Wie ist Eure Meinung zur derzeitigen Flüchtlingspolitik?

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13 Antworten

Ich denke zum Einen profitieren gewisse Positionen ganz schön von der ganzen Situation VOR ALLEM davon dass die rechte Seite jetzt wieder stärker wird. Das ist so ziemlich das Einzige was mich wirklich immens stört. Hass löst keine Probleme.

Zum Anderen - das praktische - wie will man das machen? Ich meine stell dir vor du hast irgendwo in der Pampa ein Haus und da kommt eine Familie an mit 2 Kindern und bittet dich um Unterschlupf und was zu Essen. Die "echten" Flüchtlinge die gar nichts mehr haben und am Ende sind. Ich bin nach wie vor der Meinung niemand verlässt seine Heimat einfach so weil er grad lustig ist oder Fr. Merkel meinte man kriegt hier was geschenkt. Ich würde im Leben nicht daran denken in die USA auszuwandern nur weil ich da vielleicht ne Villa kriege. Ich würde nur gehen wenn die Situation hier so krass ist dass ich um mein Leben fürchten muss.
Man tut sich leicht das Thema abzuschieben, wenn man null beteiligt ist. Die Atombombe abzuwerfen wenn man tausende Kilometer weit weg ist und nur auf einen Knopf drücken muss ist kein Kunststück. Genauso wie viele Mitbürger im Moment meinen "schiebt sie doch alle wieder ab".
So einfach sehe ich das nicht. Ich finde man muss den Leuten die Hilfe brauchen schon helfen.
Das Problem im Moment ist am ehesten rauszufinden wer Hilfe braucht und wer nicht. Ich hätte stark dafür plädiert nur jene aufzunehmen die wirklich "auf der Flucht" sind und diesen dann das Leben erst einmal angenehmer zu machen. Stattdessen hat keiner hingesehen wer da über die Grenzen kommt - was dazu geführt hat dass sicher auch viele herkommen die dem Ruf derer, die wirklich Hilfe brauchen tierisch schaden.

Ich bin FÜR helfen wo es notwendig ist und GEGEN dieses rechte, menschenverachtende Gehabe was derzeit immer stärker wird. Dass hier mehrere Kulturen zusammenprallen, welche man natürlich nicht so einfach unter einen Hut bekommt ist klar - aber statt zu schimpfen und rumzueiern und sich zu beschweren sollte man versuchen eine Lösung zu finden. Eine, die für alle gut ist. RICHTIGE Integration, wo unsere Politik gefordert werden würde - die mutmaßlich selbst zu blöd ist dafür. Flüchtlinge, welche Straftaten begehen kann man gerne zurückschicken. Ich wäre allerdings auch dafür dass sie aufgeklärt werden darüber was hier anders ist als dort.

Man muss sich das einfach mal menschlich vorstellen. Wenn ich in eine soziale Umgebung komme wo mich sowieso keiner mag - will ich wieder weg. Wieder weg geht nicht weil Flüchtling - zurück geht nicht weil tot - hierbleiben muss richtig schlimm sein für manche wenn ihnen eine Hasswelle entgegenschlägt für die sie nichts können. Sie wollen dass ihre Kinder und sie selbst überleben - ich meine entschuldige - das KANN man doch keinem übel nehmen. Wer von uns würde anders handeln?

Aber alles was wir Volk denken ist ohnehin irrelevant weil meiner Meinung nach die ganze Situation im Moment dazu dient andere Dinge die wichtiger wären im Hintergrund abzuhandeln. TTIP und Konsorten darum kümmert sich keiner mehr. Ich denke die Situation kommt sehr vielen sehr gelegen und wir sind so blöd und fallen drauf rein. Steigern uns in den Hass hinein anstatt zu gucken wie unsere Zukunft aussieht. Lieber lebe ich in einem Land mit vielen Flüchtlingen mit denen ich mich kulturell erst einmal zusammenraufen muss als in einem Land, wo man bei jedem Lebensmittel das Gefühl hat irgendwer will dass ich mit spätestens 50 den Löffel abgebe um Platz für jüngere zu machen.

