Wie ist die Haltung zur Intensivmedizin (=Lebensverlängernde Maßnahmen)?

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2 Antworten

Es gibt die nicht unbegründete Meinung, dass ein gut versicherter Privatpatient länger leiden muss, als ein Kassenpatient.

Privatwirtschaftlich organisierte Krankenhäuser und Krankenkassen sind in ihren offiziellen Verlautbarungen natürlich am Wohl ihrer Patienten und an einem Sterben in Würde interessiert.

In der Praxis steht der wirtschaftliche Erfolg im Vordergrund.  Hier müsste man Zugang zu den internen Handlungsanweisungen und zu Fallbeschreibungen bekommen. Aus einsichtigen Gründen ist dazu wohl kaum etwas
im Internet zu finden. (Wohl aber Berichte von Dritten oder Patienten in Medien, die nicht den wirtschaftlichen Interessen verpflichtet sind.)

Wie sehr aber das wirtschaftliche Interesse im Vordergrund  steht, wird  gerade an der Gesetzesvorlage deutlich, die medizinische Tests an Menschen erlauben will, die an Demenz erkrankt sind.

Um am Lebensende nicht zum Opfer des Medizinbetriebs zu werden, sollte mensch "eigentlich" immer eine Patientenverfügung und eine  Vorsorgevollmacht bei sich haben.

Für mich kommt  der Einsatz der Intensivmedizin über eine kurzfristige Anwendung im Notfall hinaus nicht infrage.


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Fakt ist dass bei der intensivmedizin auch immer die Begriffe Hirntod und Hirntodfeststellung ebenso wie Organspende mit bedacht werden müssen.
Das heißt wenn eine Person im Koma liegt gibt es viele verschiedene Meinungen wie man mit ihr umgehen sollte.
Der Chefarzt der intensivmedizin möchte vielleicht das belegte Bett für einen Patienten haben der bessere Chancen auf Heilung hat als der momentan darin liegende. Ein Chirurg möchte die Organe für einen seiner Patienten. Die Forschung möchte eventuell an Tumore oder gewebeproben ran. Und die Familie des Patienten möchte ihn so lange unter den lebenden wissen wie möglich.
Somit ist die Hirntodfeststellung das einzige um den Verbleib des Patienten zu bestimmen. Ist das Hirn bewiesen Tod gibt es keine Aussicht auf Besserung und die Familie wird sich verabschieden. Ist das Gehirn noch aktiv so werden die lebenserhaltenden Maßnahmen fortgeführt werden.
Es gibt diverse sehr gute Dokumentationen über dieses Thema aber wie die Politik usw dazu stehen wird man fürchte ich nirgends finden... :/

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