Wie ist es ein Vegetarier/Veganer zu sein?

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12 Antworten

Gute Frage - ich denke, da hat jeder seine eigene "Geschichte"... Ich hab im "richtigen Leben" in fast 4 Jahrzehnten keinerlei Angriffe, Häme und Anfeindungen zu spüren bekommen und das auf dem Land lebend, wo Fleisch und Tierprodukte großgeschrieben werden...Ehrliches Interesse dagegen ist an der Tagesordnung - und Nachfragen, um zu hinterfragen und Auszuprobieren... Im Internet dagegen wehten mir vom 1. Tag an (ca. seit 4 Jahren) sowohl grundlose Beleidigungen und Hetze als auch beschämendes Unwissen entgegen... Stellt man Falschwissen richtig und wehrt bzw. rechtfertigt sich, ist man automatisch der militante und missionierende Freak ! Ich denke, es liegt auch mit an der Anonymität des WorldWideWeb, dass jegliche Werte leider immer mehr verloren gehen, aber nicht nur daran... Wenn du die Ablehnung mancher Menschen gegenüber dem Vegetarismus/Veganismus verstehen und nachvollziehen willst, lies das Buch

"Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen - Einführung in den Karnismus"

und den Bericht in der "Süddeutschen":

"Psychologie des Fleischessens"

sowie die witzigen Cartoons hier im Net über Vegetarismus von

"erzaehlmirnix"

All diese Thesen siehst du bestätigt, wenn du allein hier auf GF in den Vegan- bzw. Vegetarierfragen schmökerst - da siehst du, WER WEN zu missionieren sucht und WER WEM auf die Nerven geht - nach der empfohlenen Lektüre weißt du auch, warum das so ist...:)

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Kommentar von haselnusskatze
20.11.2015, 16:20

VIELEN Dank für diesen Kommentar!
Ich finde es super interessant zu hören, dass Vegetarismus anscheinend kein Phänomen dieser Generation ist!
ich denke auch, dass einige Spaßvögel einfach ganz impulsiv auf GF rein schreiben und beleidigen wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Diese Seite ist halt ne emotionale Boxhalle für einige Menschen ;)

Als zukünftige Psychologiestudentin ist auch der von Ihnen emfohlene Artikel "Psychologie des Fleischessens" von besonderem Interesse :) Werde mich da auch mal gleich vor setzen.

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Kommentar von EmptyCages
21.11.2015, 08:49

Sorry, hab vertüddelt, die Autorin des aufgeführten Buches zu erwähnen: Es ist die amerikanische Professorin für Psychologie und Soziologie - Melanie Joy...:)

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Es kommt immer darauf an, wie man sich als Vegetarier oder Veganer verhält.

Wenn man natürlich bei jeder sich bietenden Gelegenheit erzählt, dass man Veggie ist, nervt das natürlich schon.

Und wenn man als Veggie mit ins Steak-Restaurant geht und dann jammert, dass man nichts zu essen findest, kommt das auch nicht so gut.

Aber ich persönlich (Vegetarier) bin meines Wissens damit noch nie irgendwo negativ damit aufgefallen. Und z.B. mein Arbeitskollege hat erst nach einem halben Jahr gemeinsamem Mittagessens gemerkt, dass ich kein Fleisch esse.

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Hallo! Ein gutes und interessantes Buch.  Und lass Dich nicht von der Lobby beeindrucken die gegen alles kämpft was kein Fleisch isst. Der Veggi stellt da die größte und zunehmende Gefahr dar.  Und denen sind Personen wie Jonathan Safran Foer natürlich ein Dorn im Auge. 

“Nichts wird der menschlichen Gesundheit so sehr nützen und die Chancen für das Überleben auf der Erde so sehr erhöhen wie die Evolution zu einer vegetarischen Ernährungsweise.” Albert Einstein

Alles Gute.

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Kommentar von haselnusskatze
27.11.2015, 00:07

Danke für den motivierenden Kommentar!
Die Aussagen mancher User empfand ich als haareraufend frustrierend - und bin jedes Mal sehr verwirrt wenn man sich bei Fragen ganz gezielt an Veggies richtet und dann die entgegengesetzte Gruppierung erst einmal versucht zu propagieren ;)
Herr Einstein wusste schon sehr früh was Sache ist. Finde ich enorm erstaunlich; aber dann wiederum war er halt Albert Einstein!
Du hast das Buch anscheinend auch gelesen?

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Es kommt sehr auf das Umfeld und die Erfahrungen der Leute an - sowohl der Vegetarier/ Veganer als auch der Flesichesser!

