Wie ist die Dreifaltigkeit im Christentum zu verstehen?

12 Antworten

Die Tritinät beschreibt einerseits die Dreieinigkeit als auch die Dreifaltigkeit der Hypostasen Gottes. Damit ist gemeint, dass sich Gott durch die drei Hypostasen offenbart. Als Vergleich wird immer das Wasser genommen: das Wasser kann den Aggregatzustand fest (Eis), gasförmig (Dampf) und flüssig (Wasser) annehmen und trotzdem beschreiben alle drei Aggregatzustände die gleiche Verbindung des Wassers. Ebenso beschreibt man im Christentum Gott in drei Formen, nur dass man nicht den Begriff Aggregatzustand verwendet, sondern "Hypostase". Die Trinität geht keineswegs davon aus, dass es drei Götter gibt, sondern die Christen glauben an den einen Gott der Bibel, den "heiligen Israels", der sich in seinen heiligen Engel (heiligem Geist), seinem Sohn (Jesus Christus) und dem Vater offenbart.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Studium der Theologie und Religionswissenschaft

https://www.youtube.com/watch?v=LEeaW0_ucpw (ab 0.34)

Die Trinität besteht aus drei Personen: 1. Mose 1,1.26; 3,22; 11,7; Jesaja 6,8; 48,16; 61,1; Matthäus 3,16-17; 28,19; 2. Korinther 13,13. Für die Stellen im Alten Testament ist eine Kenntnis der hebräischen Sprache hilfreich 1. Mose 1,1 verwendet den Plural “Elohim.” In 1. Mose 1,26; 3,22; 11,7 und Jesaja 6,8 wird der Plural für das Fürwort “uns” gebraucht. Dass “Elohim” und “uns” sich auf mehr als zwei bezieht, steht AUSSER Frage. Im Deutschen gibt es nur zwei Formen, Einzahl und Mehrzahl. Im Hebräischen gibt es drei Formen: Einzahl, Dual und Mehrzahl. Der Dual ist für NUR zwei. Im Hebräischen wird der Dual für Dinge in Paaren verwendet, wie Augen, Ohren und Hände. Das Wort “Elohim” und das Fürwort “uns” stehen im Plural, also mehr als zwei, und muss sich auf drei oder mehr beziehen (Vater, Sohn, Heiliger Geist).
In Jesaja 48,16 und 61,1 spricht der Sohn, indem er sich auf den Vater und den Heiligen Geist bezieht. Vergleiche Jesaja 61,1 mit Lukas 4,14-19, um zu sehen, dass der Sohn redet. Matthäus beschreibt die Taufe Jesu. Hier sehen wir Gott den Heiligen Geist herabfahren auf Gott den Sohn, während Gott der Vater sein Wohlgefallen an dem Sohn deklariert. Matthäus 28,19 und 2. Korinther 13,14 belegen beispielhaft drei getrennte Personen der Trinität.
3. Glieder der Trinität werden in verschiedenen Schriftstellen von einander unterschieden: Im hebräischen Alten Testament werden Gott und Gott nebeneinander erwähnt (1. Mose 19,24; Hosea 1,7). Der “HERR” hat einen “Sohn” (Psalm 2,7.12 ; Sprüche 30,2-4). “Geist” wird von dem “HERRN” (4. Mose 27,18) und von “Gott” (Psalm 51,12-14) unterschieden. Gott der Sohn wird von Gott dem Vater unterschieden (Psalm 45,7-8; Hebräer 1,8-9). Im Neuen Testament, Johannes 14,16-17 bittet Jesus den Vater, den Heiligen Geist als Helfer zu senden. Dies zeigt, dass Jesus sich selbst nicht als den Vater oder Heiligen Geist betrachtete. Beachten Sie auch alle anderen Fälle in den Evangelien, in denen Jesus zum Vater redet. Redete er mit sich selbst? Nein. Er redete mit einer anderen Person der Dreieinigkeit, dem Vater.
4. Jedes Glied der Dreieinigkeit ist Gott: Der Vater ist Gott: Johannes 6,27; Römer 1,7; 1. Petrus 1,2. Der Sohn ist Gott: Johannes 1,1.14; Römer 9,5; Kolosser 2,9; 1. Johannes 5,20; Hebräer 1,8. Der Heilige Geist ist Gott: Apostelgeschichte 5,3-4; 1. Korinther 3,16 (Der Heilige Geist wohnt im Menschen - Römer 8,9; Johannes 14,16-17; Apg. 2,1-4).
5. Die Unterordnung innerhalb der Trinität: Die Heilige Schrift zeigt, dass der Heilige Geist dem Vater und Sohn untergeordnet ist, und der Sohn dem Vater. Dies ist ein inneres Verhältnis und widerspricht nicht der Gottheit irgendeiner Person der Trinität. Dies ist einfach eine Sache, die unser begrenzter Verstand nicht in Bezug auf den unbegrenzten Gott erfassen kann. Bezüglich des Sohnes siehe Lukas 22,42; Johannes 5,36; 20,21; 1. Johannes 4,14. In Bezug auf den Heiligen Geist siehe Johannes 14,16.26; 15,26; 16,7 und besonders Johannes 16,13-14.
https://www.gotquestions.org/Deutsch/Bibel-Trinitat.html

