Wie ist Eure Meinung zur derzeitigen Flüchtlingspolitik?

10 Antworten

Ich glaube nicht, dass sich die reichen Staaten auf dieser Welt dauerhaft vom armen Rest der Welt abschotten können. Natürlich wird dies allerorten gefordert, vor allem von Personen (oder auch Nationen) die Angst haben, ihren Logenplatz am Fleischtopf der EU zu verlieren. Ich glaube, die einzige Chance aus der jetzigen Situation herauszukommen darin besteht, ein Einwanderungsgesetz zu verabschieden, welches die legale Migration in die EU ermöglicht. Nur wenn die Menschen hier eine Perspektive haben, gelingt Integration. Und wenn Integration nicht gelingt, dann wird sich eine Parallelkultur entwickeln, die zu Recht niemand in Deutschland (und der EU) will. Wer Integration jedoch grundsätzlich ablehnt, wird wahrscheinlich den Rest seines Lebens damit beschäftigt sein, den so genannten "guten alten Zeiten" (scheinbar ohne Ausländer, ohne EU, ohne den €, mit Wohlstand für alle, auch ohne Arbeit) nachzuheulen. 

Der ganze Vorgang ist wesentlich komplizierter und beschränkt sich nicht auf die jetzigen Folgen. 2 wesentliche Gründe für das Flüchtlingsproblem:

  1. Der kalte Krieg wird wieder angeheizt, Moral wird über Bord geworfen - sie schmälert den Profit der im Bereich Waffenherstellung nun einmal am höchsten ist. Krisengebiete werden wieder zu Testgebieten neuer Waffentechnologien, ob Naher Osten oder Afrika, die Eskalationen werden am Leben gehalten und nicht mehr politisch beigelegt. Schlimm dabei - die Rolle der UNO (im Bosnienkrieg noch messbar) wird immer lächerlicher. Nie gab es so viel Armut, Hunger und Tod wie jetzt - eine Schande, gerade für uns große Industrienationen.
  2. Woher kommt das Problem ? Ich kann es nur aus eigenen Erleben mutmassen - ich war 2008 mehrere Monate in Nigeria arbeiten. Nach meinem schulischen Wissen sollte dieses Land eigentlich seit 1960 unabhängig sein. Die Realität ist leider anders. Was ich erlebte möchte ich als die moderne und abgebrühte Form des Kolonialismus bezeichnen - korrupte schwarze Politiker und Firmenchef`s (eingesetzte Marionetten), massgeblich durch große (hier britische) Unternehmen gekauft, machen den Weg für Maximalprofite frei. BP und Co. verdienen sich dumm und dämlich - zurück bleibt in einigen Jahren ein leergepresstes Land mit 100 Millionen Einwohnern, die nichts mehr besitzen als die Fetzen auf ihrem Leibe ! Ich schäme mich für das was ich dort erleben musste und das was der "3." Welt angetan wird !!! Nirgends tritt die Bestie Kapitalismus klarer in Erscheinung als dort - und Nigeria ist leider keine Ausnahme, soviel ist klar.

Betrachten wir also mal nüchtern was gerade passiert komme ich (ganz subjektiv) zu folgendem Schluß:

Der Flüchtlingsstrom wird stetig zunehmen, ob aus Krisengebieten oder verarmten afrikanischen und asiatischen Staaten. Da politisch über die Jahre meist nur leere Versprechungen gemacht wurden, der 3. Welt aber wenig wirkliche Aufbauhilfe zu Teil wurde, sind die Situationen vor Ort desaströs und meist ausweglos. Wer will es den Leuten verübeln den Weg nach Europa mit allen Risiken anzutreten, wenn sie unseren Reichtum sehen ?! Jeder möchte ein Stück vom Kuchen abhaben, verständlich, aber nicht umsetzbar. Würde es nicht so viele private Spenden geben würde es noch viel schlimmer aussehen - noch so ein Punkt wo man wütend und mit Zorn reagieren muss. In Deutschland werden Milliarden für nicht funktionierende Flughäfen, Bahnhöfe und sontige Investruinen jährlich in den Sand gesetzt - aber für ein vernünftiges und gezieltes Engagement in diese Länder reicht es nicht. Nein, es ist besser unfähigen Bankmanagern, Vorstandsvorsitzenden (allein der Name Mehdorn erzeugt bei mir schon einen Würgereiz !) und ähnlichen Getier Millionen Euros in die Taschen zu stecken und für ihre Unfähigkeit mit Millionen an Abfindungen wieder ins nächste Schwachsinnprojekt zu setzen. In dieser Disziplin scheint Deutschland mittlerweile Weltmeister zu sein - mein armes Vaterland ! Zieht man dann weiter in Betracht das diese nun mehr schlecht als recht durchgeprügelte Bundesregierung nun 4 weitere Jahre ahnungslos das Land regieren soll kann man mit wohl davon ausgehen, dass Deutschland es nicht einmal schafft seine eigene Probleme zu lösen, geschweige denn international Akzente zu setzen. Zu farblos die Köpfe, zu ideenlos die Konzepte, zu selbstsüchtig das Streben dieser Akteure.