Wenn die Fleischesser mehrfach mit "Veggies" zu tun hatten, die ihnen das Fleischessen vorgeworfen haben und im schlimmsten Falle mit die Fleischesser drastisch abgewertet haben  ("Mörder", "Leichenfresser", "der Kadaver stinkt bis hier rüber" usw.), dann werden die Veggies auch entsprechend reagieren und die Fleischesser beim nächsten Mal abwerten - vielleicht auch vorsorglich alle.

Umgekehrt ist es genauso!

Mein Gefühl nach dem Lesen diverser Veggieforen ist, dass viele Veggies einfach selbst mit ihrem gewählten Lebensstil entweder nicht klarkommen, und daher Fleischesser abwerten müssen (weil sie gern selbst Fleisch essen würden, sich das aber verbieten), oder diese Konstellation als willkommene Möglichkeit sehen, andere Menschen abzuwerten, um einfach Frust loszuwerden.

Die allermeisten Veggies haben irgendwann mal Fleisch gegessen oder auch Milch etc. konsumiert. Sie müssten eigentlich wissen, wie das ist und daher tolerant anderen gegenüber sein, die das NOCH tun. Sie selbst haben sich hoffentlich mehrheitlich FREIWILLIG für das Vegetarier-/ Veganerdasein entschieden und sollten dann so fair sein, dies anderen ebenfalls zu überlassen. Warum das nicht der Fall ist, kann man nur raten. Ein Puzzleteil wird sein, dass "Fleischesser-Bashing" jedenfalls in vielen Vegetarierforen akzeptiert ist. Ein anderer, dass so seine (anderen) Aggressionen "legitim" loswerden darf. 

Tatsache ist aber, dass man als Vegetarier/ Veganer, der früher Fleisch gegessen oder Milch/ Eier konsumiert hat, sich freiwillig für die Ernährungs- oder Lebensumstellung entschieden hat und jetzt auch Spaß daran hat, eigentlich keine Gründe hat, Fleischesser so extrem abzuwerten. Man weiß, dass sie dadurch nicht Vegetarier/ Veganer werden und wenn, dann aus den flaschen Gründen - um nicht mehr abgewertet zu werden, also aus Fremdsteuerung - und diese Gründe werden nicht ein Leben lang halten. Im schlimmsten Falle essen diese "Bekehrten" dann "heimlich" Fleisch (Butter, Eier, Milch) - das kann's ja auch nicht sein!

Ein "echter" Vegetarier/ Veganer, der sich freiwillig dafür entschieden hat, mit dem Lebensstil zurecht kommt, leckere Rezepte oder gute vegetarische/ vegane Restaurants kennt und keine Probleme mit seinem Lebensstil hat UND der Skrupel hat, seinen sonstigen Frust einfach abzuladen, indem er andere abwertet oder provoziert, wird keine fiesen Sprüche bringen und Fleischesser am gleichen Tisch ihr Fleisch essen lassen.

Immerhin ist es gesellschaftlich auch nicht akzeptiert, dass ich die ganze Zeit darüber rede, wie ekelig Grünkohl ist, wenn jemand am Tisch Grünkohl isst und ich den nicht mag.

Das sollte doch auch für alle anderen Gerichte sowie Ernährungsformen gelten!

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Kommentar von haselnusskatze
19.11.2015, 19:37

Vielen Dank für deinen langen Beitrag!
Anscheinend hast du das Pech gehabt, dass dir viele Vegetarier oder Veganer sauer aufgestoßen sind. Das tut mir Leid^^' So etwas ist natürlich ärgerlich und dass man dann im Hinterkopf eine schlechte Meinung bekommt, weil man vorbelastet ist, verstehe ich auch!
Die Sache mit dem Bashen ist jedoch - so mein Empfinden - beidseitig. Ich habe bisher nur ein einziges Mal ein unangenehmes Erlebnis mit einem Mädchen gehabt, dass vegan lebte. Ansonsten bin ich da völlig neutral bis positiv, da viele meiner Freunde so leben.

Ich denke, dass dieses gegenseitige Runterputzen eigentlich in unserer Natur liegt. Wie eine andere Userin meinte, werden viele Vegetarier als "dumm" angesehen, wohingegen sich viele Leute, die diesen Lifestyle nicht teilen, öfter (?) fühlen, als ob sie missioniert werden sollen.