https://www.youtube.com/watch?v=lQiO_aPi4EY

"Hier sehen wir Gott den Heiligen Geist herabfahren auf Gott den Sohn, während Gott der Vater sein Wohlgefallen an dem Sohn deklariert"

Hmm, war wohl nicht so überzeugend, diese Episode. Johannes den Täufer, vor dessen Augen dies geschah, hat es jedenfalls nicht überzeugt, denn er ließ später aus dem Gefängnis die Frage zu Jesus überbringen "bist du der Versprochene, oder sollen wir auf jemand anderen warten?"

"Dass der Heilige Geist dem Vater und Sohn untergeordnet ist"

Eine Hierarchie zwischen den drei Personen ist nicht möglich, wenn jede der drei Personen Gott ist, denn Gott ist nach christlicher Definition per se das Höchste. Ein untergeordneter Gott kann kein Gott sein.

Ausserdem wäre, wenn es eine Hierarchie zwischen den drei Personen gäbe, der Heilige Geist der Höchste, denn er ist der einzige, der nicht gelästert werden darf.

Schlecht durchdachte Geschichte, die Dreieinigkeit.

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@Bodesurry

Dass Johannes aus dem Gefängnis heraus Jesus fragen ließ, wer er denn sei, ist nicht "was ich so sehe", sondern was in der Bibel steht - in derselben, in der steht, dass Johannes vorher persönlich Gottes Deklaration "dies ist mein geliebter Sohn" gehört hat. Da wusste der linke Autor wohl nicht, was der rechte schrieb.

Dass es keine Götter unterschiedlicher Ranghöhen geben kann, wenn man Gott als das Höchste definiert, ist tatsächlich meine logische Schlussfolgerung.

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Die Dreifaltigkeit ist keine biblische Lehre.. natürlich haben ihre Befürworter eine Handvoll Texte dazu, um diese Lehrmeinung zu untermauern, aber Tatsache ist, dass diese aus dem Kontext gerissen werden und sich mit den übrigen Aussagen in der Bibel widersprechen. Auch ist diese Lehre eine Tradition, die sich erst im 3/4 Jahrh.u.Z. in den Kirchen etabliert hat.

Gar nicht (Joh.8,44).

Diese "Glaubensrichtung" wurde ca. 300 nach Fertigstellung der "Heiligen Schrift" (Joh.17,17) erfunden

und von der "Weltkirche" (2.Kor.11,14; Offb.17,1-4) dazu "gemengt" (Offb.12,9).

Woher ich das weiß:Recherche
  • Ist das nicht "unbiblisch"??

Oh, heilige Einfalt!

Die einen Christen sagen so - und beweisen dir das mit der Bibel -, die anderen Christen sagen so - und beweisen dir das mit der Bibel!

Das ist doch das Schöne an diesem Machwerk:

Jeder kann sich bedienen, wie er will. Und wenn er falsch liegt - Gott mit ihm - dann verzeiht er "alles"!

Selbst für Ordnung sorgen, will "er" nicht ("er" könnte ja eigentlich in seiner angeblichen "Allmacht"!), denn, wie die alte erfolgreiche Herrschaftsmaxime lautet:

Divide et impera!

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