Ich glaube nicht, dass sich die reichen Staaten auf dieser Welt dauerhaft vom armen Rest der Welt abschotten können. Natürlich wird dies allerorten gefordert, vor allem von Personen (oder auch Nationen) die Angst haben, ihren Logenplatz am Fleischtopf der EU zu verlieren. Ich glaube, die einzige Chance aus der jetzigen Situation herauszukommen darin besteht, ein Einwanderungsgesetz zu verabschieden, welches die legale Migration in die EU ermöglicht. Nur wenn die Menschen hier eine Perspektive haben, gelingt Integration. Und wenn Integration nicht gelingt, dann wird sich eine Parallelkultur entwickeln, die zu Recht niemand in Deutschland (und der EU) will. Wer Integration jedoch grundsätzlich ablehnt, wird wahrscheinlich den Rest seines Lebens damit beschäftigt sein, den so genannten "guten alten Zeiten" (scheinbar ohne Ausländer, ohne EU, ohne den €, mit Wohlstand für alle, auch ohne Arbeit) nachzuheulen. 

Die Flüchtlingssituation wird meiner Ansicht nach Deutschland verändern, allerdings nicht so wie man sich eine Weiterentwicklung wünscht. Die Verantwortung wird wohl dafür keiner übernehmen wollen?

Ich finde auch, dass man von Anfang an eine Passkontrolle an den Grenzen hätte durchführen müssen.

Außerdem hätte man nur Kriegsflüchtlinge aufnehmen sollen.

Questi1 18.02.2016, 08:08

Ja genau das sag ich auch! :D und dass jedes Land in der EU einen bestimmten Prozentsatz an Flüchtlingen hätte aufnehmen sollen. Und nicht ein Land hauptsächlich :o

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Das größte Problem ist, dass nicht mehr zwischen Migranten und Asylanten differenziert wird, sondern alles in einen Topf mit der Bezeichnung Flüchtlinge geworfen wird.

Das Dublin-Abkommen verträgt sich in der Realität nicht besonders gut mit dem Schengen-Abkommen. Prinzipiell hat Angela Merkel mit ihrem Bestreben nach einer Europaweiten Flüchtlingspolitik recht, aber dazu müsste man vorher an der Grenze des Schengenraumes eine Einzelfallprüfung vornehmen und alle Wirtschaftsflüchtlinge abweisen.

Also die sogenannten Hotspots in Griechenland einzurichten ist mal keine schlechte Idee aber ohne einen Zaun an der Albanischen, Mazedonischen und Bulgarischen Grenze, der eine illegale Weiterreise abgelehnter Asylbewerber verhindert, bringen die Hotspots überhaupt nichts.

Niemand hat behauptet, dass die Aufnahme von Flüchtlingen Ringelpiez mit anfassen ist.

Wir hatten die Wahl, wie immer nichts zu tun,die Flüchtlingsproblematik auf Griechenland und Italien abzuwälzen und die Leute ansonsten einfach in ihren Ländern sterben zu lassen.

Mit der Öffnung unsere Grenzen haben wir endlich auch einmal Solidarität mit Südeuropa gezeigt und echte Verantwortung für Menschenleben  übernommen, anstatt uns fernab jeglicher Probleme faul auf dem Sessel zu fläzen, das Elend der Welt im TV zu betrachten und zu sagen "Da muss doch mal jemand was tun!"

Diese Politik und das breite Engagement unserer Bevölkerung haben mich richtig mit Stolz erfüllt.

Aber klar ist auch, wir müssen gewisse Institutionen und Behörden stärken, um diejenigen auszusortieren, die sich unter falscher Flagge oder mit falschen Absichten in das Land einschleichen.

nanundwasnun 18.08.2017, 13:00

Was für ein Gutmenschengelaber! Mir wird schlecht!

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napoloni 18.08.2017, 13:57
@nanundwasnun

In einem Land mit guten Menschen fühlen sich schlechte Menschen schlecht.

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Deutschland hat kapituliert, ohne sich je gewehrt zu haben. Anders kann man den Zustand nicht beschreiben, wenn Millionen Menschen ungehindert die Grenzen eines Landes passieren dürfen. 

Dass Merkel nun auch noch unseren Nachbarländern vorschreiben will, ob und wie viele "Flüchtlinge" sie aufzunehmen haben, grenzt an Wahnsinn. Sie ist die deutsche Bundeskanzlerin und nicht  die europäische. Das scheint sie vergessen zu haben. Zum Glück gibt es einige andere Staatschefs, die sie hin - und wieder daran erinnern. Auf denen ruht meine Hoffnung.

Was der wahre Grund für Merkels Haltung bei der Einwanderungswelle ist, wird man wohl nie erfahren. Man kann höchstens versuchen sich umfangreich zu informieren und sich dann seine eigene Meinung bilden.

Es hat alles seine Grenzen. Wir können hier nicht die halbe Welt aufnehmen.