Ich würde dieses gegenseitige Bashing am ehesten damit vergleichen wie es manchmal zwischen zwei verfeindeten Schulen ist. Schule A denkt sie sei aus den und den Gründen besser und Schule B denkt sie sei besser usw. Ich bezweifle, dass dies jemals aufhören wird, weil man sich ja auch unter anderem durch seine Essgewohnheiten definiert (ähnlich: Leute, die regelmäßig Alkohol konsumieren versus Leute, die es sehr selten oder nie tun)

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Hallo Haselnusskatze (:
Ich bin Vegetarierin und ich bekomme es oft zu spüren das manche Leute mich deswegen für "dumm" halten. Den Grund dafür verstehe ich nicht. Denn diese Leute setzten doch auch vorraus das ich akzeptiere das sie Fleisch essen. Also warum ist es so schwer zu akzeptieren das ich keine Esse? Außerdem denk ich mir dann:" Kann doch euch egal sein was ich esse"
Ich werde sehr oft schräg angeschaut aber vereinzelt zeigen sich auch Leute die Sachen sagen wie "Wow! Ich habe Respekt vor dir. Das könnte ich nicht."
Ich finde es auch sehr toll in Deutschland die Soja- und Tofuprodukte immer mit mehr Auswahl auf den Markt kommen und das auch in Restaurants mehr drauf geachtet wird.
Wenn jedoch in irgendeiner Runde gefragt wird, wer Vegetarier ist, sage ich meist nichts, da ich einfach zu müde bin mich zu "rechtfertigen".

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Kommentar von EmptyCages
20.11.2015, 15:44

Sag es ruhig beim nächsten Mal und steh dazu... Wenn sinnfreie Sprüche oder Fragen kommen, kontere mit: "Weil ich es kann" oder "Warum bist du es nicht ?" Du wirst sehr schnell herausfinden, wann es sich lohnt, sich darauf einzulassen - dann, wenn echtes, ehrliches Interesse besteht - und wann nicht, weil nur Häme und Ignoranz bzw. Unverständnis kommt... Dann gilt die einfache, aber wirkungsvolle Devise: Ignore ! :)

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Ja leider finde ich persönlich schon, dass andere sich offenbar daran stören. Es reicht ja schon aus, wenn man beim Grillen ein Fleischloses "Steak" oder nur Gemüse drauf legt und schon gehts los! Es gibt sicherlich auch Veganer die missionarisch unterwegs sind. Ich kenne nur keine.. dafür aber umso mehr Fleischesser, die so ticken.

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Kommentar von EmptyCages
20.11.2015, 16:18

Wie recht du hast - Letzteres sieht man vor allem hier auf GF immer wieder sehr deutlich... Ich hatte Glück - mir wurde auf den wenigen Grillparties, denen ich beigewohnt habe, nach anfänglicher Skepsis immer mein veganes Grillgut weggefuttert - war dann doch nicht ganz so unlecker, wie manche glaubten...:) Heute meide ich solche Events in der Regel... 

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Kommentar von AppleTea
20.11.2015, 16:27

Ja so ging es mir auch :D die Leute sind erst abgeneigt, wollen dann mal probieren und dann futtern sie es weg. Meist grillen wir eh nur mit Freunden und die wissen schon bescheid bzw. sind zum Teil selbst veganer.

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Kommentar von AppleTea
20.11.2015, 21:42

Wie die Geier ;)

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Es ist in meinen Augen ein armseliges Armutszeugnis und furchtbar, dass man als Veganer/Vegetarier von so vielen Seiten erniedrigt wird. Dass diese jedem ihre Ansicht aufzwingen wollen, wie so oft behauptet wird, kann ich nicht bestätigen. Weder hier im Forum, in sozialen Netzwerken noch sonst wo habe ich jemals eine solche Tendenz gesehen. Lediglich einzelne Ausnahmen. Eher die andere Seite ist es, die spottet bis zum geht-nicht-mehr. Man lasse sich das mal auf der Zunge zergehen. Man setzt sich für weniger tote Tiere ein und wird angegriffen, bis man dies wieder via Nachfrage fördert. Ist für mich eine einzige Absurdität. 

Der Punkt ist, viele sehen nur die Vegetarier und ihre nicht durchschnittliche Ernährung selbst, aber nicht die Gründe dafür. Das mal auf Menschen übertragen: Du warst jahrelang im Krieg als Soldat, hast dutzende Leichen gesehen und selbst getötet, bist evtl traumatisiert. Als du wieder nach Hause kommst und (verständlicherweise) von dem erzählst, was du gesehen hast, lacht man dich aus, weil du so komisch geworden bist. Aber wenn diese Leute selbst einige Augenblicke vor Ort an verschiedenen Quellen verbracht hätten, würden viele anders denken, behaupte ich. Nur wollen viele dies nicht wahrhaben und blenden bewusst aus, dass es sich bei ihrem Essen um ein Lebewesen mit sozialem Verhalten, kognitiven Fähigkeiten und hoch entwickeltem Schmerzempfinden handelte. 

