Wie ist dieser BWL-Trend entstanden?

8 Antworten

Die Antwort ist eigentlich komplex.

Das Wort Bürgertum leitet sich vom Wort Bürger ab. Kein Sklavenhalter und kein Sklave. Kein König und kein Diener.

Ein Bürger ist sein eigener König und Diener zugleich, auch Sklavenhalter und Sklave für sich.

Als Mensch hat jeder so oder so immer Verantwortung. Jedoch gibt es gewisse Regeln, die besagen, daß wenn jemand die nötige Qualifizierung (was nicht in jedem System erwünscht wird oder ist) nicht besitzt, überfordert die volle Verantwortung ihn.

Deswegen werden in der deutschen Republik die Bürger nicht als Vollkaufleute eingestuft. Weil sonst jeder juristisch auf wirtschaftlichem Gebiet voll haftbar gemacht werden müßte. Weil die Leute nicht für dieses Wirtschaftssystem ausgebildet werden.

Um als Bürger voll wirtschaftlich und juristisch handlungsfähig eingestuft zu werden, bedarf es einer geeigneten Qualifizierung. Eine einfache und anerkannte Ausbildung ist Betriebswirtschaftslehre.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Wer nichts wird, wird (Betriebs)Wirt. Das Studium allein öffnet einem keine Türen, mit durchschnittlichen Noten kann man i.d.R. höchstens auf eine mittelmäßig bezahlte Controllerstelle hoffen.

Bei diesem Studiengang ist das "Ansehen" seitens Studenten einfach maßlos überschätzt.

Besonders sinnvoll ist es wenn die Studenten durchschnittliche Arbeitnehmer als Geringverdiener betiteln aber selbst noch nie Geld verdient haben 😂

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@verreisterNutzer

Diese Denke hatte ich als Student aber auch. Es war aber eher ein Zweig an den ich mich geklammert hab, um es mir selbst gegenüber zu rechtfertigen (hab sehr lange studiert).

Der stereotypische "BWL-Justus" ist entweder sowieso mit dem Silberlöffel aufgewachsen und übernimmt Papas Firma *oder* wird in den ersten 2 Jahren nach dem Studium extrem hart auf den Boden der Realität geholt.

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"Wer nichts wird, wird Wirt", eben Betriebswirt.
Das bissl was die gelernt haben, verstehen die nicht einmal.

In den 1980er Jahren waren die Reihenweise arbeitslos.

Ich höre von vielen BWL-Studenten, dass man damit angeblich reich werden würde und dass alle anderen "Geringverdiener" wären.

Eben dieses. Der Gedanke ist, dass man als BWLer später halt im Management landet und eben andere "führt"

Das ist schon seit 40 Jahren so.

Zu den BWL berufenen kommen noch ganz ganz viele Leute, die nicht wissen was sie wollen und hoffen, dass man damit verdienen kann.

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