Wie ist die Rechtslage bei einem Tierschutzvertrag, Vorbesitzerin will den Hund einfach zurück?

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11 Antworten

Hi Samanta! Über rechtliche Wertungen wurde ja schon genug hin und her geschrieben. Ich versuche es mal rein pragmatisch. Welche Themen liegen hier drin:

1. Der Hund soll dauerhaft bei Euch bleiben
2. ihr wollt die Tante loswerden
3. ihr wollt Rechtssicherheit für die Eigentumsverhältnisse für die Zukunft
4. vertraglich zugesicherte Eigenschaften (Gesundheit, Chip) liegen nicht vor
5. besteht deswegen die Möglichkeit der Aufrechnung von den 200 Euro gegen die Tierarztkosten?

Und jetzt musst Du Dich fragen:
- was ist das Beste für den Hund?
- mit welchem finanziellen Aufwand (wenn überhaupt) könntest Du das ggf. erreichen?

MEIN Weg wäre es, die 200 Euro vereinbarungsgemäss (ob mündlich oder schriftlich ist egal) zu zahlen - aber nur gegen eine Unterschrift auf einer Quittung/ Zusatzvertrag, z.B.: "mit der Zahlung der restlichen Schutzgebühr in Höhe von 200 Euro gem. Schutzvertrag vom .... und damit der vollständigen Bezahlung geht das Eigentum des Hundes endgültig auf die Käufer über. Mit der Unterschrift bestätigt die Verkäuferin, Frau ...., den Erhalt der kompletten vereinbarten Schutzgebühr in Höhe von 250 Euro. Ferner erkennt sie an, dass sie keinerlei Rechte oder Rückforderungsansprüche mehr an dem Hund hat.

Und wenn sie darauf nicht eingeht droht ihr mit Übergabe an den Anwalt, Einklagung der Tierarztkosten und Anzeige wegen Vorspiegelung falscher Tatsachen - die arbeitet m.E. garantiert nicht für den Tierschutz. Wenn die so geldgeil ist wird die sich ausrechnen können, dass die Folgekosten deutlich höher sein werden, als die 200 Euro zu nehmen und Euch in Ruhe zu lassen. Und wenn das alles nicht einwandfrei ist, dann sowieso. Am Hund selbst hat die eh kein Interesse. Ob das rechtlich alles unproblematisch ist, weiss ich nicht aber ich bin relativ sicher, dass die es nicht drauf ankommen lässt.

Die andere - und auch für Euch sicher viel teuere Option ist, Euch weiter mit der rumzustreiten und am Ende doch einen Anwalt nehmen zu müssen. Und wie lange sich das hinzieht weiss man genausowenig, wie man den Ausgang einschätzen kann.

Steckt die Energie doch lieber in euren Hund als in das Rumgezackere mit der unangenehmen Person - das ist doch das was ihr wollt oder?

Schliesst das mit den 200 Euronen ab, schont euere Nerven und gut ist!

Ich drück die Daumen, dass ihr zu einer vernünftigen und vor allem schnellen Lösung für Euch und den Wuffi findet. Gruss Don

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ich verstehe immer nie, wieso man mit zwielichtigen leuten zwielichtige vertraege macht.

allerdings verkaufe ich auch nie einen hund in raten, weil ich sicher sein will -dass es dem hund dauerhaft gut geht. menschen die schon beim kauf probleme haben -haben dann meist auch probleme eine gute tieraerztliche versorgung fuer das tier zu gewaehrleisten.

ein laie kann keine gesundheit garantieren -nur der tierarzt kann bescheinigen, dass der hund von ihm untersucht wurde und an diesem tag gesund war.

jeder hund wird nur einaml gechippt - in dem land wo er zuerst beim tierarzt war. wichtig ist es die shipnummer an tasso zu schicken und den hund dort registieren zu lassen.

wenn ihr den hund gekauft habt ,seid ihr fuer die versicherung und sonstigen kosten fuer den hund verantwortlich -auch wenn ihr mit den raten im verzug seid.. 

der einfachst weg ist der dame die restliche summe zu bezahlen. dann kann sie den hund auch nicht zurueckfordern.

der andere weg ist, dass ihr euch einen anwalt nehmt und ewig mit der tante rumstreitet.

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Kommentar von Samanta87
18.05.2016, 08:14

Das Problem ist nicht das wir das Geld nicht haben. Sondern das sie durch klingen lassen hat  das auch nach der Zahlung jederzeit der Hund geholt werden kann. 