Abgesehen davon ist es sehr angenehm. Gesundheitlich habe ich keinerlei Beschwerden deswegen, und ich habe auch nicht vor, wieder anzufangen. Egal, wie man sich entscheidet, Ernährung sollte bewusst und mit Hintergrundwissen von allen Perspektiven geschehen und nicht blind. 

Bei Fragen anschreiben. Kommentare bitte in angebrachtem Ton. Solche "bestimmter" User dürfen auf ihren Antworten verweilen und werden standardmäßig weniger aufmerksam zur Kenntnis genommen.

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Kommentar von EmptyCages
20.11.2015, 16:12

Grade hier finde ich es manchmal schade, dass wir Menschen nicht mehr als zwei Daumen haben, um auf derart perfekte Antworten gebührend reagieren zu können...(wird aber wohl seinen Sinn haben...:) Respekt und danke dafür !

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Ich selbst ecke im realen Leben extrem selten an. 

Es gibt nicht wirklich viele Situationen, in denen es relevant ist, wie man sich ernährt.

Mein Umfeld weiß, dass meine Kinder und ich veganer sind, von daher gibt es da keine Probleme.

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Kommentar von haselnusskatze
20.11.2015, 21:37

Würdest du denn, wie andere User, sagen dass es tatsächlich im Internet eher zu Problemen kommt und zu Anfeindungen?

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Wieso soll man anecken? Ich selber lebe seit vielen Jahren mehrheitlich vegetarisch und ich hatte noch nie das Gefühl  dass man mir feindselig begegnet. Im Gegenteil, es gibt immer mehr Restaurants die Gerichte ohne Fleisch anbieten. Meine Bekannten finden nichts dabei wenn ich mir im Restaurant etwas ohne Fleisch bestelle. MEINE DEVISE IST LEBEN UND LEBEN LASSEN. Hin und wieder esse ich Fisch, deshalb habe ich geschrieben mehrheitlich.

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Kommentar von Thaliasp
19.11.2015, 18:59

Es gab ja früher die Skandale mit Gammelfleisch. Da war es mir sehr recht dass ich nicht unbedingt Fleisch haben muss.

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Kommentar von haselnusskatze
19.11.2015, 19:29

Ich habe mal in einem Restaurant gearbeitet, in dem viele Kollegen schon deutlich genervt wirkten wenn unsere Gäste uns darum baten nachzusehen ob gewisse Gerichte tierisch sind (es gibt ja diese Ordner in denen man dies nachsehen kann).

Das wäre jetzt so mein erstes Beispiel bezüglich des Aneckens. Auch eine gute Freundin von mir lebt vegan (habe ich aber auch irgendwann erst erfahren, als ich für uns gekocht habe :) ) und auch da fällt mir auf, dass Mitarbeiter deutlich verstimmt sind wenn sie einfach nachfragt was genau in welchen Speisen enthalten ist.

Vielleicht wäre statt anecken "Umstände bereiten" in diesem Falle der bessere Ausdruck. So empfinden es viele Menschen in meinen Augen tatsächlich.

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Kommentar von Thaliasp
19.11.2015, 20:09

Ja gut da hast du allerdings recht, das würde mich auch nerven. In einem Restaurant bestelle ich einfach etwas vegetarisches und gut ist. Ich nerve das Personal nicht noch mit pingeligen Fragen. Ich will einfach keine Steaks oder sonstiges Fleisch essen. In unserem Spital gibt es eine wirklich gute Küchenmannschaft die unter anderem auch super leckere Sandwiches macht. Wenn ich nicht warm essen will habe ich angefangen ein Sandwich, öfter mal mit Poulet Fleisch an Cocktail Sauce zu essen. Das ist einfach zu gut, dazu einen Salat und ein Dessert. Du siehst, Ausnahmen bestätigen die Regel, ganz so krass drauf bin ich nicht.

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Kommentar von Thaliasp
19.11.2015, 20:15

Poulet Fleisch und Fisch gerne hin und wieder, aber sonst lieber nichts. Tofu gibt es in den Reformhäusern in großer Auswahl, die wirklich gut sind. Taifun ist eine Firma, ich glaube fast die ist in Deutschland.

