel damit zu tun.

Damals suchte man Antworten. Damals war der Mensch auch noch lange nicht so weit entwickelt, wie er heute ist. Wobei ja schon erste Degenerationen zu beobachten sind, weil der Mensch sich zu sehr auf die Technik verlässt.

Die Technik wird unser neuer Gott werden, auch das wird für den Menschen eher schlecht ausgehen.

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Hab ich mich schon öfter gefragt. Sogar schon Pfarrer und Religionslehrer gefragt. Alle meinen das wir Menschen das nicht verstehen können. Ich denke jeder sollte sich seinen eigenen Teil dazu denken weil darauf kann nicht mal ein Pfarrer eine klare Antwort sagen.

Hoffe ich konnte dir helfen :)

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Kommentar von Hooks
02.08.2016, 23:53

Ähm, was soll an dieser Antwort hilfreich sein?

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Kommentar von lordihas2
02.08.2016, 23:55

Das er/sie (Entschuldigung aber ich weiß nicht ob Männlein oder weiblich.) jetzt weiß das es selbst Pfarrer nicht wissen und daher keiner dieser antworten als 100% richtig bezeichnet werden kann da es ein Fakt ist das es niemand sicher weiß.

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Kommentar von lordihas2
03.08.2016, 17:33

Alles klar. Pfarrer glauben nich an die Bibel :D danke für die Info. Wusste ich noch garnicht :D

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Gott war immer da und wird immer da sein, er ist nicht etwas, was entstehen muss, er ist eine universelle Kraft, die immer alles zusamenhält. So sehe ich das.

LG

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Kommentar von 1900minga
03.08.2016, 13:54

Und woher nimmst du diese Erkenntnis?
Vllt gibt es ja eine noch mächtigere Person, die mehrere Götter geschaffen hat, welche alle ein eigenes Universum zum Spielen besitzen

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Diese Frage nach dem Ursprung des Ursprungs ist eines der ewigen Löcher in den Abrahamistischen Religionen.

Die generelle Antwort ist, das er einfach existiert weil er es tut. Was ihn natürlich als Schöpferfigur reichlich überflüssig macht, weil nach der gleichen Logik ja alles was er angeblich erschaffen, hat auch einfach so existieren könnte.

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Eine wirklich intensive und äußerst anspruchsvolle Frage. Den oder die Schöpferin muss es ja folgerichtig auch schon vor dem "Urknall" gegeben habwen, also bevor es die "Zeit" und den "Raum" gab. Was "davor" war, schwer zu sagen, weil ja alles lt. Steven Hawking zumindest aus dem "Nichts" entstanden ist, insofern ist der Kreator auch Teil des "Nichts". Wer ihn wiederum schuf, wird wohl lange ein Geheminis beiben, denn dann stellt sdich dfie Frage, wer erschuf den "Schöpfer" des "Schöpfers"? Das würde ja ins Unendliche gehen. aber man kann mit großer Sicherheit annehmen, das derjenige, der "alles" erschuf, auch schon "vorher" existent war und immer noch ist, und wohl auch immer bleiben wird. Denn dauerhaft kann es nicht das "Nichts" geben, denn selbst das "Nichts" ist ja "Etwas". LG

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Das Konzept "Gott" wurde von Menschen geschaffen.

Es ist die logische Konsequenz der Erschaffung der Götter durch den Menschen. Wenn ein Gott blitzen ließ und ein anderer Gott ließ es regnen, dann ist es nur logisch, irgendwann auf einen Gott zu kommen, der es blitzen UND regnen ließ. Der dafür sorgte, dass es Waldbeeren und Mammuts gab.

Es ist die Frage nach dem Grund hinter dem Grund. Da macht sich EIN Gott natürlich sehr gut. Genau wie der Neandertaler-Clan einen Stärksten hatte, hatte der Götter-Clan irgendwann einen stärksten Gott. Und schließlich, der Neandertaler war längst ausgestorben, blieb nur EIN Gott übrig, der Gott des Monotheismus, den es dann allerdings in jüdischer, christlicher und muslimischer Ausprägung gab.

