Wie ist die Bezeichnung für den Rollerführerschein?

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"Roller" ist kein fahrerlaubnisrechtlicher Begriff sondern eine Bauform eine Zweirades.

Aus fahrerlaubnisrechtlicher Sicht kann ein Roller ein Mofa, ein Kleinkraftrad, ein Leichtkraftrad oder sogar ein "richtiges" Motorrad sein. Je nachdem, in welche dieser Fahrzeugklassen ein bestimmter Roller fällt, benötigt man dafür die entsprechende Fahrerlaubnisklasse.

Für Mofas, das sind einspurige, einsitzige Fahrräder mit Hilfsmotor die maximal 50 ccm Hubraum haben und maximal 25 km/h schnell fahren dürfen, benötigt man keine Fahrerlaubnis sondern lediglich eine "Mofa-Prüfbescheinigung". Dies kann mit 15 Jahren erworben werden.

Für schnellere Krafträder benötigt man eine "richtige" Fahrerlaubnis. Folgende Fahrerlaubnisklassen gibt es:

Klasse M: Das sind, grob gesprochen, Mofas, die bis zu 45 km/h schnell fahren können dürfen, und die auch mehrsitzig sein dürfen. Diese Fahrerlaubnis kann ab 16 Jahren erworben werden. Wenn vom "Rollerschein" gesprochen wird, dann ist in der Regel eine Fahrerlaubnis dieser Klasse gemeint, obwohl ein Roller auch in eine andere Klasse fallen oder sogar lediglich ein Mofa sein kann.

Klasse A1: Das sind Motorräder bis maxmial 125 ccm Hubraum und maximal 11 kW (15 PS) Nennleistung. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt es in dieser Klasse grundsätzlich nicht, allerdings darf man bis zur Vollendung seines 18. Lebenjahres, also bis zum 18.Geburtstag, nur Fahrzeuge dieser Klasse führen, die maximal 80 km/h schnell fahren können. Mit Vollendung des 18.Lebensjahres entfällt diese Beschränkung automatisch. Auch diese Fahrerlaubnis kann ab 16 Jahren erworben werden.

Das ist der aktuelle Stand. Am 19.01.2013 tritt eien reformierte Fahrerlaubnisverordnung in Kraft. Dadurch ändert sich einiges, unter anderem:

Die Klasse M wird mit der Klasse S (dreirädrige Kleinkrafträder und vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge) zur neuen Klasse AM zusammengefasst.

In der Klasse A1 entfällt die für noch nicht Volljährige Fahrzeugführer geltende Beschränkung auf 80 km/h. Dafür wird ein maximales Leistungsgewicht eingeführt: Fahrzeuge der Klasse A1 dürfen dann höchstens 0,1 kW je kg Leermasse haben.

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