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Kommentar von Thaliasp
20.11.2015, 17:22

@Dovahkiin11, kennzeichne in Zukunft wen du mit "Dummgeschwätz" meinst, ich finde nämlich nicht dass meine Posts "Dummgeschwätz" sind.

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vermutlich kommt es sehr darauf an, in welchen kreisen man sich bewegt. ich bin seit über 30 vegi und hatte damit nie grosse probleme, ausser früher in restaurants. da gab es dann einfach nichts ausser salat. heute ist vegi aber selbst in kantinen kein thema mehr, vegetarisches essen hat sich etabliert.

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Zunächst mal:

Ich bin KEIN Vegetarier, habe aber auch eine Meinung dazu.

Natürlich will kaum einer das Tiere leiden. (Manchen ist das aber schon egal, hauptsache BILLIGES Fleisch und das jeden Tag!) Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer. Wäre alle bereit, mehr Geld für Biofleisch aus artgerechter Haltung auszugeben ginge es den Tieren viel besser.

Ich habe im Prinzip nichts gegen Vegetarier oder auch Veganer. Finde aber das man es auch übertreiben kann. Und ich denke mal die "fleischlose/tierlose" Fraktion hetzt da öfter als die anderen.

Eines muss aber mal gesagt werden: Wären ALLE Vegetarier/Veganer gäbe es bald viele Tierarten nicht mehr. Wozu denn dann auch? Und das wäre auch schade oder?

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Kommentar von haselnusskatze
19.11.2015, 19:25

Danke für deinen Beitrag :)
Eine Frage hätte ich allerdings: wie genau meinst du das, dass es durch diese Ernährung viele Tiere nicht mehr gäbe?

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Kommentar von Dovahkiin11
19.11.2015, 19:45

Sorry für die Einmischung, das würde ich aber gerne kommentieren.

Dass die "fleischlose Fraktion" mehr hetzt, kann ich überhaupt nicht unterstützen. Ich stütze mich hier auch nur auf meine Erfahrungen, aber gerade in sozialen Netzwerken erlebe ich das genaue Gegenteil. Was ich meistens erlebe, ist ein Bild oder Kommentar, der sich über diese Fraktion lustig macht (von wegen Grasfresser, woran erkennst du, dass jemand Veganer ist...). Diese wehrt sich dann meist nur, und das auch weniger lästerlich. Dass welche von sich aus gehässig über Fleischesser herfallen, habe ich bisher tatsächlich so gut wie überhaupt nicht erlebt. Und wenn, dann eher kritisch als belustigend. Ich sehe auch keinen wirklichen Sinn, Ernährung als Status zu verwenden. Vielleicht hast du dies ja anders erlebt.

Dass viele Tiere ausgestorben wären, hätte ich auch gerne erklärt. Beispiele wie das des Thunfischs sprechen für mich eher eine andere Sprache.

Lg

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Kommentar von EmptyCages
20.11.2015, 15:55

Warum interpretierst du es als "Hetze", wenn die "fleischlose/tierlose Fraktion" gnadenloses Falschwissen richtigstellt und sich wiederum gegen sinnfreie Angriffe der "Fleischfraktion" wehrt und das nicht mal beleidigend ?

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Dazu wurden sogar Studien gemacht:

Ein naiver Mensch würde vielleicht annehmen, dass sich die Anhänger der verschiedenen Fraktionen des guten, fleischfreien Daseins wechselseitig gern leiden mögen. Tatsächlich ist es nach Rothgerbers Untersuchung so, dass die Veganer die bloß gesundheitsorienterten gegenüber den ethisch orientierten Vegetariern abwerten, und zwar umso stärker, je stärker sie selbst ethisch orientiert sind.

Wurde bei der Befragung ins Spiel gebracht, dass die Mehrheit der Menschen ja immer noch dem liederlichen Fleischverzehr frönt, schlossen sich die Reihen wieder: Dann waren auch die strengsten Veganer wieder eher bereit, den bloß gesundheitsopportunistischen Vegetariern ein bisschen von ihrer Überlegenheit abzugeben.

http://www.heise.de/tp/artikel/42/42246/1.html

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Kommentar von haselnusskatze
20.11.2015, 19:01

Das scheint ein spannender Artikel zu sein, den du da hast und auch wenn deine Aussage nicht komplett auf meine Frage eingeht, werde ich gerne lesen, da er eine neue Perspektive aufweist :)
Danke dafür!

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