RichardSharpe 17.02.2016, 08:43

Hat jemand schon mal etwas anderes behauptet?

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FragaAntworta 17.02.2016, 08:44

Platzmäßig wäre das möglich, nach Ende des zweiten WK hat Deutschland ca. 12.000.000 Menschen aufgenommen und untergebracht.

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Mepodi 17.02.2016, 08:46
@FragaAntworta

Das waren aber Deutsche, selbe Sprache, selbe Kultur, selbe ... :)

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FragaAntworta 17.02.2016, 08:53
@Mepodi

@Mopod, ahhhh das ist ja der Grund.. Vor allem waren es Flüchtline, dann Menschen, und dann irgendwann auch Deutsche. Aber die ersten beiden Gründe sind wichtiger. Allerdings stimmt es, zu einem großen Teil waren es Deutsche, darum sollten auch Deutsche wissen wie es ist auf der Flucht zu sein, und wie wichtig Hilfe ist.

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Fraganti 17.02.2016, 08:59
@RichardSharpe

Wesentlich mehr als was? Die Gesamtbevölkerungszahl betrug damals nicht mal 50 Millionen Menschen, da war Platz. Heute sind es 83-84 Millionen.

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Kitharea 17.02.2016, 09:10
@FragaAntworta

2 Generationen danach und geboren/gelebt im Überfluss interessiert das keinen mehr *ironieaus*

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FragaAntworta 17.02.2016, 09:12
@Kitharea

Ich weiß Kitharea, aber wenn man das als Grund nimmt, braucht man überhaupt nichts mehr zu machen, und sich einfach zurücklehnen, manchmal muss man auch an die eigenen Geschichte erinnert werden.

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Kitharea 17.02.2016, 09:19
@FragaAntworta

Es war ironisch gemeint - gebe dir ja Recht.
Die "eigene Geschichte" dazu habe ich nicht einmal auch ich bin im Überfluss groß geworden. Aber meine Eltern haben mir wenigstens gelernt was Menschlichkeit und Mitgefühl heißt - dass es wichtiger ist als Geld, Macht oder Recht-haben.
Heißt NICHT dass ich alle reinlassen würde - Wirtschaftsflüchtlinge zb nie. ABER wenn ich sehe jemand braucht Hilfe würde ich auch helfen. Und ja - klar mit mehr als Brot und Wasser. Wenn ich mir die Situation für mich und meine Kinder vorstelle - schrecklich. Ich will nicht in deren Haut stecken. Und ich wäre froh in ein Land zu kommen wo man mir zumindest auch gefühlt eine Chance gibt.

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RichardSharpe 17.02.2016, 09:40
@Fraganti

Bezogen auf 50 Millionen sind 12 Millionen wesentlich mehr als 1 oder 2 Millionen auf 80 Millionen. Übrigens gibt es Staaten, die wesentlich dichter besiedelt sind als Deutschland, somit zieht das Argument mit dem angeblich fehlenden Platz nicht.

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tanztrainer1 17.02.2016, 17:40
@RichardSharpe

Sind wir schon wieder so weit, dass die ganz alten Argumente aus der Versenkung hervorgeholt werden?

Da kommt mir das Kalte Grausen!

Mit dem Spruch "Volk ohne Raum" rechtfertigten die Nazis damals den Russland-Feldzug!

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tanztrainer1 17.02.2016, 17:44
@Mepodi

@Mepodi: Nach meiner Erinnerung waren die damals nicht willkommen und wurden auch recht schlecht behandelt.

Sind also die jetzigen Flüchlinge in Deinen Augen Menschen 2. oder gar 3. Klasse, oder wie?

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CamelWolf 18.02.2016, 16:45
@Mepodi

Die Menschen, die nach dem WK 2 aus dem Osten nach Westdeutschland kamen, waren auch nicht willkommen und wurden von den Einheimischen auch nur als Schmarotzer und Zigeuner betitelt. Und trotzdem hat es geklappt.......(vordergründig, für meine schwäbischen Landsleute war "Flichtling" bis vor kurzem noch das schlimmste Schimpfwort).

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tanztrainer1 17.02.2016, 16:46

Wenn es dann 3 Mio. Flüchtlinge sein werden, dann sind das bei einer Bevölkerung von 81 Mio. 3,7 %. Und da sprichst Du "von der halben Welt"!

Auf 1000 Einwohner im Libanon kommen derzeit (1/16 lt. Google od Wikipedia) 450 Flüchtlinge, das sind 45 %.