Die Frage danach, wer denn nun Gott geschaffen habe, wäre die Frage nach dem Grund hinter dem Grund hinter dem Grund.

Das Konzept Gott ist ein vom menschlichen Geist geschaffenes Konstrukt. Die Frage nach dem Grund hinter dem Grund hinter dem Grund ist das ebenfalls. Sie hat lediglich einen höheren Abstraktionsgrad.

Das kann dann unendlich so weitergehen: Der Mensch, der meint, er könne die Frage beantworten, wer denn Gott geschaffen habe, muss sich der berechtigten Frage seines Nachbarn stellen, wer denn den Gott geschaffen habe, der den Gott geschaffen hat, der die Menschen geschaffen hat.

Et cetera, et cetera, ad infinitum - immer weiter und weiter, bis in alle Ewigkeit. 

Fazit: Das Konzept "Gott" ist ein von Menschen geschaffenes Konzept - von Anfang bis Ende.

Gruß, earnest


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Kommentar von Schuhbach97
06.08.2016, 00:54

Ich empfehle dir den Gottesbeweis Thomas von Aquins. 

Alles, was sich bewegt wird durch etwas anderes beeinflusst/in Bewegung gebracht. Es entsteht eine Verkettung sich verursachender Bewegungen. Schließlich trifft man auf einen unbewegten Beweger, den Erstbewegenden, nämlich Gott. Eine höhere Instanz existiert nicht.               q.e.d.

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Er ist einfach da dafür gibt es keine Erklärung. Er ist der der alles erschuf und der höchste und wenn er der höchste ist kann ihn ja schlecht ein höherer erschaffen haben 🙏🏻🙂

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Kommentar von 1900minga
03.08.2016, 00:30

Woher weißt du, dass es nicht doch eine noch höhere Person gibt.
Vielleicht hat diese Person ganz viele Götter erschaffen, die jeweils ein eigenes Universum besitzen

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Gott war schon da. Ich finde das nicht unlogisch. Am Anfang muss doch etwas da gewesen sein.

Und kann die Wissenschaft erklären, woher die Sachen kamen, die bei dem Urknall dabei waren? Trotzdem sind viele Menschen der Meinung, dass es den Urknall gab.

Falls ich jetzt etwas geschrieben habe, was aus wissenschaftlicher Sicht falsch war, dann kann man mich ja korrigieren.

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Kommentar von Ryuuk
03.08.2016, 00:31

Aber warum sollte das von allen möglichen Dingen Gott gewesen sein? Warum nicht etwas anderes?

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Kommentar von earnest
03.08.2016, 10:00

"Am Anfang muss doch etwas da gewesen sein."

Falls das so ist: "er sagt, dass das "Gott" war - und nicht ein Fingerhut voll Urschleim oder eine eierlegende Wollmilchsau?

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Kommentar von JanfoxDE
03.08.2016, 17:50

Und wer hat dann Gott erschaffen, Mr.ichtrauebeweisenicht ?

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In 1400 Jahren, von 800 vor Chr. bis 600 nach Chr., wurden 3 große Religionen, jede mit verschiedenen Ansichten gegründet. Alle Religionsgründer Buddha, Jesus, Mohammed wollen von Gottinspiriert oder erleuchtet worden sein. 

Dass ein Gott derart verschiedene Ansichten lehrt ist unlogisch. Ob die Propheten  Gott nur vorgeschoben haben und ihre eigene Religion erfunden haben ist nahe liegend umihre eigenen Ansichten oder Wünsche zu erfüllen (zB. 4Frauen und Kindfrau von 9  J.) oder den Herrschenden gedient haben. 