Lösen können wir das Flüchtlingsproblem nur mit dem Beenden von Kriegen, ehrlicher und kontrollierter Wirtschaftshilfe in die Bedarfsregionen, sodass die Menschen dort ohr Land wirklich aufbauen können. Kein Mensch verlässt sein Land freiwillig wenn er sich dort eine Existenz aufbauen kann, soviel ist doch klar.

Und ja, die Probleme in unserem und anderen europäischen Indutrienationen werden immer brisanter werden, weil es natürliche Grenzen für eine Einwanderung gibt und ich ebenfalls entschieden dagegen bin unseren Kulturkreis gegen einen anderen austauschen zu lassen und z.B. in den Islam zu konvertieren. Und natürlich sind viele Sachen nicht kompatibel und werden nicht besser, wenn von Seiten von Einwanderern keine Akzeptanz in Sprache und Kultur unseres Landes besteht sondern es nur um die Abschöpfung sozialer Leistungen geht - auch das ist verwerflich, wird aber immer wieder als Hetze oder ausländerfeindliches Gerede abgetan. Ich spreche hier auch weniger von den syrischen Flüchtlingen (die sich teils hervorragend integrieren) als von lang hier ansässigen ausländischen Familiengruppierungen, die Polizei, Justiz und Staat im großen Maßstab für kriminelle Machenschaften unterwandern, einen Dreck auf unsere Werte geben und offen unser Land beschimpfen. Warum werden solche Personen bei uns noch geduldet ? Warum schützt unser Staat seine Büger nicht vor derartigen Machenschaften und sieht hilflos zu wie der Rechtsstaat nach belieben gebeugt wird ? Einfache Antwort - Korruption und Einfältigkeit !

Durch unser Land muss eine Welle der Erneuerung gehen ! Wählt nicht mehr Leute die nur die Aufrechterhaltung ihrer politischen Machtfunktionen als Lebensaufgabe sehen und sich um die Belange des eigenen Volkes einen feuchten Kehrricht kümmern. Nehmen wir Verantwortung in die Hand um Dummheit und Ignoranz in Wirtschaft und Verwaltung in die Schranken zu weisen und handeln wir endlich, indem wir unfähige Manager, Vorstände und Politiker zur Rechenschaft ziehen und ihnen keine Orden verleihen und Millionen zahlen um das Volk weiter zu verhohnen.

Denk mal darüber nach und lasst Euch nicht vom allgemeinen Medienschwachsinn Meinungen einbrennen, die nichts mit der Realität zu tun haben. Das hat in einem Land schon einmal nicht geklappt...!

Gruß Frank


Ich finde auch, dass man von Anfang an eine Passkontrolle an den Grenzen hätte durchführen müssen.

Außerdem hätte man nur Kriegsflüchtlinge aufnehmen sollen.

Ja genau das sag ich auch! :D und dass jedes Land in der EU einen bestimmten Prozentsatz an Flüchtlingen hätte aufnehmen sollen. Und nicht ein Land hauptsächlich :o

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Niemand hat behauptet, dass die Aufnahme von Flüchtlingen Ringelpiez mit anfassen ist.

Wir hatten die Wahl, wie immer nichts zu tun,die Flüchtlingsproblematik auf Griechenland und Italien abzuwälzen und die Leute ansonsten einfach in ihren Ländern sterben zu lassen.

Mit der Öffnung unsere Grenzen haben wir endlich auch einmal Solidarität mit Südeuropa gezeigt und echte Verantwortung für Menschenleben  übernommen, anstatt uns fernab jeglicher Probleme faul auf dem Sessel zu fläzen, das Elend der Welt im TV zu betrachten und zu sagen "Da muss doch mal jemand was tun!"

