Wie ist es zu erklären dass uns bestimmte Sachen nicht einfallen?!

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3 Antworten

Das Gehirn ist nicht ganz so strukturiert wie ein Computer...

Es speichert gleichzeitig Inhalte und Zusammenhänge. Das ganze funktioniert über Assoziationen, es "geht Umwege" über mehrere verbundene Bereiche, um "Daten abzurufen". Es entwickelt sich von Kindheit an voll intuitiv, d.h. es werden, bewußt wie unbewußt, bei Bedarf / häufiger Nutzung / erkennbarem Zusammenhang neue Verbindungen hergestellt, manchmal werden schon vorhandene Bereiche zusätzlich noch ganz anders "verkabelt", dann kann auch eine irgendwann [woanders]"bewußt gespeicherte" [sozusagen eine Art "Verzeichnis"] Assoziation plötzlich leichter über eine andere zugänglich sein, und das Verzeichnis nicht mehr wirklich "gut passen", weil sich die erste Verbindung mangels Nutzung "nicht mehr durchsetzen kann", usw. Und weil es ja sozusagen keine/wenig wirklich "klare (bewußte) Struktur" gibt, kann es passieren, daß eine Information zwar da ist, und einem später (durch die dann grade wieder stattfindende, aber mölicherweise völlig unbewußte A.) plötzlich "wieder einfällt", man aber nicht/nicht mehr/nicht mehr so leicht BEWUSST drauf zugreifen kann - dazu muß nur die unbewußte A. "in letzter Zeit" häufiger als die vorherige bewußte A. benutzt worden sein, so daß sie funktionale Priorität erlangt hat, weil in dem Bereich jetzt mehr und/oder aktivere Neuronenverbindungen geschaffen wurden. Das ist aber nur eine "schwammige" Erklärung, und auch nur eine Art Beispiel, wie es dazu kommen kann.

Tja - mit Wikipedia kann ich nicht konkurrieren. Die Artikel werden teils von mehreren Leuten mit ganz unterschiedlichem Wissen sorgfältig verfasst, und teils immer wieder verbessert.

Dagegen ist mein Kauderwelsch wohl eher sinnfrei. Aber versucht hab ich´s...

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Ups - vor "sozusagen" gehört eigentlich noch "Das wäre dann", und natürlich heißt´s "mö g licherweise". Sorry.

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@FredQ

Ich finde es sehr viel wertvoller, wenn jemand mit eigenen Worten etwas zu erklären versucht. Wikipedia kann der Fragesteller ja selbst bemühen. Ein Ratgeberforum, in dem jeder nur Wiki-Artikel reinkopiert, das ist sinnfrei.

Mach weiter mit deinem Kauderwelsch - du bist auf der richtigen Spur...

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@gamine

Danke Dir, das bedeutet mir jetzt viel. ^^ Ich hatte schon befürchtet, das alles praktisch umsonst formuliert zu haben... just in dem Moment, als ich die Antwort gesendet hatte, mußte ich den grade kurz vorher eingestellten Link entdecken. Da war ich dann ein wenig zerknirscht. :-/

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@FredQ

Zur Ergänzung:

Damit das überhaupt richtig funktioniert und der Mensch auch kreativ sein kann, werden viele Erinnerungsteile auch zufällig ausgelöst, genauer auch wenig zum Thema passende Erinnerungen mal "voll ausgelöst". Dabei wird aber geprüft ob das sein kann und völlig falsche Erinnerungen die nicht zum Thema passen gesperrt.

Nur so kann der Mensch Zusammenhänge zwischen neuen Aufgaben und alten Lösungen schaffen, also Dinge erfinden.

Dabei passiert es aber oft, dass Erinnerungen die aufgerufen werden nur Teilweise gesperrt werden um Teile davon zur Lösung der aktuellen Aufgabe zu nutzen damit die passen.

Und was hier beschrieben wird ist oft auch eine Sperre die zu Unrecht erlassen wurde oder für einen Nebengedanken oder Gedanken kurz zuvor errichtet wurde, aber nicht mehr aufgehoben wurde. Deswegen fällt es einem nach einer kurzen Weile wieder ein wenn die falsche Sperre sich irgendwann auflöst und nicht neu errichtet wurde.

Menschen bei denen das Sperrsystem nur schwach ausgebildet ist sind zunächst erst mal sehr kreativ, sind die Sperren zu schwach gelten die als "Schwachsinnig" oder Wahnsinnig. Daher auch der AUsdruck "Genie und Wahnsinn liegen Dicht beieinander". Umgekehrt kann auch die Kreativität, also das aufrufen unpassender Erinnerungen zu stark sein für die SPerren. Oder beides, sehr starke Sperren um extreme kreativität in den richtigen Bahnen zu halten, dann kommt "Zerstreuter Professor" dabei heraus.

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Dein Gehirn speichert ein paar Daten mehr, als ein Computer - und ist dazu auch noch fähig, diese "Daten" in verschiedene Zusammenhänge zu bringen.

Ausserdem ist nicht alles, was dein Hirn weiss, gleich wichtig. Der Name eines Schauspielers ist absolut unwichtig für dein Überleben. Warum soll er also jederzeit abrufbereit sein?

Unser Gehirn hat eine Unmenge von Daten gespeichert, von denen die allermeisten auf nimmer Wiedersehen in den Tiefen der Gehirnwindungen ruhen, bis der Tod sie endgültig löscht. Die Zugriffswege auf das Gedächtnis sind wesentlich begrenzter als seine Speicherkapazität. Das Gehirn funktioniert nicht nach der ja/nein Methode eines Computers, sondern wägt ständig ab. Also muss man sich auf bestimmte Inhalte konzentrieren, damit es (möglichst fehlerfrei) funktioniert. Deswegen laufen Sportler sich warm, machen Pianisten Fingerübungen und trällern Sänger vor dem Konzert.

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