Wie ist die rechtliche Lage bei Fußgängerüberwegen?

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12 Antworten

(1) An Fußgängerüberwegen haben Fahrzeuge mit Ausnahme von Schienenfahrzeugen den zu Fuß Gehenden sowie Fahrenden von Krankenfahrstühlen oder Rollstühlen, welche den Überweg erkennbar benutzen wollen, das Überqueren der Fahrbahn zu ermöglichen. Dann dürfen sie nur mit mäßiger Geschwindigkeit heranfahren; wenn nötig, müssen sie warte

"erkennbar benutzen wollen" ist Dein Stichwort. 

http://www.stvo.de/strassenverkehrsordnung/109-26-fussgaengerueberwege

Im Einzelfall muß das wohl vor Gericht geklärt werden, denn ich denke nicht, daß es dazu eine exakte Vorschrift gibt. Macht ja auch keinen Sinn, eine Entfernungsangabe zu machen ohne die individuelle Geschwindigkeit der beteiligten Verkehrsteilnehmer zu berücksichtigen.

Sicher ist eigentlich nur: Kurz vor dem Fußgänger noch schnell über den Zebrastreifen huschen ist bereits eine Ordnungswidrigkeit.

Kurz vor dem Fußgänger noch schnell über den Zebrastreifen huschen ist bereits eine Ordnungswidrigkeit.

Umgekehrt, Fußgänger rennt mal eben 1 m vor dem Kfz über den Zebrastreifen, leider nicht. Oder doch?

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@anitari

Dann muß er ja bereits schon sehr nahe am Zebrastreifen gewesen sein. Also sichtbar für den Autofahrer. Und der hat sich dann entsprechend zu verhalten.

Wenn der Fußgänger jedoch vollkommen unmotiviert aus dem Stand auf die Motorhaube eines mit Schritttempo fahrenden Wagens springt, dann bestehen gute Chancen, daß er auch mehr als nur eine Mitschuld an dem Vorfall bekommt. Wobei es vermutlich notwendig wäre, wenn es Zeugen gäbe, die die Darstellung des Autofahrers bestätigen könnten.

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Sobald erkennbar ersichtlich ist, das der Fußgänger die Straße überqueren möchte, muss man anhalten. Was klar ersichtlich ist, ist eine juristische Interpretationssache und wahrscheinlich auch vom Einzelfall abhängig. Klar ersichtlich dürfte aber sein, der Fußgänger steht unmittelbar am Fußgängerüberweg oder läuft zielgerichtet darauf zu und signalisiert dabei vielleicht schon durch sehen nach dem fließenden Verkehr, das er gleich die Straße überqueren möchte. Du musst deine Geschwindigkeit so anspassen, das du erkennen kannst ob jemand rüber möchte und darauf rechtzeitig reagieren kannst, ist ein Fußgängerweg schlecht einsehbar, musst du somit eventuell sogar auf Schrittgeschwindigkeit abbremsen um nötigenfalls rechtzeitig anhalten zu können. 

Am Fußgängerüberweg haben generell Fußgänger Vorrang. Grundsätzlich muss ein Autofahrer sofort anhalten, wenn er sieht, dass ein Fußgänger den Überweg betreten will  oder sonst Benützungsabsicht anzeigt. Etwas anderes gilt ausnahmsweise nur dann, wenn ein vorsichtiges Weiterfahren den Fußgänger überhaupt nicht beeinträchtigt. Ein solcher Ausnahmefall ist z.B bei einem langen, in der Mitte geteilten Überweg oder nach Verständigung über Handzeichen zwischen dem Autofahrer und Fußgänger gegeben.

Dann, wenn du dir sicher bist, dass derjenige da rüber will (§26 StVO). In der Regel ist das, wenn er direkt vor dem Zebrastreifen steht und nach links und rechts schaut, ob ein Auto kommt.

Es ist aber nicht schlecht, wenn du auch schon anhältst, wenn derjenige nur den Eindruck macht, als wenn er gleich rüber will. Manche Leute schauen nämlich nicht, und laufen einfach über den Streifen. Wenn du da mit 50 km/h angefahren musst, musst du manchmal ne Vollbremsung machen, weil die Leute natürlich nicht dran denken, dass so ein Auto ein paar Sekunden braucht, um anzuhalten.

Sobald ersichtlich ist, dass jemand die Straße überqueren möchte. Generell fährst du aber an einem Zebrastreifen vorsichtiger wenn Fußgänger in der Nähe sind. Gibt immer paar Spezis die einfach auf die Straße hüpfen.

da gibts keine Regel. Du solltest nur vermeiden, ihn zu überfahren!!!

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