Wie ist die Kündigungsfrist in der Probezeit seitens des Arbeitnehmers geregelt bei einem befristeten Vertrag?

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7 Antworten

Es gibt sowohl längere als auch kürzere Kündigungsfristen in der Probezeit. Diese gelten dann sowohl für den AG als auch den AN.

Die zwei (üblichen) Wochen stehen im § 622 Abs. 3 BGB. Sie gelten, wenn kein anderslautender Tarifvertrag Anwendung findet und es auch im Arbeitsvertrag keine andere Vereinbarung gibt.

Kürzere Kündigungsfristen in der Probezeit als die aus dem § 622 BGB gibt es nur wenn entsprechende Tarifverträge angewendet werden, hier kann die Kündigungsfrist z.B auch nur drei Tage betragen oder im Ausbildungsverhältnis. Hier ist nach § 22 BBiG eine fristlose Kündigung möglich.

Selbstverständlich kann auch eine längere Kündigungsfrist als zwei Wochen in der Probezeit gelten. Dies ist im Arbeitsvertrag dann geregelt.

Bei befristeten Arbeitsverträgen sollte man aber erst einmal schauen, ob es eine Kündigungsvereinbarung gibt. Ohne Kündigungsvereinbarung oder Hinweis auf einen entsprechenden Tarifvertrag (mit Kündigungsklausel) sind befristete Arbeitsverträge nicht ordentlich kündbar (§ 15 Teilzeit- und Befristungsgesetz). Sie laufen einfach aus.

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In der Probezeit kannst Du zu jeder Zeit gekündigt werden. Wenn man Dir also heute sagt, Du brauchst nicht mehr kommen, dann kannst Du gleich Deine Sachen packen und gehen. Eine Probezeit ist extra dafür da, dass jeder, also der Arbeitgeber und auch der Arbeitnehmer, ohne Angaben von Gründen, das angedachte Arbeitsverhältnis kündigen kann.

Aber aufgepasst: Die vereinbarte Vergütung, also Lohn oder Gehalt, müssen auf die Stunde genau abgerechnet werden!

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Kommentar von Familiengerd
26.10.2015, 13:54

Wenn man Dir also heute sagt, Du brauchst nicht mehr kommen, dann kannst Du gleich Deine Sachen packen und gehen.

Das ist schlicht und einfach falsch für ein Arbeitsverhältnis! Dort gelten auch in der Probezeit die gesetzlichen, arbeitsvertraglichen (eventuell längeren) oder tarifvertraglichen (eventuell längeren oder kürzeren) Fristen!

Die fristlose Kündigung als ordentliche Kündigung gibt es nur in der Probezeit eines Ausbildungsverhältnisses (BBiG § 22 Abs. 1).

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gibt es, das sollte aber jeweils im Vertrag stehen. Nach BGB 2 Wochen, Tarifvertrag kann es anders geregelt sein. Während der Ausbildung gar Fristlos möglich.

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Eine Probezeit gibt es nicht automatisch, sie muss vertraglich vereinbart sein. Steht nichts darüber im Vertrag, gibt es keine Probezeit. Die Kündigungsfrist in der Probezeit beträgt üblicherweise 2 Wochen, sofern im Arbeitsvertrag oder im Tarifvertrag nichts anderes steht.

Darüberhinaus kann man einen befristeten Vertrag nur dann vorzeitig kündigen, wenn diese Möglichkeit ausdrücklich vereinbart wurde.

Es hilft also nur ein Blick in deinen Vertrag.

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Steht im Vertrag.
Sollte es zu mindest!

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In der Probezeit kann jederzeit ohne Angabe von Gründen gekündigt werden. Sonst regelt das in den meisten Fällen der Tarifvertrag.

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Was sagt den der Arbeitsvertrag dazu ?

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