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Ich habe selbst einen Hund aus dem Tierschutz. Meine Hündin stammt aus der Slowakei.
Ich habe an den Verein die Schutzgebühr bezahlt. Ich bin aber rechtlich nicht die Besitzerin des Hundes, das bleibt der Verein. Ich darf also meinen Hund gar nicht weiterverkaufen oder weiterverschenken. Ich muss dazu den Verein, als jur. Besitzer, fragen, ob das geht.

Von daher kann die Vorbesitzerin den Hund eigentlich gar nicht abgeben, schon gar nicht verkaufen. Ich kenne diverse Tierschutzvereine, die Hunde aus dem Ausland holen. Deren Verträge mit den neuen Haltern sind alle die gleichen.

Ich würde dir raten, dich mit dem Verein selbst in Verbindung zu setzen. Denn das, was die Vorbesitzerin gemacht hat, dürfte vertragswidrig sein.

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Kommentar von dsupper
18.05.2016, 14:11

Der Hund wurde aber nicht über eine seriöse Tierschutz-Orga abgegeben, sondern "privat überlassen".

Diese Masche mit dem Tierschutz wird gerne benutzt, suggeriert er doch dem Käufer, etwas "Gutes" zu tun!

Hunde aus einer seriösen anerkannten Orga werden immer einen ordentlichen Vertrag auf dem Geschäftspapier der Orga erhalten, müssen IMMER bezahlt werden, niemals auf Raten.

Mag natürlich sein, dass die Frau ihn mal vom Tierschutz hatte - in diesem Fall wäre fraglich, ob sie ihn überhaupt ohne Zustimmung der Orga weiterverkaufen darf.

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Wenn es drauf ankommt, würde ich einen Anwalt fragen, denn am Ende wird ja nicht nach moralischem, sondern nach geltendem Recht geurteilt und da kann es dann wieder ganz kompliziert werden. U.a. die Frage, ob im Vertrag explizit der Verkauf geregelt ist, ob der vertraglich vereinbarte Bettag bezahlt wurde, ob es dafür Quittungen gibt usw. 

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Kommentar von Samanta87
18.05.2016, 08:12

Das werden wir dann wohl müssen

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Im Vertrag steht, daß der Hund 250 Euro kostet, Ihr habt nur 50 bezahlt, also stehen der "Dame" die restlichen 200 Euro zu.

Daß ein Hund nach Übernahme zum Tierarzt muß, ist traurig, kann aber vorkommen. "Gesund" ist immer relativ - keiner kann in das Tier reinschauen.

Und daß der Hund den Makler gebissen hat, ist ja letztlich "Eurer" Problem, denn Ihr hättet ihn ja nur wegsperren müssen.

Bezüglich des Chips - wenn der Hund einen Chip aus Rumänien hat, muß er in Deutschland nicht nochmal gechippt werden. Dann wird eben die rumänische Chipnummer in alle Unterlagen geschrieben und an Tasso mitgeteilt.

Die Dame machte beim Treffen schon einen eher geldorientierten und ungepflegten Eindruck.

Wenn Euch die Dame damals schon komisch vorkam, hättet Ihr ja mit ihr keine Geschäfte machen müssen.

Ich würde die 200 Euro zahlen, und dann wäre das Thema für mich erledigt.

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Kommentar von Samanta87
18.05.2016, 08:10

Das steht eben nicht im Vertrag sondern wurde nachträglich von ihr handschriftlich darauf vermerkt, was wir nicht abgezeichnet haben.

Und der Hund wurde natürlich mit dem vorhandenen Chip von uns registriert. 

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Wenn wir der Dame das Geld geben. Welche Rechte hat sie dann noch den Hund zurück zu verlangen. 

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Kommentar von inicio
18.05.2016, 09:40

es wurde ja nur die erste rate bezahlt!

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Kommentar von xttenere
18.05.2016, 10:35

solange Du nicht den GANZEN Betrag bezahlt hast, bleibt der Hund im Besitz der Verkäuferin. Egal, ob Hund ...Auto... oder sonst was. Der Gegenstand...in diesem Fall der Hund gehört Dir erst NACH vollständiger Bezahlung....

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Hallo,

selbstverständlich seit ihr verpflichtet, den Restbetrag zu bezahlen - schließlich war es so vereinbart - und auch mündliche Absprachen in einem Kaufvertrag sind rechtswirksam.

Ein Eigentumsvorbehalt müsste allerdings schriftlich fixiert sein. Somit kann die Dame das Geld fordern - aber nicht die "Ware" - also nicht den Hund.

