Wie ist es, historisch gesehen, bei Staatsangestellten zur Pension gekommen, denn Pensionäre liegen u. a. mit der Pension besser als Rentner. Wie kam es dazu?

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Hallo alessra,

Sie schreiben:

Wie ist es, historisch gesehen, bei Staatsangestellten zur Pension gekommen, denn Pensionäre liegen u. a. mit der Pension besser als Rentner. Wie kam es dazu?

Antwort:

Der Vergleich von Pensionen und Renten ist wie ein Vergleich mit Äpfeln und Birnen!

Unter folgendem Link können Sie die Zusammenhänge/Unterschiede sehr gut nachvollziehen!

https://de.wikipedia.org/wiki/Pension_(Altersversorgung)#Vergleich_zwischen_Altersrente_und_Pension

Unter folgendem Link finden Sie die historische Entwicklung der Beamtenpensionen bis ins letzte Detail:

http://www.foev-speyer.de/files/de/fbpdf/FB-277.pdf

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das hängt vermutlich damit zusammen, dass schon lange vor der gesetzlichen Rentenversicherung für alle, der Staat seine Staatsdiener versorgen wollte. Es gab ja kein Harz 4 oder Sozialhilfe. Auf die anderen Arbeitgeber hatte der Staat ja keinen Einfluß. Erst so zu Bismarcks Zeiten wurden auch nichtstaatliche Arbeitgeber in die Pflicht genommen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die historische Entwicklung reicht weit zurück, bis ins 18. Jahrhundert und lässt sich kaum mit wenigen Sätzen zusammenfassen. Sie geht Hand in Hand mit der Entstehung des Beamtenrechts. In seiner ursprünglichsten Form diente sie vor allem der Absicherung vor Dienstunfähigkeit. Kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass Google dazu überhaupt nichts findet.

Ich kann dir aber sagen, dass dieser Vergleich Rentner vs. Pensionäre mit großer Vorsicht zu betrachten ist. Ein Punkt hierbei ist schon einmal, dass Beamte im Verhältnis zu Kollegen in der freien Wirtschaft in vergleichbarer Position wesentlich schlechter bezahlt werden. Das liegt eben daran, dass bereits zu Dienstzeiten ein Teil für die spätere Versorgung zurückgelegt wird (sollte zumindest). Auch wird bei den Rentnern immer ein Durchschnitt ermittelt, der dann dem durchschnittlichen Beamtenruhegehalt gegenübergestellt wird. Den Durchschnitt bilden hierbei ALLE Arbeitnehmer, also auch Niedriglöhner wie z.B. Putzkräfte, Leiharbeiter oder Kassierer. Solche Stellen gibt es für Beamte aber nicht. Die überwiegende Mehrheit an Beamten hat Abitur, sehr viele haben sogar studiert. Würde man jetzt aus diesem Rentendurchschnitt alle Niedriglöhner herausrechnen und nur Rentner einbeziehen die von Ausbildung und Gehalt mit Beamten vergleichbar sind, dann würde das Ergebnis ganz anders aussehen. Nur mal so als Denkanstoß.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von lifefree
24.10.2016, 08:51

In vielen Berufen steht man als Angestellter oder Beamter im öffentlichen Dienst besser da, als wenn jemand in Betrieben oder Firmen die nicht einer Tarifgemeinschaft angehören , tätig ist. Bsp.Architekten : spätestens ab  einem Alter von 45 zieht der Angestellte oder Beamte an dem Angestellten z.B. eines Architekturbüros vorbei. Wenn man die Renten oder Pensionen so schwer miteinander vergleichen kann, wäre es dann nicht besser, man würde ein gleiches Rentensystem für alle machen, wie z.B. in der Schweiz? Alle , egal ob Rentner, Angestellter, zahlen in die gleiche Kasse, das wäre fair und ehrlich.

1

Das kam aus der Kaiserzeit, der seine Leute gut bezahlen wollte und auch fürs alter übernahm er die Alimentation,Die Anfänge der Rentenversicherung begann unter Bismark nach dem Versorgungsprinzip (Gegenseitigkeit)
Wurde mit einer Anschubfinanzierung versehen .
Es wurde das durchschnittliche Lebensalter errechnet. Das Betrug damals bei 63-65 Jahre. Das Rentenalter wurde auf 65 Jahren Festgesezt.

Der Kaiser wollte das seine Bediensteten etwas mehr haben sollten das sie ja für den Staat arbeiteten.Die Schere hat sich bis mitte der 50er Jahre gehalten.,Bis Adenauer das Umlageverfahren eingeführt hat.

Da sich das auf Dauer nicht halten konnte ,war damals schon klar,aber Adenauer hat mit einem Handstreich gesagt was in 40- 50 Jahren ist weis keiner, Mich interessiert nicht mal mein-Geschwätz von Gestern.

Die Staatsbediensteten haben die große aufholjagt durch die Schiller, Brand und Schmidt ab 1969.

Das Ergebnis sehen wir heute.
Andererseits waren die Lebensumstände durch Großfamilien und Grossgrundbesitzer mit ihren Gütern anders mit der Altersversorgung.

Mit gruß

Bley 1914

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Staatsbedienstete sind traditionell in der Lage, dass sie einen lebenslangen Anspruch auf Alimentation durch den "Dienstherrn" haben. Dies reicht bis in die Feudalzeit zurück

Dafür sind sie auch zu einer besonderen Loyalität dem Dienstherrn gegenüber verpflichtet. (z.B. Verzicht auf Streikrecht)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Alimentationspflicht des Staates?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?