Die haben das so, als wenn bei uns etwa 36,5 Mio. Flüchtlinge gekomen wären!

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Hey,

es war mir eine Frage der Zeit bis es soweit kam wie jetzt.

Was denken die Leute denn? Das man einfach im Nahen Osten über 10 Jahre lang Krieg spielen kann ohne das man davon Konsequenzen zu befürchten hat?

Deutschland ist reich genug auch um noch mehr Flüchtlinge aufzunehmen (auch Wirtschaftsflüchtlinge), allerdings sollte man nicht mehr aufnehmen als man bewältigen kann.

Mfg

marylinjackson 17.02.2016, 20:08

Wer ist "man"? Und "Krieg spielen" die Leute seit 10 Jahren schon gar nicht.

 Als es den 1. Golfkrieg gab von 1980-1988, gab es über eine Million Tote da "unten". Gab es Konsequenzen für Deutschland? Damals ? Heute?

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Fielkeinnameein 17.02.2016, 21:32
@marylinjackson

Die Nato angeführt von den USA? Ich rede nicht von den 90ern. Ich rede vom "Krieg gegen den Terror". Damals war die Vernetzung noch nicht so weit vorran geschritten wie heute. Das kann man nicht vergleichen.

Vorallem kann man den 1. Goldkrieg nicht mit den Ressourcenkriegen von heute vergleichen.

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Ich bin für die Grenze wie Petry sagte.

LOL.

Ich finde es gelinde gesagt sche*ße, wie Merkel dazu steht...

Wir sollten unsere Vergangenheit mal hinter uns lassen und endlich mal anfangen, "nein" zu sagen...

Es sind schon viel zu viele von denen hier, meine Freundin traut sich abends nicht mal mehr alleine auf die Straße, weil die meisten dieser Kerle so gut wie jedes Mädchen lüstern angucken...

Wir haben viel zu viele schon aufgenommen, die von der IS sind auch hier, sind in meiner Heimatstadt bereits mit Listen rumgegangen...

Wir sollten viel stärkere Kontrollen machen und so langsam mal die Grenzen schließen...

Wir haben doch schon genug Arbeitslose hier in Deutschland und jetzt kommen die Asylanten auch noch dazu, wenn ihr Antrag angenommen wird...

Da muss sich echt keiner mehr wundern, dass Parteien wie die AFD einen deutlichen Zusatz bei den Wahlen bekommt...

RichardSharpe 17.02.2016, 08:52

Die AfD bietet einfache Lösungen für komplizierte Probleme. Damit kommt man zwar bei einigen Leuten gut an, das Problem ist nur, dass derartige Lösungen in der Realität nicht funktionieren.

Dass IS-Angehörige mit Listen herumlaufen, glaubst du doch wohl selbst nicht.

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Ich nenn es ein Totalversagen! Erst lehnt sich dieser verlogene Ex-Stasi-IM namens Merkel aus dem Fenster und lädt, ungefragt, die ganze Welt in die dt. Sozialkassen ein und dann weiß auf einmal niemand mehr, wie man mit der importierten Kriminalität fertig wird. 

Österreich hat wenigstens sein Bundesheer mobilisiert und ist an die eigenen Grenzen gefahren, um diese endlich zu schützen vor dem, was da bald aus Italien nach Norden schwappt.

napoloni 18.08.2017, 13:58

Das war Kohl, der die Ossis in unsere Sozialkassen eingeladen hat.

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Diskussionen gehören ins Forum.

https://www.gutefrage.net/forum


Questi1 17.02.2016, 08:44

Ah, Danke :) Aber ich will nur Meinungen hören, nicht diskutieren :)

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RichardSharpe 17.02.2016, 08:48
@Questi1

Was du willst, ist eine Sache, dass es hier todsicher zu einer Diskussion kommt, eine andere.

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meinerede 17.02.2016, 08:48
@Questi1

Läuft aber zwangsläufig auf ´ne Diskussion hinaus!

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Questi1 17.02.2016, 08:49

Ich kannte das Forum vorher nicht und jetzt ist die Frage eh schon gestellt :)

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Centario 17.02.2016, 10:05
@Questi1

@Questi1 , deine Frage hat volle Berechtigung, läß die nichts von anderen Leuten vormachen die nur egoistische Interessen vertreten. Den Begiff "Allgemeinwohl" scheinen einige Leute nicht zu kennen, das ist schlimm genug, vor allem wenn sie hier leben wie die Made im Speck.

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Questi1 17.02.2016, 13:06

Ah, okay, Danke dann passts ja eh :)))

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