Gott hat den Menschen 10 Gebote gegeben. Die Religionen wollen besser sein als Gott (...) und haben aus den 10  Geboten über 1000 Verbote (haram) gemacht und alle haben das gleiche Ziel, die Leichtgläubigen in Schach zu halten, zu unterjochen, die eigene Macht einzementieren und ein möglichst schönes Leben an der Spitze führen.

Die Menschen wissen selbst was gut oder böse ist, sie sollen nicht blindlings alles glauben und abwägen was glaubwürdig, zumutbar und nicht gegen die menschliche Natur ist. 



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Kommentar von Ryuuk
03.08.2016, 00:29

Welche 10 Gebote? Die erste oder die zweite Version?

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Kommentar von 1900minga
03.08.2016, 00:34

Beantwortet leider nicht die Frage

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Kommentar von Fantho
03.08.2016, 03:53

Die Menschen wissen selbst was gut oder böse ist

Ach wirklich? Die Weltlage zeigt sich mir aber anders....

Gruß Fantho

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Kommentar von Fantho
03.08.2016, 03:56

Die Menschen wissen selbst was gut oder böse ist

Ach wirklich? Die Weltlage zeigt sich mir aber etwas anderes...

Gruß Fanrtho

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Gott war schon immer da. Er hat den Menschen die Ewigkeit ins Herz gelegt, so daß sie immer unruhig sind, bis sie ihn gefunden haben. Und so suchen wir ihn.

Er hat sich uns gezeigt in der Person von Jesus Christus. Alles,w as für uns wichtig ist, steht in der Bibel zu lesen. Beachte bitte dabei die Zeit vor dem Tod Jesu und die mit dem neuen Testament. (NT)

Der Unterschied zwischen den Religionen ist: Sie sagen, was man tun muß, um zu Gott zu gelangen.

Jesus hat aber bereits alles getan, was dafür notwendig ist, wir müssen es nur noch annehmen.

Auf englisch heißt das:

Religion says: DO!
Jesus says: DONE!

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Kommentar von 1900minga
02.08.2016, 23:53

Gott war schon immer da.
Klingt sehr unwahrscheinlich...

Der Rest hat übrigens gar nichts mit der Frage zu tun

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Kommentar von earnest
03.08.2016, 10:01

"Gott war schon immer da"?

Woher weißt du das?

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Deine erste Frage assoziiert ja schon einige Missverständnisse. Religionen haben Gott nicht erschaffen - wenn dann eher andersherum, aber auch das stimmt so nicht ganz. Gott war schon immer da! ER ist der Allmächtige, Allwissende und Allgegenwärtige - keiner steht über IHM - ER ist der Erste und der Letzte und hat keinen Anfang und kein Ende. ER hat sich in Jesus Christus offenbart. Verstehen können wir das nicht - aber glauben schon eher. Es ist Gottes Wille, daß der Mensch zur Erkenntnis dieser (biblischen) Wahrheit kommt.

Der Glaube ist auch das einzige Mittel um ein wenig zu begreifen und seelisch anzunehmen. So einen ewigen Gott (außerhalb jeder menschlichen Dimension und Vorstellung) kann man nicht mit Verstand, Logik, Moral und/oder Wissenschaft erreichen und verstehen. Und ebenso auch nicht bewerten und einordnen. Viele machen das aber und kritisieren was sie nicht verstehen (können). Das Problem hat der Mensch, nicht Gott!

Einer Religion anzugehören, ist nicht zwangsläufig dasselbe, wie der biblischen Botschaft im Evangelium von Jesus Christus zu glauben. Das beinhaltet den Glauben daran, daß man ein Sünder ist und Erlösung braucht, die man im Glauben an Tod und Auferstehung von Gottes Sohn finden kann (Johannes 3,16 und 14,6). Alles Gute!

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Kommentar von earnest
03.08.2016, 10:03

"Gott war schon immer da"?

Woher weißt du das?

Richtig, du weißt es nicht, "verkaufst" uns aber wieder einmal eine reine Behauptung als Faktum.

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