Wie ist die Ausbildung als Tierpfleger?

3 Antworten

Bei der Ausbildung zum Tierpfleger gibt es 3 Fachrichtungen:

  1. Heim und Pension
  2. Zoo
  3. Forschung und Klinik

Besonders die ersten beiden Fachrichtungen sind größtenteils sehr überfüllt und die dritte ist halt auch nicht für jeden was!

Hast du dich denn schon für eine Fachrichtung entschieden? Dann wäre es sinnvoll in dem Bereich ein Praktikum zu absolvieren. Wobei manche Betriebe, auf jeden Fall fast alle Zoos, grundsätzlich vorrausgesetzen!

Als Tierpfleger, egal in welchem Bereich, trägt man viel Verantwortung, muss organisatorisches Talent mitbringen, darf nicht zimperlich sein, muss mit anpacken können usw.

Die Hauptaufgabe von Tierpflegern liegt in Gesundheitskontrollen, Füttern und Reinigen, aber auch die Jungtieraufzucht, der Umgang mit Kunden/Publikum/Patienten und das Instandsetzen von Gehegen/ Tierunterkünften gehören dazu. Natürlich gibt es je nach Fachrichtung noch weitere Schwerpunkte.

VG :)

Ich danke dir für die Antwort, allerdings wollte ich vorwiegend etwas von Leuten hören, die praktische Erfahrung in diesem Bereich haben und quasi sagen, wie es wirklich aussieht :) Die anderen Infos waren mir soweit geläufig, trotzdem danke.

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@WolfishChaos

Mich würde interessieren, wieso die Arbeitsatmosphäre bei Bewertungen der Ausbildung im Internet immer so schlecht wegkommt :/ Sind die Leute in dem Beruf meistens extrem gestresst, sehr schlecht drauf? Müssen viele Überstunden leisten, liegt es an wechselnder Tag/Nachtschicht? Also irgendwie scheint es vielen Auszubildenden in dem Job nicht zu gefallen 🤷‍♀️

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@liquorcabinet

Ob es Nachtschichten gibt, hängt von dem einzelnen Betrieb ab. ZB. In einigen Tierkliniken gehören sie dazu. Wochenenddienste findest du dafür ausnahmslos überall! Für dann geleistete Stunden erhält man unter der Woche einen Ausgleich.

Allerdings kann es bei der Arbeit mit Tieren immer zu unvorhersehbaren Vorkommnissen (Notfälle, ausgebrochene Tiere, Jungtieraufzucht usw.) kommen, wodurch man außerhalb der Arbeitszeiten nochmal hin muss oder keinen festen Feierabend planen kann!

Wenn viel zu tun ist, kann man bei Tieren halt nicht einfach Feierabend machen und gehen! Homeoffice gibt es auch nicht und auch während der Corona-Pandemie wurde nahezu normal weitergearbeitet!

Tierheime bezahlen in der Ausbildung häufig leider nicht so gut, da sie einfach keine Mittel haben große Gehälter zu zahlen. Dennoch macht allen, die ich aus diesem Bereich kenne, die Ausbildung Spaß und sie sind engagiert dabei.

Im Fachbereich Klinik und Forschung ist die Frauenquote sehr hoch, besonders in den Instituten in denen viel mit Mäusen und Ratten gearbeitet wird. Wenn viele Frauen aufeinander treffen, ist Mobbing bzw Stress untereinander wohl nicht ganz so ungewöhnlich (wurde mir so gesagt 🤔). Besonders, wenn die Ausbildung sehr jung (ab 16 Jahren) begonnen wird und der erste Schritt in das Berufsleben ist, können einige damit deutlich überfordert sein.

Auch ständig alles zwischen Leben und Tod mitzubekommen, ist für viele belastend, weshalb einige letztendlich ihre Ausbildung abbrechen!

Mir macht meine Ausbildung auf jeden Fall großen Spaß!

Differenzen mit Kollegen sind total normal, egal in welchem Berufsbereich. Bei mir im Betrieb wird sehr genau auf die geleisteten Stunden und entsprechende Ausgleiche geschaut.

Von anderen Betrieben, in die ich im Rahmen meiner Ausbildung Praktika gemacht habe, kann ich ebenfalls von einem guten Arbeitsklima berichten.

Allerdings habe ich bereits vor meiner Ausbildung zum Tierpfleger einige Jahre gearbeitet, bringe durch Schule und Haustierhaltung Vorwissen mit und habe mein Ziel deutlich vor Augen! Deshalb fällt mir die Ausbildung relativ leicht!

Andere in meinem Lehrjahr haben es da deutlich schwerer. Aber ich denke, dass jeder, der sich wirklich darum bemüht, diese Ausbildung schaffen kann!

Dass im Bereich der Tierpfleger ein schlechteres Arbeitsklima herrscht als anderswo, kann ich definitiv nicht bestätigen! Im Gegenteil: in Firmen, in denen ich vor meiner Ausbildung war, waren Arbeitsbedingungen und -Klima deutlich schlechter!

Allerdings hängt das halt immer sehr von dem einzelnen Betrieb und den Leuten dort ab!

Hoffentlich konnte ich dir damit einen kleinen Einblick geben ;)

Sag bescheid, falls du noch Fragen hast!

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Deine Aufgaben als Tierpfleger auf einen Blick

  • Versorgung: Aufzucht und Betreuung der Tiere; Verhaltensanalyse und ggf. Erstversorgung von kranken oder verletzten Tieren
  • Körperliche Arbeit: Errichtung, Instandhaltung und Reinigung von Tiergehegen und Unterkünften; Fütterung der Tiere
  • Kommunikation: Kontakt zu Besuchern, häufig zu jüngeren (Zoo); Beantwortung von Fragen der Besucher; Einfühlungsvermögen und Geduld im Berufsalltag zeigen.

Deine Aufgaben als Tierpfleger im Detail hier....

https://www.aubi-plus.de/berufe/tierpfleger-1849/

Es ist auf jeden Fall schwere körperliche Arbeit. Man muss anpacken und darf nicht zimperlich sein.

Dennoch sind die Ausbildungsplätze heiß begehrt.

Was studierst du denn? Gibt es einen fachlichen Bezug?

Leider nicht, ich studiere Politik und Germanistik. Die körperliche Arbeit macht mir nichts aus, würde nur sehr gerne mal von jemandem hören, der das beruflich macht und sagen kann, wie es hinter den Kulissen vor sich geht. Die Beschreibung des Jobs klingt natürlich sehr verführerisch, ich würde allerdings gerne mehr über die Schattenseiten erfahren. Aber das werde ich wohl am besten bei einem Praktikum in Erfahrung bringen können.

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