Diese Politik und das breite Engagement unserer Bevölkerung haben mich richtig mit Stolz erfüllt.

Aber klar ist auch, wir müssen gewisse Institutionen und Behörden stärken, um diejenigen auszusortieren, die sich unter falscher Flagge oder mit falschen Absichten in das Land einschleichen.

Was für ein Gutmenschengelaber! Mir wird schlecht!

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@nanundwasnun

In einem Land mit guten Menschen fühlen sich schlechte Menschen schlecht.

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Ich denke zum Einen profitieren gewisse Positionen ganz schön von der ganzen Situation VOR ALLEM davon dass die rechte Seite jetzt wieder stärker wird. Das ist so ziemlich das Einzige was mich wirklich immens stört. Hass löst keine Probleme.

Zum Anderen - das praktische - wie will man das machen? Ich meine stell dir vor du hast irgendwo in der Pampa ein Haus und da kommt eine Familie an mit 2 Kindern und bittet dich um Unterschlupf und was zu Essen. Die "echten" Flüchtlinge die gar nichts mehr haben und am Ende sind. Ich bin nach wie vor der Meinung niemand verlässt seine Heimat einfach so weil er grad lustig ist oder Fr. Merkel meinte man kriegt hier was geschenkt. Ich würde im Leben nicht daran denken in die USA auszuwandern nur weil ich da vielleicht ne Villa kriege. Ich würde nur gehen wenn die Situation hier so krass ist dass ich um mein Leben fürchten muss.
Man tut sich leicht das Thema abzuschieben, wenn man null beteiligt ist. Die Atombombe abzuwerfen wenn man tausende Kilometer weit weg ist und nur auf einen Knopf drücken muss ist kein Kunststück. Genauso wie viele Mitbürger im Moment meinen "schiebt sie doch alle wieder ab".
So einfach sehe ich das nicht. Ich finde man muss den Leuten die Hilfe brauchen schon helfen.
Das Problem im Moment ist am ehesten rauszufinden wer Hilfe braucht und wer nicht. Ich hätte stark dafür plädiert nur jene aufzunehmen die wirklich "auf der Flucht" sind und diesen dann das Leben erst einmal angenehmer zu machen. Stattdessen hat keiner hingesehen wer da über die Grenzen kommt - was dazu geführt hat dass sicher auch viele herkommen die dem Ruf derer, die wirklich Hilfe brauchen tierisch schaden.

Ich bin FÜR helfen wo es notwendig ist und GEGEN dieses rechte, menschenverachtende Gehabe was derzeit immer stärker wird. Dass hier mehrere Kulturen zusammenprallen, welche man natürlich nicht so einfach unter einen Hut bekommt ist klar - aber statt zu schimpfen und rumzueiern und sich zu beschweren sollte man versuchen eine Lösung zu finden. Eine, die für alle gut ist. RICHTIGE Integration, wo unsere Politik gefordert werden würde - die mutmaßlich selbst zu blöd ist dafür. Flüchtlinge, welche Straftaten begehen kann man gerne zurückschicken. Ich wäre allerdings auch dafür dass sie aufgeklärt werden darüber was hier anders ist als dort.

Man muss sich das einfach mal menschlich vorstellen. Wenn ich in eine soziale Umgebung komme wo mich sowieso keiner mag - will ich wieder weg. Wieder weg geht nicht weil Flüchtling - zurück geht nicht weil tot - hierbleiben muss richtig schlimm sein für manche wenn ihnen eine Hasswelle entgegenschlägt für die sie nichts können. Sie wollen dass ihre Kinder und sie selbst überleben - ich meine entschuldige - das KANN man doch keinem übel nehmen. Wer von uns würde anders handeln?

Aber alles was wir Volk denken ist ohnehin irrelevant weil meiner Meinung nach die ganze Situation im Moment dazu dient andere Dinge die wichtiger wären im Hintergrund abzuhandeln. TTIP und Konsorten darum kümmert sich keiner mehr. Ich denke die Situation kommt sehr vielen sehr gelegen und wir sind so blöd und fallen drauf rein. Steigern uns in den Hass hinein anstatt zu gucken wie unsere Zukunft aussieht. Lieber lebe ich in einem Land mit vielen Flüchtlingen mit denen ich mich kulturell erst einmal zusammenraufen muss als in einem Land, wo man bei jedem Lebensmittel das Gefühl hat irgendwer will dass ich mit spätestens 50 den Löffel abgebe um Platz für jüngere zu machen.

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