Wie ist Deutschland vor "Putsch" Versuchen geschützt?

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5 Antworten

Ein Putsch ist eine Machtübernahme außerhalb des Gesetze. Man kann einen Putsch nicht durch Gesetz verbieten.

Ein Putsch wird deshalb erschwert, da in Deutschland alle bewaffneten Organisationen getrennt gehalten werden.

Die Bundeswehr untersteht dem Verteidigungsministerium. Die Bundespolizei dem Innenministerium. Der Zoll dem Finanzministerium. Die Polizei den Ländern.

Alle Waffenträger der Nation haben ihre eigenen Bereiche und operieren bis auf Verbindungspersonen völlig getrennt. Vor allem mangelt es für einen Putsch entweder an der Bewaffnung oder der Personalstärke.

Die Bundeswehr könnte zwar den Bundestag und die Landtage besetzen, aber solange sie Bundespolizei und die Länderpolizeien nicht ruhig stellen, werden sie wohl nicht lange dort sitzen bleiben.

Ich würde sagen, die Struktur unserer Demokratie verhindert einen Putsch, denn für einen Putsch braucht man eine Mehrheit. So lange die Mehrheit der Bevölkerung auf der Seite der Herrschenden steht, kann ein Putsch nur scheitern. Deswegen passieren Putsche nur in Ländern, in denen der oder die Herrscher in der Minderheit sind und das Volk, also die Mehrheit in der Opposition. Diese wird dann ihrer Rechte beschnitten und von der herrschenden Minderheit derartig unter Druck gesetzt, dass sie sich sogar gegen eine bewaffnete Staatsmacht wehrt.

Dadurch dass in Deutschland das Volk seine Volksvertreter selbst wählt und sogar die Opposition im Bundestag bei Abstimmungen eingebunden wird, wird sich kaum eine Mehrheit für einen Putsch finden. Denn das könnte man leichter haben: Man bräuchte bei der nächsten Wahl nur etwas anderes zu wählen, wenn man unzufrieden ist.

Ich will nicht ausschließen, dass es unzufriedene Bürger gibt, die ernsthaft über einen Putsch nachdenken, jedoch dürfte es sich bei diesen um eine zu vernachlässigende Minderheit handeln.

Das wirksamste Mittel gegen einen Putsch sind somit weder Waffen, Panzer, Soldaten, Mauern und Stacheldraht, sondern die Struktur der Staatsform. Der beste Schutz gegen einen Putsch ist nicht, wenn man Maßnahmen ergreift, diesen niederzuschlagen, sondern zu verhindern, dass er überhaupt entsteht.

Meine Meinung.

Wenn jemand "putschen" will dann macht er das klassicher weise mit Waffengfewalt und dem Rückhalt der Armee - schau dir unsere "armee" an und dann frag nochmal ob das in Deutschlad möglich wäre...

wird geregelt durch die änderung der verfassung und den einschlägigen gesetzten in der legislative und durch den verfassungschutz

genauer bitte ich brauche die Infos für meine Prüfungspräsentation in geschichte ^.^

Durch welche Artikel ? durch welche Gesetze usw

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@querbacher1

Mit dem 17. Gesetz zur Ergänzung des Grundgesetzes beschließt der Bundestag am 30. Mai 1968 die Einführung einer Notstandsverfassung. Neben 46 Abgeordneten der oppositionellen Freien Demokratischen Partei (FDP) lehnen auch 54 Abgeordnete aus den Parteien der Großen Koalition - vor allem von der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) - die Notstandsgesetze ab. Die Notstandsverfassung stellt den Staatsorganen Maßnahmen zur Abwehr innerer und äußerer Notlagen zur Verfügung. Dadurch erlöschen auch die Sonderrechte der Westmächte, die diese sich im Deutschlandvertrag zum Schutz ihrer in der Bundesrepublik stationierten Streitkräfte vorbehalten hatten.

Die Pläne zur Einfügung einer Notstandsverfassung in das Grundgesetz reichen bis 1958 zurück. Doch erst die Große Koalition verfügt über die für die Grundgesetzänderungen notwendige Zweidrittelmehrheit im Bundestag. Die Notstandsgesetze weiten im Verteidigungsfall, bei inneren Unruhen und Naturkatastrophen die Gesetzgebungskompetenz des Bundes sowie seine Weisungsbefugnisse gegenüber den Bundesländern aus. Außerdem erlauben sie die Einschränkung des Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnisses sowie den Einsatz der Bundeswehr und des Bundesgrenzschutzes bei Unruhen im Inneren.

Der Verabschiedung der Notstandsgesetze durch den Bundestag geht eine bundesweite heftige öffentliche Auseinandersetzung voraus. Besonders Studentengruppen, die Gewerkschaften und das Kuratorium "Notstand der Demokratie" rufen zu Protesten und Massenkundgebungen auf. Diese Außerparlamentarische Opposition (APO) befürchtet, dass aufgrund der Notstandsgesetze die deutsche Demokratie autoritäre Züge annimmt.

Dokument Gesetz: Notstandsgesetze, 1968

(ag) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

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Das wird nichts mit einer Revolution in Deutschland, bevor die Deutschen einen Bahnhof stürmen lösen sie erst eine Bahnsteigkarte.

http://dejure.org/gesetze/GG/20.html

Ah, Lenin...

Oder auch: Eine Revolution in Deutschland stoppt man mit einem Schild "Rasen betreten verboten".

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