Wie ist die Prozedur, wenn eine Miete am vierten Werktag des Monats noch nicht eingegangen ist?

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8 Antworten

Wenn die Miete nicht am 3. Werktag auf Deinem Konto eingegangen ist kannst Du am 4. Werktag einen Mahnbescheid erlassen.

Aber Achtung, der 3. Werktag kann je nach Bundesland und Feiertagen auch schon mal erst der 5. oder sogar 6. des Monats sein.

Als Neuling in Sachen Vermietung empfehle ich Dir die die Mitgliedschaft bei Haus&Grund

http://www.hausundgrund.de/index.html

Dir die ganzen Bestimmungen zum Mietrecht und die Verfahrensweise einer Kündigung wegen Mietrückstand hier zu erklären würde den Rahmen sprengen.

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Also, unsere Mieter haben meist bis zum 3. nicht bezahlt und dies nehmen wir auch hin. Leerstand ist meist teurer. Prüfe, ob das Geldinstitut überhaupt sichtbar minutengenau bucht, einige lassen es uns erst einen Tag später wissen, das gestern Geld eingegangen ist. Viel Glück und mein Tipp: mit den Mietern reden (und erst dann erschießen), oder?

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Ich bin neu in der Rolle als Vermieter und habe bisher kein Problem gehabt. Trotzdem würde ich jetzt schon gerne wissen, wie die gesetzlich anerkannte Prozedur bei Nichteintreffen der Miete ist.Angenommen, die Miete wurde am dritten Werktag um 23:59Uhr nicht auf dem Vermieterkonto gutgeschrieben:Kann der Vermieter sofort einen Online-Mahnantrag stellen?

Ja ab dem viertem Tag kann man ein Mahnbescheid erstellen lassen; man muss vorab auch keine Mahnung schicken da der Mieter sich automatisch im Verzug befindet.

Angenommen, der Mieter zahlt den ganzen Monat nicht und im darauf folgenden Monat ist die Miete am Ende des dritten Werktags nicht da, so dass 2 Mietzahlungen fehlen. Kann man als Vermieter sofort fristlos kündigen oder muss man den zweiten Monat ganz abwarten?

Dann kann man kündigen.

Als Neuling ist es ratsam Mitglied bei Haus & Grund zu werden.

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Kommentar von rivendu
03.07.2014, 15:20

...oder gutefrage.net nutzen

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Wenn ein angenommener Mieter mit der Zahlung in Rückstand um einen Tag gerät , benimmt man sich human und schreibt - mit Durchschrift / Kopie -das die nächste Anweisung pünktlicher sein sollte . Außerdem sollte man sich mit dem Mieter über einen Dauerauftrag unterhalten .

Jürgen von Manger : Immär Mensch blaiben !

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Guten Abend rivendu,

als angehender Vermieter empfehle ich dir DRINGEND einen Anwalt (für deine komplette Vermieter Dauer) zu haben. Dieser hilft die bei so etwas. Außerdem solltest du eigentlich mit dem Mietvertrag einen Anwalt haben, da dieser den Vertrag hätte auch Richtigkeit überprüfen sollen. (Nicht das du dadurch Nachteile hast)

Das als Hinweiß. Nun zu deiner Frage. Nein du kannst noch keinerlei rechtliche Schritte unternehmen. Jeder Mieter hat vom Gesetz her sehr "großzügige" Rechte. Erst wenn er mind. 2 Monatsmieten in Rückstand ist, kannst du ihn Kündigen. Derzeit kannst du lediglich eine Zahlungsaufforderung an den Mieter ausstellen. (Telefonisch würde reichen, hätte vor Gericht aber keinen Halt. Daher lieber schriftlich)

Du kannst nach den (glaube § 286 BGB) Schadensersatz einfordern. Dies heißt aber, dass du beweisen musst, dass dir ein Schaden entstanden ist. Dies würde über eine Zivilklage laufen. Für den 3. wären das dann z.B. Zinsen. (Der Satz liegt glaube ich bei 8.8% p.a.)

Also ruf einfach noch mal bei deinen Mieter an und frag nach wo das Geld bleibt. Manchmal ist man ja auch nicht so schnell, oder man kommt plötzlich ins Krankenhaus. Alles möglich, weshalb eine friedliche Einigung immer besser ist.

Sollte er gar nicht zahlen, kannst du nach einen Mahnantrag bei deinem Amtsgericht (schriftlich) stellen. Dieser würde dann bis zur (im schlimmsten Fall) Räumungsklage führen. Dieser Prozess dauert aber ca. 8-12 Monate.

