Wie ist eure Meinung zum Thema Religionen?

25 Antworten

Ich bin Buddhist und sehe mich als religiösen Menschen an.

Ich habe kein Problem mit Religionen und denke, dass sie dem Menschen auch durchaus Orientierung bieten, oder eine umfassendere Sicht auf das Leben vermitteln können, die über Egoismus und Konsumwahn hinausgeht.

Allerdings sollte die Religion dabei auf eine lebensnahe Art und Weise ausgelegt und vermittelt werden, die dem Umstand Rechnung trägt, das wir im 21. Jahrhundert leben und nicht in grauer Vorzeit. Sie muss also zeitgemäß gelebt werden.

Von streng konservativen Auslegungen und religiösem Fanatismus halte ich wenig bzw. gar nichts, weil sie die Menschen voneinander entfremden, sie unfrei machen und mit Zwängen belegen, die letztlich zu Angst und Aggressionen führen.

Meiner Ansicht nach gibt es keine "einzig wahre" Religion und deshalb lehne ich auch entsprechende Absolutheitsansprüche u.ä. Lehren ab. Ich betrachte die unterschiedlichen Religionen nur als verschiedene Wege.

Das Ziel ist aus meiner Sicht immer, den Menschen eine Geisteshaltung zu vermitteln, in der sie kein Leiden zufügen und die dabei hilft, Weisheit und Mitgefühl zu entwickeln, über das beschränkte "Ich-Denken" hinauszugehen.

Wenn manche Menschen fanatisch religiös und intolerant sind, dann liegt das aus meiner Sicht an einer extrem einseitigen Auslegung der Schriften und einem beschränkten Denken, das durch Egoismus geprägt ist.

Selbst eine absolut friedfertige Lehre, kann von Menschen mit bösen Absichten auf eine destruktive Weise ausgelegt werden, so dass sie selbst mit einer solchen Friedensbotschaft Hass, Terror und Intoleranz legitimieren können.

Andererseits kann auch eine Lehre voller Mängel und Unzulänglichkeiten, die aggressiv und menschenfeindlich wirkt, auf eine Weise ausgelegt werden, die den Menschen zu Frieden, Weisheit und Mitgefühl erzieht.

Letztlich sind die Religionen weder "gut" noch "böse" - es kommt darauf an, was der Einzelne für sich selbst daraus macht und welcher Interpretation er folgt.

Wenn ein Mensch der Ansicht ist, gänzlich ohne religiöse Gedankenwelt leben zu wollen und dabei in der Lage ist, Weisheit und Mitgefühl zu entwickeln, dann finde ich das genau so positiv, wie bei einem religiösen Menschen.

Ja, mir bedeutet der Glaube an Jesus Christus sehr viel.

Sein Leitwort - Lieb deinen Nächsten wie dich selbst - ist etwas, was ich mir wünschte, dass möglichst viele Menschen danach leben.

Du fragst, wie man die Religionen findet. Da gibt es aus meiner Sicht keine pauschale Antwort. Es gibt die geistlichen Bücher, es gibt Gott - für die Christen der dreieinige Gott - und des gibt die Gläubigen.

Bei den Gläubigen gibt es in allen Religionen Menschen die da aufweisen, was man die Früchte des Geistes nennt: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue,  Sanftmut und Selbstbeherrschung.

Es gibt aber auch bei allen Religionen Menschen, bei denen man anderes feststellt:

Unzucht, Unsittlichkeit, ausschweifendes Leben,  Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Jähzorn, Eigennutz, Spaltungen, Parteiungen,  Neid und Missgunst, Trink- und Essgelage

Wobei das jetzt stark schwarz-weiß gemalt ist.  Ich und jeder andere Gläubige kennen in sich beide Seiten.

Wie im Alltag von Nicht-Gläubigen gibt es bei jeder Religion radikale Menschen. Personen die die Macht und/oder den Reichtum lieben. Diese fallen dann auch negativ auf und prägen das Gesicht einer Religion. Für viele bestehen die Religionen nur aus Gottesdienst, Taufe, Hochzeitsfeier und Beerdigung. Doch im Stillen geschieht, meist durch freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sehr viel im Bereich gemeinnützige Arbeit.

Bei "meiner" Kirche kann ich mit Freude feststellen, dass der soziale Aspekt ein ganz wichtiger Teil des religiösen Lebens ist. Menschen, die nicht der Norm entsprechen, sind herzlich willkommen. Man wendet viel Geld für soziale Randgruppen aller Art auf. Noch mehr Einnahmen gehen an Hilfsorganisationen im In- und Ausland. Wenn jemand in Not ist, spielt es keine Rolle ob er Atheist, Muslim oder Christ ist. Die Kirche hilft der Rentnerin die Umzugskosten zu tragen, sie verhilft einer Frau aus Sri Lanka den Deutschkurs zu besuchen, sie bezahlt einer MS-Patientin ein Küchengerät usw. usw.

"Bei den Gläubigen gibt es in allen Religionen Menschen die da aufweisen, was man die Früchte des Geistes nennt: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue,  Sanftmut und Selbstbeherrschung."
Das gibt es auch bei den gottlosen Humanisten, denen fehlt aber ein Gott, der Tötungsbefehle erteilt wie in 2.Mose 32,25-29; 3.Mose 20,13; 4.Mose 15,32-36; 5.Mose 19,1; 5.Mose 20,10-17; Josua 23,4; Zefania 3,6; 5.Mose 21,18-21; 5.Mose 22,20-21; Hesekiel 9,4-7; 2.Könige 2,23-24; Hosea 14,1; ... noch viele weitere

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