Wie ist die Höhe des Betreuungsunterhalts geregelt (nach der 3/7 Methode oder dem vorherigen Lebensstandard)?

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2 Antworten

Beides ist richtig: Zunächst einmal richtet sich der Unterhaltsanspruch der nichtehelichen Mutter nach ihrem Lebensstandard, also danach, welches Einkommen sie infolge des Kindes verloren hat. Nach oben begrenzt ist dieser Unterhaltsanspruch aber durch die 3/7-Regelung, die sie zwischen Eheleuten gilt. Denn eine nicht verheiratete Mutter kann keinen höheren Anspruch haben als sie hätte, wenn sie mit dem Vater verheiratet wäre. Liegt ihr Einkommensverlust unterhalb des 3/7-Betrags, so beoimmt sie eben nur weniger.

1. Also noch mal für mich als Resume. Die Höhe des Betreuungsunterhalts für die Kindesmutter richtet sich grundsätzlich nach ihrem früheren Lebensstandard. Sollte dieser Lebensstandard jedoch exorbitant hoch gewesen sein, im Bezug auf den oben genannten Fall bspw. bei einem Nettoeinkommen der Kindesmutter vor der Geburt des Kindes von 2000 €, so tritt die 3/7-Regelung als Höchstgrenze ein. Korrekt?

2. Im oben genannten Fall wäre somit nach den von mir errechneten Beträgen, an die Kindesmutter "lediglich" ein Betreuungsunterhalt von 350 € zur Deckung ihres Lebensstandards zu zahlen. Ist dies ebenfalls Korrekt?

3. Hast du irgendwelches Wissen und Erfahrung bezüglich meiner letzten im obigen Post dargelegten Fragestellung zum Betreuungsunterhalt nach Ablauf des dritten Lebensjahres des Kindes? Sollten Billigkeitsgründe vorliegen, dass die Mutter auch nach Ablauf der Frist Anspruch auf Betreuungsunterhalt hat, wonach richtet sich seine Höhe dann? Weiterhin nach den oben genannten Kriterien oder kann aufgrund ihrer nun "erlangten" Fähigkeit zumindest teilweise erwerbstätig zu sein, eine Reduzierung der oben genannten Beträge erfolgen?

Danke schon mal für dein Bemühen!

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@DingDong07

Ja, das ist richtig.

Unterhalt nach dem dritten Geburtstag des Kindes gibt es für die Mutter nur, wenn sie aus irgendwelchen Gründen, die mit dem Kind zu tun haben, nicht in Vollzeit berufstätig sein kann. Das kann z.B. am Gesundheitszustand des Kindes liegen, oder auch daran, dass es keine Tagesbetreuung gibt (unwahrscheinlich). 

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Ihr ward nicht verheiratet, das ist wichtig für dich. M.E. steht der Kindesmutter kein Unterhalt zu. Kindesunterhalt musst du aber leisten. Nun bin ich kein RA der dir eine wirklich kompetente Antwort geben könnte. Deshalb mein Rat informiere dich dringend bei einem Familienanwalt. Leiste vorerst irgendwelche Zahlungen an die Mutter nur unter Vorbehalt.

Der Betreuungsunterhalt ist für nichteheliche Kinder gleichermaßen zu leisten, für eheliche. Diesbezüglich herrscht Klarheit.

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@DingDong07

edit: Bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres. Danach nur unter bestimmten Voraussetzungen wie z.B. schwere Krankheit des Kindes oder erhöhter Betreuungsaufwand, der aber stets von der Kindesmutter stets nachzuweisen wäre

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@DingDong07

Ok, dann bist du ja schon gut informiert. Aber das, was du nicht verstehst, verstehe ich auch nicht, denn die Kindesmutter macht dadurch ein "gutes Geschäft" und das würde ich über einen Fachanwalt unbedingt klären lassen.

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