Und natürlich seit ihr auch für den entstandenen Schaden zuständig - weil es eben keinen schriftlichen Eigentumsvorbehalt gibt.

Leider kann man sich nicht immer nur die Rosinen aus dem Kuchen picken und alles so drehen und sehen, wie es einem selbst am besten passt.

Dass ihr einer eher dubiosen Masche - Tierschutz - aufgesessen seit, dürfte euch ja mittlerweile schon klargeworden sein. Eine seriöse Tierschutz-Orga verfügt über vernünftige Verträge, in denen alles mögliche geregelt ist. Da gibt es den Hund auch nicht auf Raten - denn wer die geringe Schutzgebühr schon nicht bezahlen kann, der kann auch keine hohe Tierarztrechnung zahlen, die ganz schnell und plötzlich anfallen kann.

Weder die Anmeldung beim Ordnungsamt zwecks Hundesteuer, noch die Registrierung bei TASSo noch ein vom Tierarzt ausgestellter Heimtierausweis begründet ein Eigentum. Das macht alleine der Schutz- oder Kaufvertrag!

Zahlt das Geld - dazu seit ihr verpflichtet und dann ist Ruhe.

Gutes Gelingen

Daniela

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Kommentar von xAdmiralAckbarx
18.05.2016, 14:49

Ich bezweifle dass sie hier dazu veroflichtet sind das Geld zu zahlen.

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Diese Dame ist sicherlich keine seriöse Person! Die 200€ wird sie sicher aus Angst vor dem Finanzamt daneben gekritzelt haben! Ihr habt nachträglich noch Geld für den Tierarzt bezahlt. Ich würde ihr nichts mehr zahlen, der Vertrag, schon wegen der Fälschung des Vermittlungsbetrages ist nicht das Papier wert. Antwortet ihr einfach nicht mehr, sie wird nichts gegen Euch unternehmen! Es ist eine Person, die eine illegale Tiervermittlung betreibt und sie wird sich hüten, rechtlich gegen Euch vorzugehen.

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Ohne das ganz zu lesen... Sie kann den Hund nicht zurück verlangen 1. juristisch lässt sich ein Kauf oder eine Schenkung in dem Fall nicht rückgängig machen 2. kein Tierschutzverein gibt ihr da recht... Wegen sowas könnte sie da sogar rausfliegen...

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Die Dame scheint mir eine selbsternannte, geldgierige "Tierschützerin" zu sein. Ich würde nichts bezahlen! und es darauf ankommen lassen.

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Kommentar von Samanta87
18.05.2016, 08:06

Genau das denken wir ja auch. Ich stelle nicht die Gebühr in Frage sondern die Beweggründe dieser Dame das Tier ab zu geben. Er war alles andere als gesund. Das belegen leider die Tierarzt Rechnungen. 

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Gibt es eine Quittung für die 50,-? Alleine von dem reinen Vermerk (Rest zahlbar in 2 Raten) gibt es keine Rückschlüsse auf die mündliche Absprache. 

Was gab es denn ansonsten für eine schrifltichen Wechsel? Ist irgendwo dokumentiert oder zu lesen, dass ihr von der Höhe "wusstet"? Also sowas wie "den vollen Betrag werden wir sicherlich nicht zahlen" oder ähnliches.. 

Wenn keine Zeugen vorhanden sind, hat die Vorbesitzerin dann nämlich keinen Nachweis, dass eine solche Absprache generell bestand oder aber die 250,- nicht sogar sofort bezahlt wurden.  

Ich würde sogar noch weiter gehen und nachweislich ein Hausverbot aussprechen. 

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Kommentar von Berni74
18.05.2016, 09:16

Die Fragestellerin schreibt selbst, daß 250 vereinbart waren und 50 gezahlt wurden:

Die Vorbesitzerin hatte mit uns eine Schutzgebühr (mündlich) i.H.v. 250
Euro vereinbart. Fünfzig Euro haben wir direkt bezahlt. Den Rest hat sie
handschriftlich am Rand des Vertrages "aufgekritzelt".

Schriftliche Beweise und Zeugen hin oder her - an getroffene Vereinbarungen hat man sich zu halten. Abgesehen davon, daß auch mündliche Verträge rechtsgültig sind, gehört es sich schlichtweg so.... Ich finde es unmöglich, wenn man erst etwas ausmacht und hinterher damit "um die Ecke kommt", daß der andere ja keine Beweise hat.

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