Hoffe habe dir weiter geholfen :)

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Kommentar von anitari
02.07.2014, 20:24
Das als Hinweiß. Nun zu deiner Frage. Nein du kannst noch keinerlei rechtliche Schritte unternehmen

Hinwies 1: Hinweis hat nichts mit weiß zu tun

Hinwies 2: ab dem 4. Werktag des Monats hat ein Vermieter sehr wohl das recht rechtliche Schritte einzuleiten. Erster schritt: Mahnbescheid erlassen.

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hoooohaaa Brauner, ich würde nicht sofort mit Kanonen nach Spatzen schiessen! Die wichtigste Aufgabe des Vermieters ist den richtigen Mieter aussuchen. Die 2. wichtige Aufgabe des Vermieters ist es, ein freundliches aber bestimmtes Klima mit dem Mieter aufzubauen (das kostet wenig und erleichtert alles) Manchmal spielen die Banken hier auch übel mit. Wenn Du um 23:59 Uhr auf Deinen Kontoauszug schaust dürftest Du generell einen unentspannten Schlaf haben und das ist Deiner Gesundheit abträglich. Ich würde in dem angesprochenen Fall zunächst das persönliche Gespräch suchen und den Mieter fragen, weshalb er die Miete nicht pünktlich zahlt. Kommt es nocheinmal vor, würde ich den Mieter rechtwirksam anschreiben. Wenn das immer noch nicht wirkt, hast Du entweder einen Fehlgriff bei der Auswahl des Mieters erlitten und musst in den Kriegsmodus umschalten. Dann allerdings volle Breitseite aus allen Rohren -> Anwalt und das volle Programm.

Aber zuerst einmal ist cool bleiben angesagt.

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Kommentar von rivendu
03.07.2014, 11:46

klar, es wirkt übertrieben, dass man sofort am vierten Werktag den Anwalt einschaltet oder einen Mahnbescheid erstellen lässt. Andererseits muss man auch sagen, dass es sich um eine Ehrensache handelt, Miete zu zahlen. Man betritt ein fremdes Eigentum und zahlt nichts dafür, sowas darf es nicht geben. Und eine bewohnbare Wohnung zu haben ist das Wichtigste beim Menschen. Dass man vergisst, eine Haandyrechnung zu begleichen, finde ich viel weniger schlimm.

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Als Vermieter würde es nicht so auf die Waagschale werfen wenn die Miete am nächsten Tag eingeht. Klar die wichtigste Pflicht des Mieters ist die pünktliche Mietzahlung sonst kommt er in Zahlungsverzug. Eine fristlose Kündigung ist möglich, wenn der Mieter an zwei aufeinander folgenden Terminen mit mehr als einer Monatsmiete in Verzug ist. Eine fristlose Kündigung kommt auch in Betracht, wenn die Miete ständig unpünktlich gezahlt wird. Voraussetzung hier ist eine schwerwiegende Beeinträchtigung der Vermieterinteressen durch die dauernde, erheblich verspätete Mietzahlung. (mehr als 1 Woche) und eine Abmahnung des Vermieters. (LG Hamburg WM 91, 345) Unpünktliche Mietzahlungen können auch in einer ordentlichen Kündigung ausgesprochen werden, wobei dann keine Abmahnung erforderlich ist. (OLG Oldenburg RE WM 91, 467) Vor einer fristlosen Kündigung wegen Zahlungsverzuges ist keine Abmahnung erforderlich. (OLG Düsseldorf WM 95, 585)

Fristlose und ordentliche Kündigung wegen Zahlungsverzugs.

Kündigt der Vermieter ein Wohnraummietverhältnis nach §§ 543 Abs. 1, Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 Buchst. a, 569 Abs. 3 Nr. 1 BGB wegen Zahlungsverzugs des Mieters fristlos und hilfsweise auch fristgemäß, lässt der nachträgliche Ausgleich der Rückstände innerhalb der Frist des § 569 Abs. 3 Nr. 2 BGB zwar die fristlose Kündigung unwirksam werden, nicht dagegen auch ohne weiteres die fristgemäße Kündigung. Die nachträgliche Zahlung ist jedoch bei der Prüfung, ob der Mieter seine vertraglichen Pflichten schuldhaft nicht unerheblich verletzt hat (§ 573 Abs. 2 Nr. 1 BGB) zu berücksichtigen. BGH, Urteil vom 16.02.2005 - VIII ZR 6/04 –

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